Titelaufnahme

Titel
Seilbahngondeln statt Förderkörbe : zur Kulturanalyse des Protests gegen den Bergbau in der Tourismusregion Kitzbühel (1970) / von Margret Haider
VerfasserHaider, Margret
Begutachter / BegutachterinSchneider, Ingo ; Heimerdinger, Timo
Betreuer / BetreuerinSchneider, Ingo
Erschienen2014
UmfangIV, 333 Bl. : Ill.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2014
Datum der AbgabeNovember 2014
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Bergbau / Tourismus / Protest / Tirol / Europäische Ethnologie (Volkskunde) / Kulturanalyse
Schlagwörter (EN)Mining / Tourismus / Protest / Tyrol / European Ethnology (Folklore) / Cultural Analysis
Schlagwörter (GND)Kitzbühel <Region> / Bergwerk / Wiederaufnahme / Protest / Kulturanalyse / Geschichte 1970 / Kitzbühel <Region> / Bergbau / Tourismus / Protest / Kulturanalyse / Geschichte 1970
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Dissertation setzt sich aus volkskundlich-kulturwissenschaftlicher Sicht mit den Konflikten um die geplante Wiederaufnahme eines Bergwerks bei Kitzbühel (Tirol) auseinander. Ende der 1960er-Jahre nahmen die „Kupferbergbau Mitterberg GesmbH“ und der südafrikanische Bergbaukonzern „Union Corporation“ Prospektionsarbeiten im Revier Röhrerbühel auf. In historischen Bergbauphasen (15391774/1843) und bei späteren Wiederaufnahmen (18511867, 19081916, 19501955) war die Lagerstätte nur teilweise abgebaut worden. Nun sollte sie mit frischem Kapital und moderner Technik zugänglich gemacht werden. Schon 1970 wurde der Plan aber aufgegeben. V.a. unter TouristikerInnen hatte sich heftiger Widerstand geregt. Sie gründeten den „Verein zum Schutze der Landschaft und der heimischen Wirtschaft“ und machten gegen den Bergbau mobil. Sie warnten vor einer Störung des Landschaftsbildes, Geschäftseinbußen für den Tourismus und der Ansiedlung afrikanischer „Fremdarbeiter“ in Tirol. Auf der Basis von Archivrecherchen, Interviews und Feldforschungen beschreibt die Arbeit die Verhaltensstile der BergbaugegnerInnen und ihrer wenigen AntagonistInnen und analysiert sie auf drei Ebenen: 1.) Ziele und Interessen; 2.) Handlungspraxis; 3.) Bedeutungsgehalte.

Zusammenfassung (Englisch)

From an ethnological point of view, the dissertation examines the conflicts about the planned resumption of a mine near Kitzbühel (Tyrol). At the end oft he 1960s, the Austrian „Kupferbergbau Mitterberg GesmbH“ and the South African „Union Corporation“ started prospecting for copper ores in the Röhrerbühel mining area. During earlier mining periods (18511867, 19081916, 19501955) and later efforts to put the mine back into operation (18511867, 19081916, 19501955), the resources were only partially exploited. Now they should be made available with fresh capital and modern technologies. But already in 1970, the plan was abandoned. Particularly among tourism professionals there was a virulent opposition. They founded a citizens action group („Verein zum Schutze der Landschaft und der heimischen Wirtschaft“) and warned of a disrupted landscape and a consequently declining tourism as well as of the settlement of South African Miners in the Tyrol. The thesis describes the behavioral styles of the opponents and very few proponents of the mine on the basis of archival studies, interviews and fieldwork materials. The analysis moves on three levels: 1.) objectives and interests; 2.) practices and techniques of protest; 3.) senses and meanings.