Titelaufnahme

Titel
Christus in Beijing? : auf dem Weg zu einem inkarnierten Christus in China / eingereicht von Zhanbo Wang
VerfasserWang, Zhanbo
Betreuer / BetreuerinNiewiadomski, Józef Niewiadomski
Erschienen2015
UmfangXV, 429 Bl.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2015
Datum der AbgabeMai 2015
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)China / Christus / Christologie, / einheimische Christologie, / Das Dasein Gottes / Inkarnation / Inkurturation
Schlagwörter (GND)China / Christentum / Inkulturation / Inkarnation <Motiv>
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Zusammenfassung (Deutsch)

Abstrakt

China ist eine eigene Welt mit verschiedenen Kulturen und Denkströmungen. Das Christentum wurde dreimal in China eingeführt (die nestorianische Kirche vom siebten bis zum neunten Jahrhundert; Nestorianer und Franziskanermission im 13. Jahrhundert und Jesuiten-, Franziskaner- und Dominikanermission ab dem 16. Jahrhundert). Die christlichen Kirchengemeinden in China existierten jeweils relativ kurze Zeit. Jedes Mal versuchten die Missionare mit unterschiedlichem Erfolg - mit den Gemeinden eine Art von inkarnierter Christologie aufzubauen. Das Spektrum reichte von der Suche nach eigenständigen Begrifflichkeit bis hin zu dem berühmten Ritenstreit. Die Geschichte zeigt eines: Es ist sehr schwierig eine inkulturierte Christologie im Reich der Mitte aufzubauen. Trotzdem sind diese Versuche, das dabei erfahrene Scheitern, aber auch Erfolge ein wertvolles Erbe für die Kirche. Auch die neuere Geschichte des Christentums in China ist voll von Widersprüchen, wie dies beispielsweise der „Taiping Aufstand“ zeigt. Die Dissertation geht den einzelnen Inkulturationsschritten nach und versucht das Erbe des Christentums zu rekonstruieren. Sie will auf die ganz konkrete Herausforderung des heutigen Beijing, das ja für China steht, reagieren. Deswegen werden auch im vorletzten Teil die theologischen Ansätze von chinesischen Theologinnen und Theologen sowohl aus Taiwan als auch Festlandchina nachgezeichnet. Die Arbeit „Christus in Beijing?“ präsentiert ganz konkrete Situationen im gegenwärtigen Beijing und begreift diese als eine Art von „Bühne für Christus“. Im letzten Kapitel der Dissertation wird diese Bühne belebt: ich knüpfe an die Ansätze aus der Geschichte und Gegenwart an und mache konkrete Vorschläge, was eine inkulturierte Christologie auf jeden Fall beachten muss. So stellt diese Arbeit gewissermaßen ein Prolegomena dar für eine tiefer gehende Reflexion des in China heimisch gewordenen Christentums. Bei all den historischen und systematischen Reflexionen leitet mich das Interesse, Christus einen entsprechenden Platz in der Kultur Chinas zu geben.