Titelaufnahme

Titel
Una Riscoperta della "Teoria dell' Imputazione” : La dottrina penale di Joachim Hruschka
VerfasserOrlandi, Marianna
Betreuer / BetreuerinRonco, Mauro
Erschienen2015
UmfangThe criminal doctrine of Joachim Hruschka
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2015
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheItalienisch
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Zurechnung / Notstand / Hruschka / Zurechnungstheorie
Schlagwörter (EN)Imputation / theory of imputation / Hruschka / Necessity / Duress
Zugriffsbeschränkung
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das primäre Ziel dieser Doktorarbeit ist aufgrund umfassender Studien der wissenschaftlichen Arbeiten von Joachim Hruschka, seine persönliche und in vieler Hinsicht originelle strafrechtliche Doktrin aufzuzeigen. Weiter gilt es, Regeln und Dynamiken der traditionellen „Beurteilung der Zurechnung“ zu erläutern, da diese direkten Einfluss auf die praktische Umsetzung des Rechts hat. Letzteres verfolgt dabei zwei Ziele: erstens, die rechtschaffende Funktion des „positiven Juristen“ zu enthüllen und zweitens die Untersuchung der „Zurechnungstheorie“ und ihre geschichtliche Entwicklung. Dadurch soll erneutes und aufmerksames Interesse an dem alten Gedanken geweckt werden, der heute noch für die tiefgründige Verwurzelung des „Ermessens“ in der erfahrenen Wirklichkeit des Menschen steht.

Die verschiedenen Themen werden durch die genannte Originalität des Gedankens von Professor Hruschka verbunden. Der Gedanke des zeitgenössischen deutschen Strafrechtlers beruht darauf, dass er seine juristischen Argumentationen und wissenschaftliche Ansichten auf eine leibhaftige, von ihm erarbeitete, „Zurechnungstheorie“ gestellt hat und nicht auf das „positiv gegebene“. Seine Lehre basiert weitgehend auf Gedanken von Philosophen, die der Naturrechtsphilosophie angehören. Sie ist das Gerüst, um das Hruschka das gesamte System des Strafrechts aufbaut. Sie repräsentiert das Hilfsmittel, das es ihm ermöglicht, Fehler oder innere Stimmigkeit von spezifischen normativen Vorschriften, gewissen Ausrichtungen der Rechtsprechung und allgemeinen strafrechtlichen Doktrinen aufzuzeigen.

Das Werk teilt sich in einen theoretischen und einen praktischen, anwendungsbezogenen Teil. Der erste Teil wird im ersten, zweiten und dritten Kapitel ausgeführt. Darin werden einleitend die Gründe für das Interesse an der Studie der „Zurechnungstheorie“ angeführt (Kap. I), im darauf folgenden widmet sich die Autorin einer ausführlichen Analyse der philosophischen und rechtlichen Lehre, die als Fundament der hruschkischen „Zurechnungstheorie“ dienen, um sich dann erweiternd mit der Struktur des von demselben erarbeiteten „Zurechnungsurteil“ zu beschäftigen (Kap. III). Im zweiten, vorwiegend praktischen Teil des Werkes, wird von der Autorin dargelegt, wie Hruschka zu der Lösung typisierter „hard-cases“ des Strafrechts kommt, gerade durch die Anwendung der „Zurechnungstheorie“ und der von ihm benannten „logisch analytischen“ Methode. Hier werden den Ergebnissen der Untersuchungen des deutschen Strafrechtlers und seiner Schlussfolgerungen die italienische Doktrin und Rechtsprechung gegenübergestellt, zwecks Überprüfung der eventuellen Konformität oder, um gegebenfalls angebrachte Änderungen der einen oder anderen daraus abzuleiten (Kap. IV). Im letzten Kapitel werden kritische Punkte der Lehre von Hruschka im Rahmen einer epistemologischen Vertiefung seiner Theorien untersucht (Kap. V).

Zusammenfassung (Englisch)

The main objective of the thesis is to present, based on an extensive study of the scientific work of Joachim Hruschka, the personal and largely extravagant criminal doctrine of this German legal scholar. Furthermore, an equally central focus of the work is to uncover the dynamics of “imputation” (or the so called “ascription”), in light of the direct impact it exercises on the process of application of the law. The second remark is double oriented. On the one hand, it aims at signaling the “creative” dimension implied in each act of supposedly “neutral” application of the norms. On the other, the study of the theory of imputation, as well as that of its historical development, wishes to serve as a stimulus for further and deeper interests. Indeed, notwithstanding its ancient origins, the theory of imputation is still able to reveal how each human judgment remains unavoidably grounded on the reality of human experience.

The different themes are strictly interconnected. The above-mentioned extravagance of Hruschkas reflections, in fact, is due precisely to the fact that the bases of his legal reasoning and doctrines are not to be identified in enacted and positive norms, but consist in logic principles and, above all, in his “Zurechnungstheorie”: a theory of imputation that he himself shaped and developed. This theory, which largely inherits the thought of natural-law moral philosophers, is the skeleton around which Hruschka re-builds the whole system of criminal law. It is the instrument he uses to prove the fallacy, or the intrinsic reasonableness, of specific laws, of particular jurisprudential opinions, of more general criminal doctrines.

This work is structured into two sections: one theoretical and one practical. The first section is developed in the first three chapters. A brief introduction illustrates the reasons that make a study on imputation still relevant (chapter 1). The second chapter describes and analyses in depth the philosophical and juridical reflections, which were ground for the development of Hruschkas theory of ascription. Finally, an exhaustive and deep description of the structure of this Zurechnungstheorie is offered in chapter 3. In the second part of the research project, the Author shows how Hruschka uses his personal theory of imputation in order to solve some of the most typical hard cases of criminal law, while adopting a mostly original method, which he himself defines “logic-analytic”, of looking at the legal system and at its institutes. In these pages, along with the conclusions reached by the German scholar, and with the reasoning behind them, the Author presents the conclusions and the reasoning formulated, on the same topics, by Italian jurisprudence and by some of its legal experts. This comparative analysis aims at verifying conformities and, where it seems appropriate, at suggesting opportune modifications to either the conclusion reached or the reasoning employed (chapter 4). The . losing chapter underlies some inconsistencies of the doctrine developed by Joachim Hruschka, promoting further studies on the epistemic character of its theses (chapter 5).