Titelaufnahme

Titel
Ontologie der Grenzen ausgedehnter Gegenstände / eingereicht von: Lukas Benedikt Kraus
VerfasserKraus, Lukas Benedikt
Begutachter / BegutachterinRunggaldier, Edmund ; Morscher, Edgar
Betreuer / BetreuerinRunggaldier, Edmund ; Löffler, Winfried
ErschienenInnsbruck, 2015
Umfang282 Bl.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2015
Datum der AbgabeSeptember 2015
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Grenzen / Ontologie / Bolzano / Suarez / Varzi / Brentano / Topologie / Mereotopologie / Paradoxien des Unendlichen / Disputationes Metaphysicae
Schlagwörter (EN)boundaries / ontology / Bolzano / Suarez / Varzi / Brentano / topology / mereotopology / paradoxes of the infinite / disputationes metaphysicae
Schlagwörter (GND)Suárez, Francisco / Bolzano, Bernard / Ontologie / Ding
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der Debatte zur Ontologie der Grenzen ausgedehnter Gegenstände ist die Annahme weit verbreitet, dass Grenzen dünne äußerste Teile ausgedehnter Gegenstände sind. Diese Annahme führt jedoch zu gravierenden Problemen. Es ist beispielsweise nicht klar, welchem von zwei aneinander grenzenden ausgedehnten Gegenständen die gemeinsame Grenze als Teil angehört. Erhebliche Schwierigkeiten treten zudem bei der Beschreibung von Spaltungen und Kontaktereignissen auf. In dieser Arbeit wird die These, dass Grenzen Teile ausgedehnter Gegenstände sind, systematisch untersucht. Es wird eine Klassifikation der verschiedenen Lösungsoptionen zu den genannten Problemen entwickelt, die es erlaubt, verschiedene Theorien zur Ontologie der Grenzen miteinander zu vergleichen und zu bewerten. Anschließend werden die historisch wirkmächtigen Theorien von Bernard Bolzano und Francisco Suárez sowie zentrale Beiträge der modernen Debatte in diesen systematischen Rahmen eingeordnet. Schließlich wird ein neuer Vorschlag zur Ontologie der Grenzen formuliert, der den relationalen Charakter von Grenzen betont und von den genannten Problemen nicht betroffen ist.

Zusammenfassung (Englisch)

The assumption that boundaries are thin outermost parts of extended objects is common in the debate on the ontology of boundaries. But this assumption involves serious problems. It is not clear, for example, to which of two adjacent extended objects the common boundary belongs as a part. Moreover, considerable difficulties arise in describing fissions and contact events. In the present dissertation the thesis that boundaries are parts is examined systematically. The author develops a classification of the different strategies that can be chosen for solving the problems mentioned above. This classification enables the comparison and the evaluation of different ontologies of boundaries. The developed systematical framework is then applied to the influential theories of Bernard Bolzano and Francisco Suárez and to some important contributions to the modern debate. Finally, the author presents, as a new proposal, an ontology of boundaries which stresses the relational character of boundaries and which does not fall prey to the aforementioned problems.