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Titelaufnahme

Titel
Globalization and the political ecology of tourism and amenity migration in the Calchaquí Valleys (NW-Argentina) / Gerhard Rainer
VerfasserRainer, Gerhard
Begutachter / BegutachterinPohle, Perdita ; Bertoncello, Rodolfo
Betreuer / BetreuerinCoy, Martin
Erschienen2015
Umfanggetr. Zählung : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2015
Anmerkung
Enth. u.a. 4 Veröff. d. Verf. aus den Jahren 2014 - 2015
Datum der AbgabeDezember 2015
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Tourismus / Amenity Migration / Freizeitnutzung / Globalisierung des ländlichen Raumes / Politische Ökologie / Calchaquí Täler (Nordwest-Argentinien)
Schlagwörter (EN)Tourism / Amenity Migration / Leisure / Globalization of rural space / Political ecology / Calchaquí Valleys
Schlagwörter (GND)Valles Calchaquíes / Politische Ökologie / Tourismus / Ländlicher Raum / Globalisierung
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-3586 Persistent Identifier (URN)
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Globalization and the political ecology of tourism and amenity migration in the Calchaquí Valleys (NW-Argentina) [34.23 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Tourismus, Freizeitnutzung und Amenity Migration haben in den letzten Jahren in den Ländern des Globalen Südens stark an Bedeutung gewonnen. In Argentinien wurde im Kontext neoliberaler Politiken der 1990er Jahre versucht, den Tourismus als wichtige wirtschaftliche Säule aufzubauen. Diese politische Ausrichtung hat sich in den 2000 Jahren noch verstärkt und nicht zuletzt aufgrund der Krise im Jahre 2001, die zu einer starken Währungsabwertung führte und damit den Tourismus indirekt mitankurbelte, sind sowohl nationale als auch internationale Touristenzahlen stark gestiegen. Gleichzeitig haben sich einige Orte, vor allem in den Anden, zu Anziehungspunkten für temporäre und permanente Immigranten auf der Suche nach besserer Lebensqualität, hohem Freizeitwert, sozialem Status und Investitionschancen entwickelt. Diese Veränderungen sind selbstverständlich immer stärker in globalisierte Dynamiken eingebunden, und damit drängt sich schnell die Frage auf, wie Globalisierungsprozesse von unterschiedlichen Akteuren auf der regionalen Ebene verhandelt werden. Genau dieser Frage geht die Arbeit am Beispiel der nordwestargentinischen Calchaquí-Täler nach.

Für die Analyse der sozial-räumlichen Umstrukturierungsprozesse im Kontext des Booms von Tourismus und Amenity Migration stütze ich mich auf den Ansatz der politischen Ökologie. Der Perspektive der politischen Ökologie entsprechend werden dabei vor allem die veränderten gesellschaftlichen Naturverhältnisse in den Blick genommen. Die aktive Konstruktion eines ländlichen Idylls ist der zentrale Aspekt des Tourismus- und Freizeitbooms in den Calchaquí-Tälern, auch wenn die konkrete Ausgestaltung sehr unterschiedliche Formen annimmt: von einer engen Vernetzung mit globalisiertem Weinbau bis hin zur Suche nach indigenen Mensch-Umwelt-Verhältnissen. Die aktuellen Veränderungen sind selbstverständlich in einen historischen Kontext eingebettet, wobei hier vor allem die ausgeprägten sozial-ökologischen Ungleichheiten (tradierte koloniale Strukturen, gesellschaftlich höchst ungleich verteilter Zugang zu Land und Wasser) in der Region zu erwähnen sind. Vor diesem Hintergrund geht die Arbeit aus ethnographischer Perspektive zwei zentralen Fragen nach: 1) Welche Akteure konstruieren und gestalten die Räume des Tourismus und der Amenity Migration und welche Handlungslogiken verfolgen sie? 2) Wie haben sich durch den Boom von Tourismus und Amenity Migration sozial-ökologische Ungleichheiten in der Region verändert?