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Titelaufnahme

Titel
Zusammenhang zwischen sportmotorischer Leistungsfähigkeit und Lesefähigkeit bei Tiroler Volksschülern / von Viktoria Bramböck
VerfasserBramböck, Viktoria
Begutachter / BegutachterinRuedl, Gerhard
Betreuer / BetreuerinRuedl, Gerhard
ErschienenInnsbruck, Februar 2016
Umfang107 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität Innsbruck, Univ., Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
Datum der AbgabeFebruar 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)DMT / SLS / sportmotorische Testleistung / Lesescreening / motorische Fähigkeit / Lesen / Lesefähigkeit / Volksschüler
Schlagwörter (EN)DMT / SLS / motor performance / reading motor skills / literacy / elementary school
Schlagwörter (GND)Tirol / Kind <8-10 Jahre> / Motorische Fähigkeit / Lesefähigkeit
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-3456 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenhang zwischen sportmotorischer Leistungsfähigkeit und Lesefähigkeit bei Tiroler Volksschülern [1.4 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Durch die veränderte Bewegungs- und Erfahrungswelt der Kinder ist eine Abnahme der sportlichen Leistung der Schulkinder zu erkennen, obwohl die positiven Auswirkungen der sportlichen Aktivität auf die sportmotorische Leistungsfähigkeit und kognitiven Fähigkeiten weitgehend bekannt sind.

Zielsetzung: Ziel dieser Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen sportmotorischer Leistungsfähigkeit und Lesefähigkeit bei Tiroler Volksschülern zu ermitteln.

Methodik: Zur Erhebung der sportmotorischen Leistungsfähigkeit führten 139 Schüler der VS Hötting und VS Pradl-Leitgeb im Alter von 8 bis 10 Jahren den Deutschen Motorik-Test (DMT 6-18) durch. Anhand der 8 Testaufgaben 20-Meter-Sprint, Balancieren rückwärts, seitliches Hin- und Herspringen, Sit-ups, Liegestütz, Standweitsprung, Rumpfbeuge und 6-Minuten-Lauf wurden alters- und geschlechtsneutrale Z-Werte sowie ein Z-Gesamtwert berechnet, der die allgemeine sportmotorische Leistungsfähigkeit darstellt. Mit dem Salzburger Lesescreening-Test (SLS 1-4) wurde von 97 Schülern ein standardisierter Lesequotient erhoben.

Ergebnisse: Die Ergebnisse zur Überprüfung des Zusammenhangs zwischen sportmotorischer Leistungsfähigkeit (Z-Gesamtwert) und dem Lesequotienten zeigen keine signifikante Korrelation (r=-0,03, p=0,7). Es konnte eine signifikant negative Korrelation zwischen dem Lesequotienten und der Rumpfbeuge (r=-0,23, p=0,02) festgestellt werden. Mittels einfacher linearer Regressionsanalyse (R2=0,002) konnte der Lesequotient anhand des Z-Gesamtwertes (=-0,04) nicht vorhergesagt werden. Mittels multipler linearer Regressionsanalyse (R2=0,18) ist nur die Rumpfbeuge ein signifikanter Prädiktor für den Lesequotienten (=0,16).

Schlussfolgerung: Es konnte kein signifikant positiver Zusammenhang zwischen der sportmotorischen Leistungsfähigkeit und der Lesefähigkeit bei Tiroler Volksschülern nachgewiesen werden. Daher kann für die untersuchte Kohorte gesagt werden, dass eine gute sportmotorische Leistungsfähigkeit weder einen positiven, noch einen negativen Einfluss auf die Lesefähigkeit hat.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: The physical performance of school children decreases, because the activity of the children changed, although the positive effects of physical activity on the motor performance and cognitive performance are widely known.

Aim: The aim of this study was to determine the relationship between motor performance and literacy in elementary school children.

Methods: 139 children of 2 Tyrolean elementary schools aged 8-10 were tested in their motor skills using the German Motor Performance Test (DMT 6-18). Based on the 8 test items 20-meters-sprint, balancing backwards, side-to-side jump, push-ups, sit-ups, standing long jump, stand-and-reach and 6-minutes-run, age- and sex-neutral Z-values were assessed and the total Z-score was calculated. The reading quotient of 97 children was determined with the Salzburger Lesescreening-Test (SLS 1-4).

Results: The results show no significant correlation between motor performance and literacy (r=-0,03, p=0,7). There was a negative correlation between the reading quotient and stand and reach (r=-0,23, p=0,02). By means of singular linear regression analysis (R2=0,002) the reading quotient was not predictable for the total Z-score (=-0,04). By means of multiple linear regression analysis (R2=0,18) only the stand and reach was predictable for the reading quotient (=0,16).

Conclusion: There was no significant positive correlation between the motor performance and literacy in this cohort, therefore a good motor performance has neither a positive nor a negative influence on the literacy.