Titelaufnahme

Titel
Der Zugang zum Recht im Lichte des Art 6 EMRK und des Art 47 GRC : eine Untersuchung ausgewählter Problemfelder der Zivilgerichtsbarkeit / vorgelegt von Claudia Drexel
Weitere Titel
Access to Justice in the Light of Article 6 ECHR and Article 47 CFR : an Examination of Selected Problem Areas of the Austrian Civil Procedure Law
VerfasserDrexel, Claudia
Begutachter / BegutachterinnenKahl, Arno
Betreuer / BetreuerinnenKahl, Arno
Erschienen2015
UmfangXII, 296 Bl.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2015
Datum der AbgabeApril 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Zugang zum Recht / Art 6 EMRK / Art 47 GRC / Zivilgerichtsbarkeit / Kosten / Verfahrenshilfe / Anleitungspflichten / Verfahrensdauer
Schlagwörter (EN)access to justice / Article 6 ECHR / Article 47 CFR / civil jurisdiction / costs of civil litigation / legal aid / duration of prodeedings / access to justice - Article 6 ECHR - Article 47 CFR - civil jurisdiction - costs of civil litigation - legal aid - duration of prodeedings
Schlagwörter (GND) Europäische Menschenrechtskonvention <1950 November 4> / Grundrecht / Zivilgerichtsbarkeit / Faires Verfahren / Prozessökonomie / Verfahrenshilfe
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Zusammenfassung (Deutsch)

Gegenstand der vorliegenden Abhandlung ist das in Art 6 EMRK und Art 47 GRC verbriefte Grundrecht auf einen praktisch wirksamen Zugang zum Recht. Im Zentrum steht dabei die Untersuchung, ob die gesetzlichen Vorschriften über die Zivilgerichtsbarkeit den grundrechtlichen Erfordernissen genügen. Zunächst werden Bedeutung und Gehalt dieser Grundrechte unter Erörterung der einschlägigen Rechtsprechung und Lehrmeinungen dargelegt. Daran anschließend werden ausgewählte Problemfelder der zivilprozessualen Rechtsdurchsetzung näher untersucht. Zur Abgrenzung der Problemfelder wird unterschieden zwischen finanziellen und juristischen Hindernissen, die es für die Rechtsschutzsuchenden auf dem Weg zur Durchsetzung ihrer Rechte zu überwinden gilt. Bei Ersteren liegt der Fokus auf der Kostenbelastung der Parteien (durch Gerichtsgebühren und Anwaltskosten) sowie auf dem Rechtsinstitut der Verfahrenshilfe, welches eine Verringerung der Prozesskostenbelastung finanzschwacher Parteien bewirken soll. Dabei wird untersucht, ob die derzeitige Kostenbelastung zu einer maßgeblichen Erschwernis bzw sogar zu einer Verhinderung des Zugangs zum Recht führen kann. Ferner wird die Frage gestellt, ob die Verfahrenshilfe den ihr zugedachten Zweck tatsächlich zu erfüllen vermag. Hinsichtlich der juristischen Hindernisse, namentlich der stetig steigenden Komplexität des geltenden Rechts, sieht die Rechtsordnung einerseits vielfältige Anleitungs- und Belehrungspflichten zugunsten unvertretener Parteien vor, andererseits auch weitreichende und kostenaufwendige Anwaltspflichten. Diese Regelungen werden im Hinblick auf mögliche Erleichterungen des Zugangs zum Recht erörtert. Schließlich wird mit einer Darlegung des Erfordernisses der angemessenen Verfahrensdauer und der zur Durchsetzung dieses Grundrechts zur Verfügung stehenden Rechtsbehelfe der Tatsache Rechnung getragen, dass auch das zeitliche Element wesentlich ist für eine effektive Rechtsdurchsetzung.

Zusammenfassung (Englisch)

The purpose of this study is to examine whether the Austrian law of civil procedure complies with the fundamental right to an effective access to justice as secured by Article 6 ECHR and Article 47 CFR. In doing so, first of all, meaning and content of these fundamental rights are discussed with regard to jurisdiction and scientific consensus. Subsequently, selected problem areas of civil procedure law are investigated more closely. These problem areas can be distinguished into financial and legal obstacles to be overcome by the parties. For the former, especially the costs of civil litigation (whether by court or lawyers fees) as well as the institution of legal aid, which should result in lower process costs for financially weak parties, are of relevance. Therefore it is examined whether the current cost burden significantly complicates or even inhibits the access to justice. Furthermore, the question is asked whether legal aid can actually fulfill its intended purpose. Regarding the legal obstacles, including the increasing complexity of the law, the legal system provides on the one hand various obligations of instruction in favor of parties without legal representative. On the other hand, extensive and onerous lawyers duties exist. These rules are discussed in terms of possible facilitation of the access to justice. Finally, the requirement of a reasonable time and the available remedies for the enforcement of this fundamental right are taken into account. This accommodates the fact that the temporal element is essential for effective law enforcement.

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