Titelaufnahme

Titel
Der grundrechtliche Schutz von Leben, Würde und Gesundheit des Menschen in der österreichischen Bundesverfassung / eingereicht von Silvia Mayr
VerfasserMayr, Silvia
Begutachter / BegutachterinGamper, Anna
Betreuer / BetreuerinGamper, Anna
Erschienen2015
UmfangVIII, 188 Bl.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2015
Datum der AbgabeMärz 2015
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)grundrechtlicher / Schutz / Bundesverfassung / Rechtslage / Entwicklung / Menschenrechte / verfassungsrechtliche / Schutzgüter / Leben / Würde / Gesundheit / Judikatur / EGMR / Fallbeispiele / Schutzbereiche / evolutiv / Rechtsprechung / Judikatur / Charta / Schutz / Richtungsweisend / Entscheidung / Verfassungsgerichtshof / Judikaturlinie / Grundrechtsschutz / zusammengefasst / Verhältnis / Gesetzgeber / Rechtsfortbildung / künftig / Grundrechtsschutz / Ausweitung / Schutzbereiche / Anpassung / Normen
Schlagwörter (EN)fundamental rights / protection / human life / dignity / health / Austrian Federal Constitution / current legal situation / historical development / human rights / case law / European Court of Human Rights / protection / Convention / evolutionary case law / Charter of Fundamental Rights of the European Union / landmark decision / Constitutional Court / a new kind of case law / realm of fundamental-rights protection. / relationship / democratically / legitimized legislator / further development / supreme courts / future / adequate protection / extension / extents of protection / result / evolutionary jurisdiction / adjustment / positive legal norms
Schlagwörter (GND)Europäische Union <Charta der Grundrechte> / Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte / Grundrechtsschutz / Menschenwürde / Rechtsprechung
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit soll der grundrechtliche Schutz von Leben, Würde und Gesundheit des Menschen durch die österreichische Bundesverfassung dargestellt werden. Das Schwergewicht liegt auf der aktuellen Rechtslage.

Das Eingangskapitel widmet sich einem auf das Thema bezogenen Abriss der historischen Entwicklung der Grund-und Menschenrechte und den ideen- und verfassungsgeschichtlichen Eckpunkten des Begriffs der Menschenwürde. Dessen Vereinnahmung durch so gut wie alle Religionen, aber auch durch mannigfaltige Wissenschaftsgebiete, beispielsweise Medizin, macht es erforderlich, den Fokus auf die Philosophiegeschichte und Rechtswissenschaft zu begrenzen.

Im Anschluss daran wird in den Kapiteln III. bis V. dargestellt, welche verfassungsrechtlichen Bestimmungen die Schutzgüter Leben, Würde und Gesundheit des Menschen schützen.

In diesem Zusammenhang ist besonderes Augenmerk auf die Judikatur des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu richten und anhand ausgewählter Fallbeispiele der Frage nachzugehen, inwieweit die Schutzbereiche der Art 2, 3 und 8 EMRK durch die evolutive Rspr des EGMR ausgeweitet wurden. Die Auseinandersetzung mit dieser Judikatur bedingt aber auch ein Eingehen auf deren Möglichkeiten und Grenzen.

Ergänzt werden diese Kapitel durch die Grundrechte-Charta der Europäischen Union, die seit 01.12.2009 rechtverbindlich ist und eigene Rechtsgrundlagen zum Schutz des Lebens, der Würde und der Gesundheit bereitstellt.

Gegenstand von Kapitel VI. ist die richtungsweisende Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs zur Anwendbarkeit der Grundrechtecharta und die sich daraus eröffnenden Möglichkeit einer neuen Judikaturlinie im Bereich des Grundrechtsschutzes.

Im letzten Kapitel wird zusammengefasst dargestellt, wie die Schutzgüter Leben, Würde und Gesundheit des Menschen derzeit durch die österreichische Bundesverfassung und durch die Grundrechte-Charta der Europäischen Union geschützt sind.

Die Schlussbemerkungen widmen sich dem Verhältnis zwischen dem demokratisch legitimierten Gesetzgeber einerseits und der Rechtsfortbildung durch Höchstgerichte andererseits. Dabei stellt sich die Frage, ob künftig ein adäquater Grundrechtsschutz allein durch (weitere) Ausweitung der Schutzbereiche als Folge einer evolutiven Rechtsprechung gewährleistet werden kann oder ob eine Anpassung der positivrechtlichen Normen unumgänglich sein wird.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper is to set out the fundamental-rights protection of human life, dignity and health ensured by the Austrian Federal Constitution. The emphasis is on the current legal situation.

The first chapter is devoted to a subject-related account of the historical development of fundamental and human rights and of the cornerstones in terms of constitutional history and of the history of ideas of human dignity. Yet its appropriation by almost all religions, but also by various scientific fields such as medicine makes it necessary to limit the focus to the history of philosophy and law.

The following Chapters III. through V. outline which constitutional-law provisions protect human life, dignity and health as assets worthy of protection.

In this context, particular attention should be paid to the case law of the European Court of Human Rights, and selected examples are to be used to investigate the degree to which the extents of protection under Articles 2, 3 and 8 of the Convention have been extended by the evolutionary case law of the ECtHR. A discussion of this case law, however, also requires that its possibilities and limitations are addressed in-depth.

These chapters are supplemented by the Charter of Fundamental Rights of the European Union, which has been legally binding since Dec 1, 2009, and provides designated legal bases for the protection of life, dignity and health.

The sixth chapter deals with the landmark decision of the Constitutional Court on the applicability of the Charter and with the resulting possibility of a new kind of case law in the realm of fundamental-rights protection.

The final chapter provides a summary of the extent of protection of human life, dignity and health as assets worthy of protection currently ensured by the Austrian Federal Constitution and by the Charter of Fundamental Rights of the European Union. The concluding remarks deal with the relationship between the democratically legitimized legislator on the one hand and the further development of the law by supreme courts on the other hand. This raises the question of whether, in the future, an adequate protection of fundamental rights can be ensured solely by (further) extension of the extents of protection as a result of an evolutionary jurisdiction or whether an adjustment of positive legal norms will be inevitable.