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Titelaufnahme

Titel
Längsverschweisstes Gleis im engen Bogen : eine Betrachtung der Gleislagestabilität / Ferdinand Pospischil
VerfasserPospischil, Ferdinand
Begutachter / BegutachterinOstermann, Norbert
Betreuer / BetreuerinPrager, Günter
Erschienen2015
Umfang147 Seiten : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität Innsbruck, Dissertation, 2015
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Datum der AbgabeAugust 2015
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Arlbergstrecke / Bergstrecken / Bogenatmung / Gleislagestabilität / Gleisversuche / Gleisverwerfung / Instandhaltung / Längsverschweißtes Gleis / Querverschiebewiderstand / Rippenplatte / Schienenlängsspannungen / Schienenspannungen / Schienentemperatur / Sicherungskappen / Stoßlücken / Weiße Schiene
Schlagwörter (GND)Lückenloses Gleis / Schiene / Schweißverbindung / Gleisbogen / Stabilität
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-3187 Persistent Identifier (URN)
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Längsverschweisstes Gleis im engen Bogen [37.78 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Für den Bau von Eisenbahnstrecken werden heute in aller Regel durchgehend ver-schweißte Schienen im Schotteroberbau oder auf fester Fahrbahn verwendet. Im Ge-gensatz dazu werden beim so genannten Stoßlückengleis die Schienen nicht durch-gehend verschweißt, sondern mit einer Lasche zusammengeschraubt. Der hierbei entstehende Atmungsstoß in der Schiene kann sich bei hohen Temperaturen schließen und bei niedrigen dementsprechend öffnen. Dadurch können die in der Schiene entstehenden Zug- und Druckspannungen verringert werden und die Gefahr einer Gleisverwerfung bei hohen Temperaturen ebenso wie die eines Schienenbruchs bei niedrigen Temperaturen wird reduziert. Das Stoßlückengleis weist allerdings in Bezug auf Fahrkomfort und den Erhaltungsaufwand deutliche Nachteile gegenüber dem durchgehend verschweißten Gleis auf und kommt deswegen bei hoch belasteten Ei-senbahnstrecken nur noch in Ausnahmefällen zur Anwendung. Derartige Anwen-dungsfälle sind neben Strecken in Bergsenkungsgebieten vor allem bei Abschnitten mit engen Gleisbögen zu finden, wie sie unter anderem bei den klassischen Gebirgs-bahnen, etwa am Arlberg oder am Semmering anzutreffen sind.

Gerade in engen Gleisbögen steigt durch das Herstellen eines längsverschweißten Gleises im Schotteroberbau die Gefahr von Gleisverwerfungen. Aus diesem Grund werden hier besondere Sicherungsmaßnahmen notwendig, um die Gleislagestabilität weiterhin zu gewährleisten.

Die vorliegende Arbeit befasst sich zunächst mit den theoretischen Hintergründen der Gleislagestabilität, deren Berechnungsansätzen und den realen Auswirkungen im Streckengleis. Aufgrund der starken Streuung der vorhandenen Parameter und der bisherigen im Ergebnis nicht ausreichenden Untersuchungen wurde der Querver-schiebewiderstand der Schwellen als Haupteingangsparameter der Gleislagestabili-tätsberechnungen bei einer Reihe unterschiedlichster oberbautechnischer Ausfüh-rungen gemessen. Neben diesen Messungen wurden u.a. die Schienenlängs-spannungen eines engen Bogens und die daraus resultierenden horizontalen, im rechten Winkel zur Schienenachse verlaufenden Bewegungen während vier verschie-dener Oberbauzustände mittels einer fernüberwachten Langzeitmessung untersucht. Hierbei wurde nicht nur auf die tageszeitliche Bewegung, sondern auch auf einzelne Zugüberfahrten eingegangen. Ein bisheriges Stoßlückengleis auf der Arlberg-Westrampe konnte im Rahmen dieser Forschungsarbeit in einen durchgehend ver-schweißten Gleisbogen umgewandelt werden.

Mit weiteren Überlegungen zu möglichen Verbesserungsmaßnahmen des Schot-teroberbaus auf Bergstrecken, wie vergrößerten Rippenplatten oder farblicher Be-handlung der Schienen schließt die Arbeit.