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Title
Optimierte Behandlung und Verwertung von biogenen Reststoffen / Irene Schneider
AuthorSchneider, Irene
CensorBockreis, Anke ; Widmann, Renatus
Thesis advisorBockreis, Anke
Published2015
Description158 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
Institutional NoteInnsbruck, Univ., Diss., 2015
Annotation
Zsfassung in dt. Sprache
Date of SubmissionAugust 2015
LanguageGerman
Bibl. ReferenceOeBB
Document typeDissertation (PhD)
Keywords (DE)Bioabfall / biogene Reststoffe / Ressource / Abfallwirtschaft / Lagerung / Hygiene / Kreislaufwirtschaft / Wertstoffrückgewinnung / Milchsäure / alternative Erfassung und Sammlung / Sekundärrohstoff / Umwelttechnik / Klimaschutz / Umweltschutz / Recycling / Vergärung / Biogas / organischer Abfall / Kaskadennutzung
Keywords (EN)biowaste / organic waste / waste treatment / fermentation / storge / lactic acid / recycling / resources / cascading use / biogas
Keywords (GND)Siedlungsabfall / Organischer Abfall / Abfallbehandlung / Kreislaufwirtschaft
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Abstract (German)

Die Behandlung und Verwertung biogener Abfälle ist vor allem in Österreich und Deutschland sehr gut entwickelt und auf einem hohen technischen Niveau. In zahlreichen europäischen Ländern und auch weltweit wird jedoch noch ein Großteil der gesamten Siedlungsabfälle wild abgelagert oder nur unter Anwendung einfacher Technologien behandelt. Daher setzt sich die Europäische Kommission neben den Klimaschutzzielen EU 2020 u.a. auch für eine nachhaltige und effiziente Ressourcennutzung und Schonung ein. Eine Möglichkeit für die effiziente Ressourcennutzung stellt die abfall- und standortspezifische Behandlung und Verwertung von Abfällen dar. Abfälle müssen zukünftig verstärkt als Ressource und Rohstoffquelle genutzt werden, wodurch sie u.a. auch einen wesentlichen Beitrag zur Schließung von Stoff- und Energiekreisläufen leisten.

Die vorliegende Arbeit stellt daher zwei Wege dar, Abfälle und im speziellen biogene Reststoffe optimal zu behandeln und zu verwerten. Es wurden die Möglichkeiten und Risiken einer dezentralen, also am Entstehungsort befindlichen Aufbereitung und Lagerung von Küchen- und Kantinenabfällen untersucht. Ein Schwerpunkt dabei lag dabei auf der Ermittlung des Einfluss der Lagerung auf das Substrat. Statistisch signifikante Unterschiede in Abhängigkeit von der Lagerungstemperatur und Dauer konnten nicht festgestellt werden. Die Lagerung biogener Abfälle über bis zu 28 Tagen übt keinen negativen Einfluss aus das Substrat und dessen Energiegehalt aus.

Ein weiterer Weg in Richtung einer gesteigerten Ressourcennutzung stellt die zusätzliche Gewinnung von Sekundärrohstoffen aus Abfällen dar. Bereits während der Lagerung von Bioabfällen, wie beispielsweise in der Tonne vor der Haustür, entsteht Milchsäure. Milchsäure ist eine bedeutende Plattformchemikalie und wird in zahlreichen Industriebereichen eingesetzt. Durch eine gezielte Vorbehandlung und Aufbereitung von biogenen Reststoffen wurde im Labormaßstab untersucht, inwieweit eine gezielte Ausschleusung von Milchsäure aus dem Abfall möglich ist. Um den Einflusses der Vorbehandlung und Milchsäureausschleusung auf die Vergärung zu bestimmen, wurde das Biogaspotential bestimmt. Der Vergleich der Verwertung mit und ohne Vorbehandlung der Abfälle zeigte mit der bisherigen Aufbereitungstechnik einen geringen Verlust der erzeugten elektrischen Leistung, welche jedoch mit einer angepassten Aufbereitung minimiert werden können. Zusammenfassend betrachtet kommt es jedoch vielmehr zu einer Verschiebung des Stoff- und Energiepotentials der Bioabfälle hin in den Pfad der zusätzlichen Wertstoff(rück)-gewinnung.

Die vorliegende Arbeit hat gezeigt, dass eine angepasste und optimierte Behandlung und Verwertung biogener Reststoffe einen wichtigen Beitrag zur Ressourcen- und Kreislaufwirtschaft sowie einer bedarfsgerechten und nachhaltigen Energiebereitstellung liefern kann.