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Titelaufnahme

Titel
"Oft sind es nicht die großen Dinge, die kaputtmachen" : Angehörige über ihre Pflege- und Lebensbedingungen ; eine salutogenetische Erhebung / Martina Glatz Grugger
VerfasserGlatz-Grugger, Martina
Begutachter / BegutachterinJuen, Barbara ; Kroath, Franz
GutachterJuen, Barbara ; Kroath, Franz
Erschienen2015
Umfang186 S. : 1 DVD+R RW ; graph. Darst.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2015
Datum der AbgabeMärz 2015
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Pflegende / Angehörige / Salutogenese / Prävention / Stressbewertungsprozess / GroundedTheory
Schlagwörter (EN)Caregivers / relatives / Salutogenesis / Prophylaxis / Copingprocess / GroundedTheory
Schlagwörter (GND)Hauspflege / Angehöriger / Psychische Belastung / Stressbewältigung / Kohärenz <Psychologie> / Salutogenese
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-2255 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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"Oft sind es nicht die großen Dinge, die kaputtmachen" [2.48 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Wie schaffen es pflegende bzw. betreuende Angehörige, trotz erschwerter Lebensbedingungen einen funktionierenden Alltag, soziale Netzwerke und ein erfülltes Leben zu erreichen bzw. zu erhalten? Auf der Basis von Antonovskys Salutogenese richtet sich der Fokus nicht nur auf deren Kohärenzgefühl, Wohlbefinden und Gesundheit, sondern vor allem auf die Dynamik des konkreten Stressbewertungsprozesses. Antonovskys Prozessmodell wurde dazu um Außeneinflüsse und Handlungselemente erweitert, Korrelations- und Regressionsberechnungen mit der Grounded Theory in einem eigens entwickelten Fragebogen kombiniert und an Angehörige im Großraum Telfs/ Tirol/ Österreich verteilt. Die Befragten empfehlen anderen Pflegenden, auf die eigenen Möglichkeiten und Grenzen zu achten, mit Bedacht und Reflexion an Pflegeaufgaben heranzugehen, rechtzeitig und ausreichend Unterstützung zu organisieren sowie die Öffentlichkeit nicht zu scheuen. Als wesentliche Faktoren für den Umgang mit den Anforderungen der Pflege- bzw. Betreuungssituation nennen sie persönlichen Freiraum, zeitliche Befristung der Pflege, externe Unterstützung und Akzeptanz. Zudem ergeben sich aufschlussreiche Verbindungen zwischen individuellem Kohärenzgefühl und Bewertungs- und Mobilisierungsabschnitten des Stressbewertungsprozesses. Diese Bereiche bieten sich als Schwerpunkte für Beratung, Maßnahmen und Programme einer salutogenetischen Prävention an. Methodisch liegt die Bedeutung dieser Arbeit in der empirischen Umsetzung des salutogenetischen Prozessmodells, auch wenn ihre Befunde zweifellos in größerem Ausmaß zu überprüfen sind.

Zusammenfassung (Englisch)

How do informal caregivers manage to create and maintain a functioning everyday life, social networks and to live a full life despite their aggravated conditions? Antonovsky`s Salutogenesis was used to research not only the sense of coherence, the health and wellbeing of caring relatives, but also their coping process and especially the dynamics between these factors. Correlations and regression statistics as well as Grounded Theory were combined to design a questionnaire distributed to informal caregivers near the Tyrolean capital Innsbruck/ Austria. The results show the negative impact of missing time limits for caring duties, lacking personal freedom and negative appraisal of the care situation on the informal caregiver`s psychic condition. Urgent need for change is noted regarding information flow, support and social acceptance for handicapped and chronically ill people, their families and not least their caregivers. Remarkable findings demonstrate the connection between the individual sense of coherence and both the appraisal phase and the phase of mobilising resources to cope with care giving. These elements of the coping process prove to be significant starting points for salutogenetic prophylaxis to avoid future health, wellbeing and financial issues for lay caregivers.