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Titelaufnahme

Titel
Bleib doch 548 Tage : ein Haus für obdachlose Frauen und Kinder / Marisa Huber
Weitere Titel
Bleib doch fünfhundertachtundvierzig Tage
VerfasserHuber, Marisa
Betreuer / BetreuerinDe Martino, Stefano
Erschienen2015
Umfang381 S. : überw. Ill., Kt.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Master-Arb., 2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Obdachlosigkeit / obdachlos
Schlagwörter (EN)homelessness / homeless
Schlagwörter (GND)Innsbruck / Obdachlosenasyl / Frau / Kind / Architektur / Projekt
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-2174 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Bleib doch 548 Tage [34.15 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Mich beschäftigte die aktuelle Lage von Obdachlosen in Innsbruck und ich stieß in meiner Recherche und nach Gesprächen mit Streetworkern von Innsbruck auf die sogenannte „verdeckte Obdachlosigkeit“ bei Frauen. Im Gegensatz zu Männern, sind sie kaum auf offener Straße sichtbar, obwohl jeder weiß, dass es sie gibt. Daraufhin kam ich mit dem Verein DOWAS für Frauen ins Gespräch und erkannte deren Probleme und sah die langen Wartelisten für Frauen und Kinder. Für diese Frauen, Kinder und die Mitarbeiterinnen des Vereins entwarf ich eine neue Beratungsstelle, einen großen Gemeinschaftsbereich und private Schlafräume in Innsbruck. Die Klientinnen lernen am meisten, wenn sie in einer Wohngemeinschaft mit anderen Frauen und Kindern zusammenleben. Ich erfragte die momentanen Bewohnerinnen der 12-er Wohngemeinschaft und die Mitarbeiterinnen des Vereins nach Ihren Problemen und Wünschen im Zusammenleben und in den jetzigen Räumlichkeiten. Sie dokumentierten Ihre Tagesabläufe und die Mitarbeiterinnen schilderten mir das WG Leben aus Ihrer direkten Sicht. So konnte ich in meinem neuen Entwurf gezielt auf die Bedürfnisse eingehen. Die Beratungsstelle und der Gemeinschaftsbereich wurden mit einem öffentlichen Veranstaltungsraum, einem kleinen Café und einer Kleidersammelstelle gekoppelt. Dadurch verlieren die Bewohnerinnen nicht den Kontakt zur Öffentlichkeit und andersrum können Leute von außen den Verein und das Wohnprojekt kennenlernen. Die Bewohnerinnen haben nun je nach Verlangen, die Möglichkeit, verschiedene Gemeinschaftsräume, wie dem „Leisen Raum“ oder dem „Lauten Raum“ zu nutzen. Im Grundriss wird zwischen einer „Harten Zone“ und einer „Weichen Zone“ unterschieden. Die Weiche Zone kann sich nach den Bedürfnissen der Bewohnerinnen oder der Veranstaltungsgröße ausdehnen. Die Harte Zone beinhaltet besonders lärm- und blickgeschützte Räume, wie beispielsweise dem Leisen Raum und den Beratungszimmern. Im Gebäude hat man immer wieder einen Durchblick ins Grüne. Der großzügige Grünbereich und ein verbindender Holzsteg, ermöglichen den Kindern ein geschütztes Spielfeld und fördern Begegnungen und Kommunikation. Mit meinem Entwurf möchte ich den Frauen und Kindern Möglichkeiten und Freiheiten geben, die sie in Ihrem bisherigen Leben noch wenig erfahren durften.