Titelaufnahme

Titel
Die Behandlung grenzüberschreitender Erbrechtsfälle unter besonderer Berücksichtigung der Europäischen Erbrechtsverordnung / von Linda Spöttl
VerfasserOswald, Linda
Begutachter / BegutachterinUmlauft, Manfred ; Ganner, Michael
Betreuer / BetreuerinUmlauft, Manfred ; Ganner, Michael
Erschienen2015
UmfangXV, 265 Bl.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2015
Datum der AbgabeOktober 2015
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Europäische Erbrechtsverordnung / International / Grenzüberschreitend / Erbrecht / Internationales Privatrecht
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Erbrecht / Erbfall / Grenzüberschreitung
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Zusammenfassung (Deutsch)

Keiner von uns bleibt davon verschont: das Sterben betrifft uns alle. Damit Hand in Hand gehen das Vererben und Erben. Und, wie sagt ein deutsches Sprichwort: „Wer will wohl und selig sterben, laß sein Gut den rechten Erben.“ Doch wer im Todesfall tatsächlich Erbe ist, wie groß sein Erbanteil oder zumindest sein Pflichtteil ist, wie das ererbte Vermögen in Besitz genommen wird und wer die Schulden des Verstorbenen in welchem Ausmaß übernehmen muss, kann ein Unkundiger ohne entsprechende Rechtsberatung kaum erfassen. Dazu kommt, dass das Erbrecht in den MS der EU höchst unterschiedlich geregelt ist; kommt es zu einem Erbfall mit grenzüberschreitendem Bezug, werden Erben und Rechtsberater teilweise vor schwierige Fragen und komplexe Konstellationen gestellt. Dabei wurde lange Zeit die Ansicht vertreten, dass das (Internationale) Erbrecht eine derartig traditionsgebundene Materie sei, dass eine Vereinheitlichung innerhalb der EU gar unmöglich wäre; jedenfalls schienen die politischen Hürden unüberwindbar. Dennoch: die großen Schwierigkeiten, die mit Erbfällen mit Auslandsbezug verbunden sind und die damit einhergehende Kostenbelastung innerhalb der EU, ließen den europäischen Gesetzgeber hartnäckig an einer entsprechenden Lösung arbeiten: nach gut einem Jahrzehnt konnte die Europäische Erbrechtsverordnung verabschiedet werden. Die gegenständliche Arbeit versucht, die durch die EuErbVO geschaffene neue Rechtslage praxisnah darzustellen und auf deren Problembereiche einzugehen. Zum besseren Verständnis des Lesers soll zunächst ein Einblick in das österreichische Verlassenschaftsverfahren und die Modalitäten der Abwicklung in der Praxis gegeben wird (Abschnitt B). Abschnitt C beinhaltet eine Einführung in den Begriff und die Aufgaben des Internationalen Erbrechts und Erbverfahrensrechts. In Abschnitt C und D konzentriert sich die gegenständliche Arbeit sodann auf die Abwicklung grenzüberschreitender Erbfälle nach „alter Rechtslage“; dabei werden die mit den in den europäischen MS bestehenden unterschiedlichen erbrechtlichen Regelungen einhergehenden Schwierigkeiten näher erläutert und aufgezeigt, welche komplexen Abgrenzungs- und Anpassungsfragen sich in Erbfällen mit Auslandsbezug ergeben können. In einem weiteren Schritt soll schließlich in Abschnitt E die EuErbVO näher dargestellt werden. Dabei wird die Verordnung Schritt für Schritt durchgearbeitet und deren Auswirkungen und Folgen auf die Abwicklung von Verlassenschaften mit grenzüberschreitendem Bezug aufgezeigt.