Titelaufnahme

Titel
Die Stellung der Übertragung in der Psychoanalyse Jacques Lacans / eingereicht von Gabriel Mages
VerfasserMages, Gabriel
Begutachter / BegutachterinSeifert, Edith ; Walter, Hans Jörg
Betreuer / BetreuerinSeifert, Edith
Erschienen2015
Umfang332 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2015
Datum der AbgabeMärz 2015
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Übertragung / Subjekt / Lacan / Psychoanalyse
Schlagwörter (EN)Transference / Subject / Lacan / Psychoanalysis
Schlagwörter (GND)Lacan, Jacques / Psychoanalyse / Übertragung <Psychologie>
Zugriffsbeschränkung
 Das Dokument ist ausschließlich in gedruckter Form in der Bibliothek vorhanden.
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Dissertation ist die Untersuchung der Stellung der Übertragung innerhalb des Lacanschen Theoriegebäudes. Die Freudsche Psychoanalyse und die Interpretationen jener, die sich seiner Theorie verpflichtet fühlen, werden dabei insofern berücksichtigt, als Lacan um eine Weiterentwicklung im Sinne einer „Rückkehr zu Freud“ bemüht ist. Irreführende Sichtweisen werden im Zuge dessen als „Sackgassen“ identifiziert.

Laut Lacan findet Übertragung statt, sobald ein Subjekt existiert, dem Wissen unterstellt wird. Aus Sicht der Klientin / des Klienten ist die Therapeutin / der Therapeut im Besitz des agalma, der letztgültigen Antwort auf die Frage nach der Sinnhaftigkeit der eigenen Existenz. Als Folge davon unternimmt die Klientin / der Klient alles, um dieses agalma zu gewinnen.

Durch eine adäquate Theorie und die Erfahrung der Lehranalyse muss es der Therapeutin / dem Therapeuten gelingen, sich strukturell so zu positionieren, dass die Identifikation der Klientin / des Klienten mit dem Ichideal der Therapeutin / des Therapeuten abgewehrt und stattdessen der Abstand zum Objekt a gewahrt wird.

Insofern der Signifikant das Subjekt für einen anderen Signifikanten repräsentiert, verläuft die intersubjektive Beziehung stets über den großen Anderen. Doch der Signifikant des Mangels im Anderen S(A/ ) fehlt. Das heißt, auch dem Anderen eignet das Objekt a ebenfalls nur als Mangel.

Da das Begehren des Menschen das Begehren des Anderen ist, kann die Therapeutin / der Therapeut der Klientin / dem Klienten ermöglichen, sich zu separieren, insofern ihr/sein Begehren ein durch die Erfahrung der Lehranalyse gewandeltes ist. Die Auflösung der Übertragung besteht sodann in der Durchquerung des Fundamentalphantasmas.

Zusammenfassung (Englisch)

It is the aim of this dissertation to examine the position of the transference within the psychoanalytical theory of Jacques Lacan. Freuds psychoanalytical theory and those of his followers are taken into consideration in so far as Lacan is interested in the development of Freuds theory in the sense of a „return to Freud“. Misleading points of view will be identified as „blind alleys“.

Following Lacans definition, transference takes place from the moment a subject exists which is supposed to have knowledge. From the viewpoint of the client the therapist possesses the agalma, the final answer to the meaning of one‘s own existence. As a consequence of this the client attempts everything (s)he can, to obtain this agalma.

It is the therapist‘s challenge to position herself/himself on the basis of an elaborate theory and the experience of her/his own training analysis, in a way that structurally guarantees that the identification of the client with the ego ideal of the therapist cannot take place and the distance to the object a will be kept.

As far as the signifier represents the subject for another signifier the intersubjective relation will always be established through the big Other. But the signifier of the lack in the Other S(A/ ) is missing. That means the Other possesses the object a only as something lacking.

Because of the fact that the desire of a human being is the desire of the Other the therapist can make it possible for the client to separate herself/himself in so far as her/his desire is one that has changed through the experience of her/his own training analysis. The resolution of the transference then exists in the traversing of the fundamental fantasy.