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Bibliographic Metadata

Title
Vescovi, re, imperatori : : Anastasio Bibliotecario tra occidente e oriente / presentata da Giulia Cò
Additional Titles
Bishops, kings, emperors : Anastasius Bibliothecarius between west and east
AuthorCò, Giulia
Thesis advisorAlbertoni, Giuseppe ; Mersiowsky, Mark
Published2015
Description329 S.
Institutional NoteInnsbruck, Univ., Diss., 2015
Date of SubmissionOctober 2015
LanguageItalian
Document typeDissertation (PhD)
Keywords (DE)frühes Mittelalter / Geschichte von Rom
Keywords (GND)Anastasius <Bibliothecarius> / Brief
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-3274 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
Files
Vescovi, re, imperatori [3.2 mb]
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Classification
Abstract (German)

vorliegende Projekt hat die Untersuchung der Korrespondenzen des Bibliothekars Anastasius zum Gegenstand, dessen Tätigkeiten in Rom zwischen den 60er und 70er Jahren des 9. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreichten. Anastasius war Mitarbeiter von drei Päpsten, hatte Kontakte zu den Kaisern Ludwig II. und Karl dem Kahlen, verfügte über hervorragende Kenntnisse der griechischen Sprache und Kultur und trat als Vermittler auf, einerseits zwischen der fränkischen Welt und derjenigen des Papsttums, andererseits zwischen dem westlichen und östlichen Kaisertum.

In den Briefen des Anastasius, sowohl in jenen, die bei der Ausführung mehr oder weniger offizieller Aufträge entstehen, als auch in seinen unabhängig verfassten Briefen, variieren Ausdrucksweise, Semantik, Metaphern, Zitierweise und Stil je nach dem vorliegenden Adressaten. Zum Adressatenkreis des Anastasius zählen Ado von Vienne, Hinkmar von Reims, Karl der Kahle, Ludwig II. Anastasius scheint mit Letzterem eine lange und intensive Zusammenarbeit zu verbinden und schließlich Kaiser Basilius I. Die Briefe von Anastasius entstehen in außerordentlich heterogenen Kontexten, weil ihr Autor in die wichtigsten Streitfragen verstrickt war, die um die Mitte des 9. Jahrhunderts beherrschend waren: So die Auseinandersetzungen, die unter den fränkischen Bischöfen aufgekommen waren (vor allem um den Konflikt zwischen Hinkmar von Reims und seinem homonymen Nepoten, dem Bischof von Laon); dann die Beziehungen zwischen dem Papsttum und den Karolingern hinsichtlich der Abwicklung der die Einzelreiche betreffenden Angelegenheiten und in der Frage nach der Krönung (Salbung) des Kaisers; schließlich die Spannungen zwischen dem westlichen und dem östlichen Kaisertum, die beim Austarieren der Rollenverteilung zwischen den beiden Kaisern, aber auch rund um die politische Entwicklung in Süditalien aufkamen. Innerhalb der geschilderten Kontexte vermögen die Briefe Anastasius ein Licht auf das politische Denken und auf die Modalitäten der politischen Kommunikation eines päpstlichen und kaiserlichen Funktionärs zu werfen; einer Gestalt, die an der Ausgestaltung der schwierigen Beziehungen zwischen Päpsten und fränkischen Königen sowie zwischen westlichen und östlichen Kaisern beteiligt war, und zwar in einem empfindlichen Moment der Suche nach Ausgleich und nach möglichen Allianzen, der Missverständnisse und gegenseitigen Beschuldigungen.

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