Titelaufnahme

Titel
Kontaktzone Kyrenaika / von Yvonne Gönster
VerfasserGönster, Yvonne
Begutachter / BegutachterinKistler, Erich ; Ulf, Christoph
Betreuer / BetreuerinKistler, Erich
Erschienen2015
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2015
Datum der AbgabeSeptember 2015
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Kyrenaika / Libyen / Kulturkontakte / Kulturtransfer / griechische Antike / griechische Kolonisation
Schlagwörter (GND)Cyrenaika / Kultur / Geschichte Anfänge -200 / Cyrenaika / Geschichtsschreibung / Sozialarchäologie / Kulturkontakt / Kulturvermittlung / Cyrenaika / Archäologische Stätte
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Zusammenfassung (Deutsch)

ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. beginnende Prozess der sogenannten „Griechischen Kolonisation“ im Mittelmeerraum wirft auch heute noch viele Fragen auf und liefert Stoff für Diskussionen in den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen. Als ein wichtiger Bestandteil dieses Diskurses gilt die Untersuchung der Formen und Mechanismen der Kulturkontakte sowie des Kulturtransfers zwischen differenten Bevölkerungsgruppen.

Viele Fragen bezüglich der Kulturkontakte in der Kyrenaika (im nördlichen Teil des heutigen Libyens) wurden in der bisherigen Forschung entweder nicht gestellt oder blieben unbeantwortet, sodass eine weitere Untersuchung der Kontaktzone Kyrenaika von Nöten ist: Einerseits fehlt die Grundlagenforschung zu vielen Lebenswelt-Bereichen der kyrenaischen Bevölkerungsgruppen. Andererseits weist der Großteil der bislang zu diesem Thema erschienenen Literatur einen aus heutiger Sicht stark kolonialistisch geprägten Tenor auf, bei dem vor allem imperialistisches Gedankengut auf die antiken Verhältnisse oktroyiert wurde. Dabei wurde ein asymmetrisches Machtverhältnis angenommen, bei dem „die Griechen“ der lokalen Bevölkerung „kulturell überlegen“ gewesen sein sollen.

Innerhalb des Dissertationsprojektes werden daher jüngere und aktuell debattierte Kulturkontaktmodelle auf ihre Anwendbarkeit innerhalb des Untersuchungsgebietes überprüft und gegebenenfalls modifiziert. Individuen und Objekte werden „in Bewegung“ analysiert, um einen umfassenden Überblick über dort stattgefundene Kulturkontakte zu gewinnen. Die Dissertation „Kontaktzone Kyrenaika“ ist somit eine paradigmatische Fallstudie zu den lokalen Antworten auf die griechische Kolonisationsbewegung und ihren Folgen. Spezifische exemplarische (Be-)Funde werden herausgegriffen und aus einer sozialarchäologischen, soziologischen, ethnologischen und geschichtswissenschaftlichen Perspektive heraus interpretiert, um Aussagen über den Kulturtransfer im Hinblick auf Objekte und Konzepte zu erlangen sowie eine dichte Beschreibung von den Lebenswelten und Relationen zwischen den Akteuren zu gewinnen.