Titelaufnahme

Titel
Wege zu Risiko Governance : Kommunikationsstrukturen in der Gefahrenzonenplanung am Beispiel der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol / Steffen Link
Weitere Titel
Towards risk governance
VerfasserLink, Steffen
Begutachter / BegutachterinRenn, Ortwin ; Glade, Thomas
Betreuer / BetreuerinStötter, Johann
Erschienen2015
Umfanggetr. Zählung : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2015
Anmerkung
Text teilw. in dt. und teilw. in engl. Sprache
Anmerkung
Enth. u.a. 4 Veröff. d. Verf. aus den Jahren 2010 - 2014 . - Zsfassung in dt. und in engl. Sprache
Datum der AbgabeJanuar 2015
SpracheMehrsprachig
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Risiko Governance / Gefahrenzonenplanung / Kommunikation / Risikokommunikation / Risiko / Risikomanagement / Naturgefahren / Alpen
Schlagwörter (EN)Risk Governance / Hazard zone planning / Communication / Risk communication / Risk / Risk management / Natural Hazards / Alps
Schlagwörter (GND)Naturgefahr / Governance / Risikomanagement
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Zusammenfassung (Deutsch)

Risiken aus alpinen Naturgefahren beschreiben Mensch-Umwelt Systeme die ständigem Wandel unterliegen. Diese Arbeit fokussiert sich auf den Wandel des gesellschaftlichen Umgangs mit Risiken aus alpinen Naturgefahren. Derzeit gewinnen Kommunikation und Partizipation in öffentlichen Belangen im Zuge gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen zunehmend an Bedeutung. Im Lichte dessen gilt es den gesellschaftlichen Umgang mit Risiken aus alpinen Naturgefahren nachhaltig mitzugestalten. Im Alpenraum ist die historische Entwicklung des Umgangs mit Risiken aus alpinen Naturgefahren seit ca. 1850 gekennzeichnet durch drei aufeinander aufbauende Paradigmen. Das Paradigma „Schutz vor Naturgefahren“ war in etwa hundert Jahre lang prägend wirksam. Es wurde in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts durch „Gefahrenmanagement“ abgelöst. Gegenwärtig bestimmt „Risikomanagement“ die Praxis des Umgangs mit Risiken aus alpinen Naturgefahren. „Risiko Governance“ steht derzeit als zukünftiges Paradigma in Diskussion. Kommunikation und Beteiligung stellen zentrale Elemente von allgemeinen Risiko Governance Konzepten dar. In dieser Arbeit wird die Tauglichkeit allgemeiner Risiko Governance Konzepte auf den Kontext von Risiken aus alpinen Naturgefahren evaluiert. Am Beispiel der Gefahrenzonenplanung in Südtirol werden Kommunikationsstrukturen auf interner und externer Ebene analysiert und hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit bewertet. Empirische Untersuchungen mittels qualitativer und quantitativer Methoden bieten die Grundlage dazu. Risiko Governance wird hier als zukunftsweisendes Konzept gewertet, das auch auf den Umgang mit Risiken aus alpinen Naturgefahren angewendet werden kann. Bestehende Kommunikations- und Verwaltungsstrukturen gilt es hierzu jedoch grundlegend zu hinterfragen und anzupassen. Für Südtirol werden Vorschläge sowohl zur unmittelbaren Verbesserung der Kommunikation in der Gefahrenzonenplanung wie auch zu tiefgreifenden organisationstrukturellen Anpassungen hin zu Risiko Governance formuliert. Vier englische Fachartikel bilden den inhaltlichen Kern dieser Arbeit. Ein deutscher Begleittext stellt diese in Zusammenhang und fasst die Ergebnisse zusammen, um den Transfer der Ergebnisse in die Praxis zu erleichtern.

Zusammenfassung (Englisch)

Risks from alpine hazards represent human-environmental systems that are subject to constant change. This contribution focusses on change processes in the societal handling of mountain risks. In the course of recent social developments communication and participation in public issues are gaining importance. Accordingly, the handling of mountain risks must be shaped in a sustainable manner. Approximately from 1850 onwards, the historical development of the dealing with mountain risks in the Alps can be characterized by three paradigms that build upon each other. “Hazard protection” served as a paradigm for approximately 100 years. It was succeeded by the paradigm of “hazard management” in the second half of the 20th century. Currently, the paradigm of “risk management” is widely applied and it shapes the societal handling of mountain risks. Meanwhile, “Risk governance” is discussed as a future paradigm. Communication and participation are central elements in general risk governance frameworks. Here, the suitability of general risk governance frameworks to the specific context of mountain risks is evaluated. Hazard zone planning in South Tyrol serves as a case study therefore. The current communication structures on internal and external level are analysed and assed concerning their appropriateness to risk governance concepts. This is based on quantitative and qualitative empirical studies. Here, risk Governance is evaluated as a future-orientated concept that is also applicable to mountain risks. For the application of risk governance in a mountain risk context, existing administrative and communication structures have to be scrutinized and fundamentally adapted. For South Tyrol, improvements are proposed on two levels: direct improvements of communication in hazard zone planning, as well as fundamental adaptations of the organisation structures towards the application of risk governance. The core of the content of this contribution is made of four English articles. In order to ease the transfer of results to German speaking practitioners a German text interconnects and summarises the articles.

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