Titelaufnahme

Titel
Urslawisches Wörterbuch / von Mag. Emanuel Klotz
Weitere Titel
A Dictionary of Proto-Slavonic
VerfasserKlotz, Emanuel
Betreuer / BetreuerinWeinberger, Helmut ; Anreiter, Peter
ErschienenInnsbruck, Feber 2016
Umfang302 Seiten : Illustrationen
HochschulschriftUniversität Innsbruck, Univ., Dissertation, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfassers
Datum der AbgabeFebruar 2016
SpracheDeutsch ; Slawische Sprachen (Andere)
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
SchlagwörterUrslawisch
Schlagwörter (DE)Urslawisch / Rekonstruktion des Urslawischen / Georg Holzer / Urslawische Prosodie / Urslawische Phonetik / Urslawische Phonologie / Urslawische Morphologie / Slawische Akzentparadigmen
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Dissertation bietet eine Sammlung der bisher mit den Methoden Georg Holzers rekonstruierten urslawischen Wortformen im Charakter eines slawistisch-sprachvergleichenden Wörterbuchs. Die Arbeit versteht sich insofern als Nachschlagewerk, als diese ca. 1900 Wortformen ihren Reflexen so sie erhalten sind in einer Auswahl an slawischen Einzelsprachen gegenübergestellt sind. Dabei ist jeder Eintrag, was seine grammatikalischen Eigenschaften betrifft, umfangreich etikettiert. Diese Zusammenstellung gewährt einen groben Überblick darüber, was sich in den dazwischenliegenden 14 Jahrhunderten (oder im Falle des Altkirchenslawischen in nur zweieinhalb Jahrhunderten) auf den Ebenen der Phonologie, der Prosodie, der Morphologie und auch der Semantik ereignet hat und außerdem, in welchen Sprachzweigen sich eine gegebene Wortform erhalten hat und wo sie hingegen verloren gegangen ist.

Im vorausgehenden theoretischen Teil wird zunächst die Rekonstruktion des Urslawischen nach Georg Holzer vorgestellt und gezeigt, dass es sich bei seinem Modell des Urslawischen um ein wohlüberlegtes System handelt, dessen archaisches Lautgepräge mit gutem Recht so veranschlagt ist.

Danach erfolgt eine synchrone Zusammenschau der urslawischen Phonetik, der Prosodie und der Morphologie, wobei speziell der Verflechtung der letzten beiden Ebenen in den Akzentparadigmen in den Ausführungen großer Platz eingeräumt wird. Das Urslawische zeichnete sich, wie auf diesem Wege ersichtlich wird, verglichen mit den heutigen slawischen Sprachen durch seine hohe Regelmäßigkeit und Redundanzarmut aus.

Eingestreut in die Arbeit finden sich exkursorisch die einzelsprachlichen prosodischen Entwicklungen, die die ursprünglichen Verhältnisse in den vielen vergangenen Jahrhunderten stark verwischt und von dieser beachtlichen Regelmäßigkeit zum Teil nur mehr Relikte übrig gelassen haben.

Das Urslawische Wörterbuch stellt in seiner vorliegenden Form einen Entwurf dar, der verschiedene Anknüpfungspunkte für zukünftige Erweiterungen bietet. Es dient zunächst vor allem dem Zweck, die Darstellung des Urslawischen nach Georg Holzer im wissenschaftlichen Diskurs zu bereichern.