Titelaufnahme

Titel
Honesty and efficiency on markets for credence goods / by Daniel Neururer
VerfasserNeururer, Daniel
Begutachter / BegutachterinKerschbamer, Rudolf ; Walzl, Markus
Betreuer / BetreuerinKerschbamer, Rudolf ; Sutter, Matthias
Erschienen2015
Umfang91 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2015
Datum der AbgabeOktober 2015
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Vertrauensgütermärkte / Feldexperimente / Experimentelle Ökonomik / Verhaltensökonomik
Schlagwörter (EN)Credende Goods Markets / Field Experiments / Experimental Economics / Behavioral Economics
Schlagwörter (GND)Vertrauensgut / Gütermarkt / Feldexperiment / Experimentelle Wirtschaftsforschung / Verhaltensökonomie
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Zusammenfassung (Deutsch)

Vertrauensgüter haben die Eigenschaft, dass Konsumenten nicht feststellen können, welche Qualität des Gutes sie benötigen. Sie sind auf die Hilfe von Experten angewiesen, die bei der Diagnose die adäquate Qualität erfahren und dann eine Qualität empfehlen. Im täglichen Leben interagiert man oft in Vertrauensgütermärkten und deren Wichtigkeit nimmt in einer immer komplexer werdenden Welt stetig zu: Ein Beispiel sind Autoreparaturen, bei denen der Kunde nicht einschätzen kann, ob der Mechaniker die notwendige Reparatur durchführt oder zu wenig oder gar zu viel an einem Auto repariert. Ein anderes Beispiel sind medizinische Behandlungen, bei denen ein Patient in der Regel nicht beurteilen kann, ob eine einfache Therapie genügt, um seine Schmerzen zu lindern, oder ob eine Operation notwendig ist. Nur auf den eigenen Vorteil bedachte Experten verwenden ihren Informationsvorsprung dazu, Konsumenten zu übervorteilen und dadurch entstehen erhebliche Ineffizienzen.

Diese Dissertation präsentiert die Ergebnisse von zwei klassischen Laborexperimenten und einem natürlichen Feldexperiment. Die zwei Laborexperimente untersuchen das Verhalten von Entscheidungsträgern in abstrakten Spielen und diese Spiele weisen sehr viele Parallelen zu realen Vertrauensgütermärkten auf. Das natürliche Feldexperiment wurde im österreichischen Markt für Computerreparaturen durchgeführt und bestätigt die Indizien zu „second-degree moral hazard“.

Zusammenfassung (Englisch)

Credence goods markets are common in daily life and their importance is steadily increasing as the world becomes more complex. Trades involving such goods are affected by asymmetric information, because expert sellers are better informed than their customers about the quality that yields the highest surplus from trade. Credence goods have the characteristic that although customers can observe the utility they derive from the good or service ex post, they cannot judge whether the quality of the good they have received is the ex ante needed one. Moreover, customers may not even be able to observe the quality they actually received ex post. Common examples are health services, where the doctor knows better than the patient which disease the latter has and which treatment is appropriate; all kinds of repair services, where the expert knows more about the type of services the item needs than the owner; and taxicab rides in an unknown city, where the driver is better informed about the shortest to the destination than the tourist. The informational asymmetries present on credence goods markets open the door to a whole array of different types of fraudulent behavior on the sellers side that results in tremendous annual costs to customers and the society as a whole.

This thesis reports on the results of two classical laboratory experiments and one natural field experiment. The two laboratory experiments examine subjects behavior in abstract games and the core characteristics of these games are very similar to many real world credence goods markets. The natural field experiment reports on an experiment in the Austrian market for computer repair services and contributes to the existing evidence on second-degree moral hazard.