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Titelaufnahme

Titel
Sprachpolitische Gerechtigkeit? : ein europäischer Vergleich nationaler Sprachtests als Teil der Integration in den Ländern Österreich, Frankreich, Tschechische Republik, Spanien und Vereinigtes Königreich / Theresa Hohenauer-Todd
VerfasserHohenauer-Todd, Theresa
Begutachter / BegutachterinKienpointner, Manfred
Betreuer / BetreuerinKienpointner, Manfred
Erschienen2015
Umfang383 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2015
Datum der AbgabeSeptember 2015
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Sprachpolitik / Sprachenpolitik / Europäische Union / Sprachen in Europa / Minderheitensprachen in Europa / Gerechtigkeit / Spracherwerb / Erstsprache / Zweitsprache / Fremdsprache / Processability Theorie / Teachability Theorie / motherese / Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen / Kann-Beschreibungen / Testtheorie / kommunikative Tests / Items / Validität / Reliabilität / Objektivität / Österreich / DTÖ / ÖIF-Test / Österreichischer Integrationsfonds / Frankreich / DILF / DELF B1 / CIEP / Tschechische Republik / ÚJOP / CCE A1 / CCE B1 / Spanien / PECOLE / Vereinigtes Königreich / Cambridge ESOL Skills for Life / dauerhafter Aufenthalt / Staatsbürgerschaft
Schlagwörter (EN)language policy / European Union / languages in Europe / minority languages in Europe / justice / language acquisition / first language / second language / Processability theory / Teachability theory / motherese / Common European Framework of Reference for Languages / Can do descriptions / test theory / communicative tests / items / validity / reliability / objectivity / Austria / DTÖ / ÖIF-Test / Österreichischer Integrationsfonds / France / DILF / DELF B1 / CIEP / Czech Republic / ÚJOP / CCE A1 / CCE B1 / Spain / PECOLE / United Kingdom / Cambridge ESOL Skills for Life / long-term residence / citizenship
Schlagwörter (GND)Österreich / Frankreich / Tschechische Republik / Spanien / Großbritannien / Sprachtest
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-3237 Persistent Identifier (URN)
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Sprachpolitische Gerechtigkeit? [3.02 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Arbeit ist die Empfehlung zur Errichtung eines gemeinsamen EU-Rahmens für Sprachtests und für die sprachliche Integration von Drittstaatsangehörigen, die dauerhaften Aufenthalt oder Staatsbürgerschaft beantragen.

Viele Länder der Europäischen Union verlangen von Drittstaatsangehörigen, die dauerhaften Aufenthalt oder Staatsbürgerschaft beantragen wollen, ein bestimmtes Niveau an Sprachkompetenz in der Landessprache. Manche Länder haben für diesen Zweck eigene Sprachprüfungen entwickeln lassen. Die Prüfungsdiplome bzw. Sprachkenntnisnachweise werden als Teil der Integration gesehen. Allerdings gibt es in der EU keine Einheitlichkeit, was das vorgeschriebene sprachliche Niveau, (sprachliche) Integrationsprogramme oder die Prüfungen betrifft. So bestimmen die einzelnen Länder, welches Niveau für Drittstaatsangehörige ausreichend ist, um dauerhaften Aufenthalt oder die Staatsbürgerschaft zu erlangen. Die Prüfungen, die zur Niveau-Feststellung der jeweiligen Sprachkompetenz verwendet werden, können die Funktion eines selektiven Werkzeugs der Einwanderungspolitik erhalten. Nicht alle Länder gehen auf den Bildungshintergrund der Zuwanderinnen ein. Grund dafür könnte eine gewünschte Reduzierung der Immigration schlecht ausgebildeter Personen sein.

Die Arbeit beginnt mit einer kurzen Einführung in die Sprachpolitik, allgemein, in der EU und in den fünf Untersuchungsländern, gefolgt von einem Überblick über die Sprachen Europas. Das Zweite Kapitel behandelt Spracherwerb (Erstspracherwerb und Zweit- bzw. Fremdspracherwerb), die Processability Theorie und die Teachability Theorie. In Kapitel drei wird der Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen präsentiert und diskutiert. Kapitel vier widmet sich der Testtheorie und Qualitätsmerkmalen von Prüfungen. In Kapitel fünf werden die unterschiedlichen Herangehensweisen der fünf Untersuchungsländer beschrieben und verglichen. Abschließend werden Möglichkeiten und Empfehlungen zur Implementierung eines fairen und gerechten einheitlichen Rahmens für die Staaten der EU genannt.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this work is to recommend the establishment of a common E.U. framework for the language testing and the linguistic integration of non-E.U. citizens who seek long-term residence or citizenship.

Several European Union member states require that citizens of non-E.U. countries who want to apply for long-term residence or citizenship have a level of ability in their state language. In some countries, exams were developed specifically for this purpose. The proof of language ability is seen as a part of integration. In the European Union, however, there exists no common language level and no common frame for the (linguistic) integration programs or for the exams; therefore individual countries determine what language levels are sufficient for non-E.U. citizens to gain long-term residence or citizenship. The exams which are used to assess language level can function as a selective tool for immigration policy. Not all countries take into consideration the educational background of the immigrants. This may be in order to minimize immigration of people with a lower education.

This work begins with a short introduction into language policy in general, in the European Union, and in the 5 selected countries, followed by an overview of European languages. The second chapter focuses on language acquisiton (first and second, third, etc. language), the Processability theory and the Teachability theory. In chapter three the Common European Framework of Reference for Languages is presented and discussed. Chapter four presents test theory and quality characteristics of exams. In chapter five the 5 countries' approaches to requiring proof of language level are compared and contrasted. Finally, possibilities and recommendations for implementing a fair and just common frame for European Union countries are given.