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Titelaufnahme

Titel
Geological-Hydrogeological and geomechanical characterisation of deep-seated rockslides in metamorphic rocks / Thomas Strauhal
VerfasserStrauhal, Thomas
Begutachter / BegutachterinThuro, Kurosch ; Ottner, Franz
GutachterBrandner, Rainer ; Fellin, Wolfgang ; Zangerl, Christian
Erschienen2015
UmfangXVI, 237 S. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2015
Anmerkung
Enth. u.a. 6 Veröff. d. Verf. aus den Jahren 2011 - 2015 . - Zsfassung in dt. Sprache
Datum der AbgabeSeptember 2015
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Klasgarten / Massenbewegung / Felsgleitung / Hydrogeologie / Hydrochemie / Grundwasser / Scherzone / Ringscherversuch / Kakirit / Störungsletten / Mineralogie / Metamorphes Gestein / Paragneis / Kaunertal / Österreich
Schlagwörter (EN)Klasgarten / Mass movement / Rockslide / Hydrogeology / Hydrochemistry / Groundwater / Shear zone / Ring shear test / Kakirite / Fault gouge / Mineralogy / Metamorphic rock / paragneiss / Kauner valley / Austria
Schlagwörter (GND)Kauner Tal / Gepatschferner / Felssturz / Scherzone / Metamorphes Gestein
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-3890 Persistent Identifier (URN)
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Geological-Hydrogeological and geomechanical characterisation of deep-seated rockslides in metamorphic rocks [19.56 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Tiefgründige Massenbewegungen besitzen durch ihre große Masse ein außergewöhnlich hohes Gefahrenpotential. Darum benötigen gerade jene, welche sich im Bereich von Infrastrukturanlagen befinden, erhöhte Aufmerksamkeit und Verständnis über deren Bewegungsverhalten. Obwohl sich die meisten derzeit aktiven, tiefgründigen Massenbewegungen in metamorphen Gesteinen generell nur mit sehr langsamen Geschwindigkeiten bewegen, kann es immer wieder zu Beschleunigungsphasen kommen. Die Ursachen dafür können sehr vielfältig sein, doch gerade aufgrund der Komplexität der Prozesse, die das Deformationsverhalten von Massenbewegungen steuern, werden die relevanten Prozesse in deren Gesamtheit immer noch nicht komplett verstanden. Die Schwierigkeit in einer detaillierten, wissenschaftlichen Untersuchung von tiefgründigen Massenbewegungen liegt vor allem in den sehr kostspieligen Untergrunduntersuchungen, welche für eine genauere Charakterisierung notwendig sind. Zu den wohl wichtigsten Charakteristika gehören die Geometrie und der interne Aufbau einer Massenbewegung und ihres Untergrundes, die mineralogischen und geotechnischen Parameter der relevanten Bereiche sowie die Verteilung und jährliche Schwankung des Grundwassers. Aufgrund eines fehlenden Kenntnisstandes werden diese Kennwerte in vielen Fallbeispielen entweder vernachlässigt oder anhand von stark vereinfachten konzeptuellen Annahmen abgeschätzt.

Genau auf jene, häufig vernachlässigte Eigenschaften von tiefgründigen Massenbewegungen wird in dieser Doktorarbeit eingegangen. Davor werden zusätzlich in einleitenden Kapiteln die lithologischen, strukturgeologischen und hydrogeologischen (v.a. hydrochemischen) Rahmenbedingungen im Bereich von tiefgründigen Massenbewegungen behandelt.

Weitere bearbeitete Themen sind der Aufbau und der Zusammensetzung von Scherzonen, entlang welcher die Hauptbewegung einer Massenbewegung stattfindet. Des Weiteren wird die Problematik von Laborversuchen von Material aus diesen Scherzonen und deren Gemeinsamkeiten mit spröden tektonischen Störungen diskutiert. Basis für diese Untersuchungen waren Oberflächenaufschlüsse, Bohrlochuntersuchungen, aber in erster Linie direkte Untergrundaufschlüsse der Scherzonen aus einem begehbaren Sondierstollen durch eine dieser tiefgründigen Massenbewegungen. Erkenntnisse über deren mechanisches Verhalten, Korngrößenverteilungen und mineralogischen Zusammensetzungen wurden im geotechnischen und mineralogischen Labor gewonnen. Unter anderem wird gezeigt, dass diese Scherzonen in derer Mächtigkeiten und Zusammensetzungen stark variieren können. Ähnlich wie tektonische Störungen besitzen diese eine wenige Zentimeter bis Dezimeter schmale, mechanisch sehr fein zerriebene Kernzone aus Fault Gouge (Störungsletten) in welcher wohl auch die derzeitige Hauptdeformation stattfindet. Umgeben wird diese Zone von meist mehrere Meter mächtige, deutlich gröbere Kakirit Abschnitte, wiederum umgeben von zerlegten Festgestein. Block-in-Matrix Strukturen sind sehr häufig, welche wohl auch einen merklichen Einfluss auf das Deformationsverhalten haben können. In diesen Zonen ist es zu keiner mineralogischen Neubildung gekommen. Jedoch zeigt sich, dass sich die Scherzonen vorwiegend in bereits existierenden, Schichtsilikat-reichen Lagen des heterogenen Festgesteins bildeten.

In einem weiteren thematischen Abschnitt werden die durchgeführten Untergrunduntersuchungen genützt um hydrogeologische Homogenbereiche zu definieren und für diese hydraulisch relevante Parameter zu bestimmen, abzuleiten oder abzuschätzen. Anhand von numerischen Berechnungen ist die daraus resultierende Verteilung des Grundwassers im Bereich um eine tiefgründige Felsgleitung im geklüfteten Gebirge berechnet worden. Diese wurde validiert anhand von konzeptuellen hydrogeologischen Modellen, welche anhand von direkten Messungen des Grundwasserstandes (z.B. in Bohrlöchern) gemacht wurden. In einem weiteren Schritt wurden die Auswirkungen von hydrologischen Randbedingungen eingegangen. Neben der Infiltration von Niederschlagswasser (v.a. durch Schneeschmelze) spielen in Bezug auf tiefgründige Massenbewegungen sehr häufig angrenzende Speicherseen eine entscheidende Rolle, welche in der Regel jährlich auf- und abgestaut werden. Außerdem wurden die Möglichkeiten von nummerischen Berechnungen genutzt, um die Drainagewirkung eines sub-horizontalen Stollens zu untersuchen. Die Untersuchungen machten den großen Einfluss des Zerlegungsgrades einer Massenbewegung deutlich. So zeigte sich, dass dadurch sehr häufig kaum ein hydraulischer Gradient innerhalb einer Massenbewegung entstehen kann. Dies ist zwar prinzipiell günstig für die Stabilität, macht aber eine künstliche Herabsetzung des Porenwasserdruckes durch Drainagen häufig kaum möglich. Die Mächtigkeit und der Zerlegungsgrad der Scherzonen spielen eine weitere wichtige Rolle und können unter Umständen auch bedeutsame hydraulische Barrieren bilden. Durch den hohen Zerlegungsgrad und die Mächtigkeit mancher Massenbewegungen spielen Variationen der Randbedingungen (Stauspiegelschwankungen, Starkregenperioden) im untersuchten Fallbeispiel wohl kaum eine Rolle in Bezug auf das derzeitige Bewegungsverhalten der Massenbewegung.

Als Untersuchungsgebiet wurde hierbei der Bereich um den Gepatsch Speicher, Kaunertal (Österreich) gewählt, um welchen sich mehrere tiefgründige Massenbewegungen befinden. Der Fokus lag auf der Massenbewegung Klasgarten, welche durch Ausbaupläne des Speichers durch die Betreiber TIWAG in letzter Zeit besonders detailliert untersucht wurde. Hervorzuheben ist hierbei ein etwa 700 m langer Sondierstollen, welcher die Massenbewegung mehrfach durchörtert. Da die Hänge um den Gepatsch Speicher bereits vor dessen Bau 1961-1964 geologisch, geotechnisch und geodätisch untersucht wurden, lagen dieser Arbeit zusätzlich umfassende Archivdaten zur Verfügung. Als Vergleichs-Untersuchungsgebiet wurde die Massenbewegung Grube gewählt, welche sich im Lüsenstal, südlich von Gries im Sellraintal (Österreich) und ebenfalls in metamorphen Gesteinen befindet. Diese Massenbewegung wurde zwar nicht durch Bohrungen oder Stollen untersucht, bietet jedoch durch seltene morphologische Begebenheiten, die Möglichkeit, deren Scherzonen durch Oberflächenaufschlüssen zu untersuchen.

Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen einerseits dazu dienen, detaillierte hydromechanisch gekoppelte Modelle zu berechnen, aber auch als Grundlage für andere Fallbeispiele an denen aus finanziellen Gründen kaum Untergrunduntersuchungen durchgeführt werden können.

Die Untersuchungen dieser Arbeit verdeutlichen, wie die Pyrit-führenden, kristallinen Gesteine im Gepatsch Bereich im Kaunertal über weite Bereiche von Karbonaten, Limonit sowie Fe-(Hydr-)Oxide bedeckt sind. Das Grundwasser fließt bevorzugt innerhalb einer flachgründigen Verwitterungszone, dem Saprolith und einer Zone stark verwittertem anstehenden Gebirge. In den Quellwässern und Zuflüssen in die Tunnel wurden in dieser Gegend ungewöhnlich hohe Gehalten an gelösten Stoffen im Wasser registriert (bis zu über 1000 mg/l). Die Wässer sind vorwiegend neutral bis leicht alkalisch. Die 18O und 2H Werte deuten darauf hin, dass es zu keiner Fraktionierung des Wassers gekommen ist. Tritium Analysen weisen auf relativ junge Alter des Grundwassers hin. Ca und Mg sind die dominierenden Kationen. SO4 ist mit Abstand das verbreitete Anion. Die gesamte elektrische Leitfähigkeit des Wassers erhöht sich bei zunehmenden Ca, Mg und SO4 Konzentrationen, jedoch nicht mit HCO3 Konzentrationen. Niedrige 34S deuten darauf hin, dass Sulfat aus den untersuchten Quellwässern aus der Oxidation von Sulfiden stammt. The Lösung von karbonatischen Kluftfüllungen und die Oxidation von weitverteilten, akzessorischen Pyriten werden als Hauptprozesse aufgefasst, welche für die Zusammensetzung der meisten Wässer im Gepatsch Bereich verantwortlich ist vor allem die gravitative Gesteinszerlegen innerhalb der Paragneise generiert laufend frische Oberflächen, sowie die Möglichkeit für andauernden CO2-Austausch mit der Atmosphäre, was in dem beobachteten charakteristischen (Ca+Mg)/SO4 Verhältnis von 1 führt.

In vielen Fällen von Felsgleitungen, wie z.B. bei der Felsgleitung Klasgarten, eine dm m dicke basale Scherzone besitzt eine heterogene Zusammensetzung und trennt eine chemisch verwitterte (limonitisierte) Gleitmasse vom darunterliegenden anstehenden Gebirge, welches deutlich weniger alterierte Kluftoberflächen aufweist. Der Grund dafür ist, dass in der stark zerlegten Massenbewegung die Luft deutlich besser zirkulieren kann und somit die Wasser-Gesteins-Interaktion angeregt ist. Innerhalb der Scherzonen sind Glimmer und Chlorit in hohen Gehalten vorhanden. Quellfähige Tonminerale wurden in sehr geringen Anteilen nur im Vergleichsbeispiel Felsgleitung Grube. In Scherzonen im Kaunertal wurden keinerlei quellfähige Tonminerale gefunden. Da diese Art von Schichtsilikaten hauptverantwortlich für eine Verringerung in der Scherfestigkeit ist und keine Neubildung dieser Minerale in naher Zukunft erwartet werden kann, kann damit gerechnet werden, dass es aus mineralogischer Sicht zu keiner weiteren Destabilisierung kommen wird. Restreibungswinkel welche anhand von Ringscherversuchen von Scherzonen von mehreren Felsgleitungen ermittelt wurden liegen zwischen 19 und 28. Die Reduktion des Größtkorns vom in-situ auf den Labormaßstab hat jedoch zu niedrigeren Reibungswinkel-Werten geführt. Es kann angenommen werden, dass die miteinhergehende Veränderung der Mineralzusammensetzung (also auch der Gehalt an Schichtsilikaten) mitverantwortlich für diesen beobachteten Effekt ist.

Die zurzeit kriechende Klasgarten Felsgleitung hat ein geschätztes Volumen von etwa 55 Millionen m, eine maximale Mächtigkeit von etwa 140 m, eine Oberfläche von etwa 550000 m und wird im Bereich des Hangfußes von Wasserspiegelschwankungen des anggrenzenden Gepatschspeichers beeinflusst. Der hydrogeologisch-bedeutende am feinsten zerriebene Bereich der basalen Scherzone hat zwar eine hohe Persistenz, allerdings nur eine geringe Mächtigkeit. Für das stabile anstehende Gebirge, die Gleitmasse und die tonig-siltigen Abschnitte der Scherzone wurden hydraulische Durchlässigkeiten von 1.4E-7 m/s, 8.9E-5 m/s und 1.2E-9 m/s ermittelt. Als homogene Einheits-Porositäten wurden 0.07 % (Kluftporosität des anstehenden Gebirges), 13 % (Hauptgleitmasse), 26 % (sekundäre Gleitmasse) sowie 10 % (basale Scherzone) ermittelt. Volumetrische Kompressibilitäten von 4.5E-8 kPa-1, 1.8E-5 kPa-1 und 7.4E-7 kPa-1 wurden für das anstehende Gebirge, die Scherzone bzw. die Gleitmasse abgeschätzt. Die relativ hoch-durchlässige Gleitmasse bzw. der obersten 250 m des anstehenden Gebirges verursachen einen tiefliegenden Grundwasserspiegel in beiden Einheiten und einen sehr flachen hydraulischen Gradienten im Hangfußbereich. Dadurch entstehen auch keine signifikanten Sickerstrecken (Quellaustritte) innerhalb der Massenbewegung oberhalb des Gepatschspeichers. Der Großteil des infiltrierten Wassers wird an der Basis der stark zerlegten Felsgleitung drainiert und fließt entlang des Tops der tonig-siltigen Scherzone ab. Durch den geringeren Zerlegungsgrad der sekundären (internen) Scherzonen üben diese im Vergleich zur basalen Scherzone nur einen sehr geringen Einfluss auf die Porenwasserdruckverteilung in der Klasgarten Felsgleitung aus. Transiente Porenwasserdruckschwankungen, welche durch Piezometer in Bohrlöchern (bis zu 30 m oberhalb und mit 200 m Abstand zum maximalen Speicherseeniveau) gemessen werden, zeigen eine komplexe nicht-lineare Kommunikation mit dem Speichersee. Die Interaktionen zeigen schnelle Reaktionszeiten (< 1 Tag) und sehr geringe Verzögerungen mit zunehmenden Abstand. Diese können durch numerische Modelle erfolgreich qualitativ reproduziert und erklärt werden, sowohl für den Zustand vor und nach dem Bau des Sondierstollens Klasgarten. Durch die generell hohe Durchlässigkeit und die allgemeine tiefen Grundwasserspiegel, üben Schneeschmelze und Niederschlagsereignisse nur einen untergeordneten Einfluss auf Grundwasserspiegelschwankungen aus. Diese Beobachtung steht im Gegensatz zu vielen anderen tiefgründigen Massenbewegungen. Die gegebenen hydrogeologischen Eigenschaften deuten auf einen kaum vorhandenen Einfluss von Porenwasserdruckschwankungen auf das Deformationsverhalten der Felsgleitung. Dies ist in Übereinstimmung mit Nivellementmessungen, welche auf ein lineares Deformationsverhalten deuten.

Zusammenfassung (Englisch)

Deep-seated mass movements possess particular high hazard potentials because of their large volumes. For that reason, mass movements require increased attention and knowledge about the movement behaviour, especially for those, which are situated in the setting of infrastructural facilities. Although the majority of the currently active, deep-seated mass movements in metamorphic rocks are deforming generally with a slow to very slow velocity, acceleration phases can occur frequently. The triggers therefor can be manifold. However, because of the complexity of the processes, which control the deformation behaviour of mass movements, the relevant processes are still not well understood in their entirety. The difficulty of a detailed, scientific study lies mainly in very expensive underground investigations, which are essential for a proper characterisation. Among the most important characteristics are the geometry and internal structure of a mass movement and its underground, the mineralogical and geotechnical parameters of the relevant areas as well as the distribution and annual fluctuations of the groundwater. These properties are either neglect or estimated on basis of highly simplified conceptual assumptions because of a missing state of knowledge.

This PhD thesis deals with precisely those characteristics of deep-seated rockslides, which are neglected frequently. In addition, the lithological, structural geological and hydrogeological (especially hydrochemical) prevailing conditions in the setting of a deep-seated rockslides are threated in prefacing chapters.

Further key issues in this thesis are the structures and composition of shear zones, along which the main deformation of mass movements occur. In addition, the problematic nature of laboratory tests of materials sampled from these kinds of shear zones and their commonalities with brittle tectonic fault zones are discussed. The investigations are based on outcrops at the ground surface, borehole based investigations but predominantly on direct subsurface outcrops of the shear zones from a passable exploration drift built within a deep-seated mass movement. New findings concerning the mechanical behaviour, the grain size distributions and mineralogical compositions were gained in the geotechnical and mineralogical laboratory. This thesis demonstrates among others, that the thickness and the composition of these shear zones can vary strongly. Similar to brittle tectonic fault zones, rockslide shear zones are composed of a just a few centimetres to decimetres thick, mechanical strongly crushed core zone out of fault gouge. Most probably, the main deformation of the rockslide occurs within this zone. This zone is surrounded by mostly some metres thick, clearly less strong crushed fault breccia. Fragmented bedrock is located adjacent to the fault breccia at further distance to the core. Block-in-Matrix structures are common and have most probably an influence on the overall deformation behaviour. No new formation of minerals was observed within the investigated shear zones. Anyway these shear zones have been formed primarily along layers of the heterogeneous bedrock which were already rich in sheet silicates.

In a further thematic priority is set on the definition of hydrogeological homogeneous areas and the determination, derivation and estimation of hydraulic relevant parameters. This work is done on basis of the performed underground investigations. The resulting distribution of the groundwater in the setting of a deep-seated rockslide in fractured bedrock is calculated on basis of numerical models. These models were validated on basis of conceptual hydrogeological models, which were made based on direct measurements of the water level (especially in boreholes). In the next step the impact of hydrologic boundary conditions were investigated. Besides the infiltration of water by precipitation (especially in the sense of snowmelt), adjacent reservoirs are of a major importance for deep-seated rockslides. Normally these reservoirs are being filled and drained annually. The numerical calculations are furthermore used to investigate the drainage effect of subhorizontal tunnels. These investigations highlight the strong influence of degree of disintegration of a sliding mass. For instance, an almost horizontal hydraulic gradient within the sliding mass is common for strongly fragmented rockslide masses. Although this is basically favourable for the stability, the artificial reduction in pore pressure within the sliding mass by drainage constructions is hardly possible. The thickness and the grain size distribution of the shear zones are of major importance for the groundwater distribution and transmissivity and can act as a significant hydraulic barrier. Fluctuations in the boundary conditions (i.e. reservoir level, heavy rainstorm events) are most probably hardly given any importance with regard to the deformation behaviour due to the high degree of fragmentation and the thickness of several rockslides.

The area around the Gepatsch reservoir, Kauner valley (Austria), was chosen as a main study area for this PhD thesis. In the setting of this reservoir, several deep-seated rockslides are located. The focus was set on the Klasgarten rockslide, which was investigated in a particularly detailed form in recent times because of plans of an extension of the Gepatsch reservoir by the operating company TIWAG. In this context, the construction of an about 700 m long exploration drift should be highlighted, which is situated within the rockslide mass. Given that the slopes, adjacent to the Gepatsch reservoir, have already been investigated before the construction 1961-1964 by geological, geotechnical and geotechnical means, comprehensive archive data were made available for this thesis. The Grube rockslide, situated in the Lüsens valley (Austria), located south of Gries in Sellrain in metamorphic rocks was chosen as a comparative study area. Although the underground of this rockslide was not investigated by drillings or exploration drifts, this case study offers the opportunity to access the shear zone at the ground surface because of rare morphologic circumstances.

The results of this study shall be used as a basis for the calculation of detailed hydro-mechanical coupled models. Further, the purpose of this thesis is to build a knowledge base for other case studies, where underground investigations are hardly possible for financial reasons.

Investigations of this study demonstrate that the fractures of these pyrite bearing, crystalline rocks in the Gepatsch area Kauner valley (Austria) are typically coated by carbonates, limonite and Fe-(hydr-) oxides. Groundwater flows preferentially within the shallow weathering zone, the saprolite and a zone of highly weathered bedrock. Unusual high amounts of total dissolved solids (up to more than 1000 mg/l) were measured in spring and tunnel inflow waters. The waters are predominantly neutral to slightly alkaline. The 18O and 2H values indicate no fractionation processes and Tritium analyses indicate a general young groundwater age. Ca and Mg are the dominant cations. SO4 is by far the most abundant anion. Total electric conductivity of the water increases with increasing Ca, Mg and SO4 concentrations but not with HCO3 concentrations. Low 34S values indicate that sulphate in the spring waters originates from the oxidation of sulphides. The dissolution of carbonatic fracture fillings and the oxidation of widespread pyrite is regarded as the main processes responsible for most water compositions in the study area. Especially gravitative rock disintegration processes within the paragneiss generate fresh surfaces as well as the possibility for ongoing CO2-exchange with the atmosphere, which results in the characteristic (Ca+Mg)/SO4 ratio of 1.

In many cases, as for example the Klasgarten rockslide, the dm - m thick basal basal shear zone of a rockslide has a heterogeneous composition and divides the weathered (limonitized) rockslide mass from the underlying bedrock with much less alterated fracture surfaces because of ventilated water circulation along a high quantity of fractures within the rockslide mass. Within the shear zones, mica and chlorite are present in high proportion. Swellable clay minerals were either found in small proportions (at the comparative case study Grube rockslide) or not at all (Kauner valley). Since these minerals are mainly responsible for a decrease in shear strength and no new formation of these can be expected in the near future, there will not be any further destabilization because of changes in mineralogical compositions. According to ring shear tests the residual friction angles of the shear zone soils of the analysed rockslides vary between 19 and 28. Reducing the maximum grain size limit of the in-situ shear zone soils for laboratory shear test results in a smaller residual friction angle. It is assumed that a reason for this effect is the associated interference/variation of the mineral content (i.e. proportion of phyllosilicates).

The actively creeping Klasgarten rockslide has a volume of approximately 55 million m3, a maximum depth of approximately 140 m, a surface area of approximately 550000 m2, and is influenced in the toe area by water level variations of the Gepatsch hydropower reservoir. The basal shear zone of this rockslide contains a thin clayey-silty fault gouge with high persistence. For the stable bedrock, the rockslide mass and the fault gouge-like shear zone at the slide base hydraulic conductivities of 1.4E-7 m/s, 8.9E-5 m/s and 1.2E-9 m/s were determined, respectively. For these homogeneous units porosities of 0.07 % (fracture porosity of the bedrock), 13 % (main rockslide mass), 26 % (secondary rockslide slabs) and 10 % (basal shear zones) were determined. Volumetric compressibilities of 4.5E-8 kPa-1, 1.8E-5 kPa-1 and 7.4E-7 kPa-1 were estimated for the bedrock below the Klasgarten rockslide, for the soil-like shear zone and the rockslide mass, respectively. The relatively high magnitudes of saturated hydraulic conductivity of the rockslide mass and stable bedrock in the first 250 m below ground surface induce low groundwater tables in both units and a small hydraulic gradient in the rockslide toe area. No significant seepage zone exists above the reservoir level and most of the infiltrated water is drained at the base of the highly fractured rockslide and flows on top of the clayey basal shear zone. Because of the lesser degree of shear deformation and cataclastic retrograde deformation the secondary internal shear zones on the rockslide have a minor influence on the pore pressure distribution in the Klasgarten rockslide, as compared to the basal shear zone. Transient pore pressure fluctuations, which are measured by piezometric borehole sensors up to 30 m above and 200 m behind the maximum reservoir level, show a complex non-linear communication with the hydropower reservoir. These interactions show fast response times (< 1 day) and minor distance-dependent attenuation and can be reproduced qualitatively successfully and explained by numerical models, both for the situation before and after construction of the exploration drift. Due to the high overall hydraulic conductivity and the low groundwater tables, recharge from snowmelt and precipitation events have only a small influence on the water pressure fluctuations. This stands in contrast to several other deep-seated rockslides. The hydrogeological properties indicate a minor influence of pore pressure on the deformation behaviour of the rockslide. This is in agreement with linear deformation rates measured by levelling.

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