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Titelaufnahme

Titel
Geodätische Reanalyse der jährlichen Massenbilanzen (2001 -2011) am Kesselwandferner / Ötztaler Alpen / Österreich)
VerfasserGlatz, Ingomar
Betreuer / BetreuerinnenSailer, Rudolf
Erschienen2018
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Masterarb., 2018
Datum der AbgabeNovember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Gletschermassenbilanz / Kesselwandferner / Reanalyse / geodätische Massenbilanz
Schlagwörter (EN)glacier mass balance / Kesselwandferner / reanalysis / geodetic mass balance
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-29211 Persistent Identifier (URN)
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Geodätische Reanalyse der jährlichen Massenbilanzen (2001 -2011) am Kesselwandferner [2.31 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Gletschermassenbilanzen dienen als Indikator für klimatische Veränderungen und helfen ferner, den Abfluss von Gletschern sowie deren Beitrag zum Meeresspiegelanstieg zu beur-teilen. Außergewöhnliche meteorologische Bedingungen können jedoch dazu führen, dass Analysen von Massenbilanzen, mithilfe üblicher glaziologischer Beobachtungsnetze, inadä-quate Ergebnisse liefern. Die hier durchgeführte Reanalyse am Kesselwandferner / Ötztaler Alpen / Österreich anhand von hochauflösenden ALS- Daten zeigt im Beobachtungszeit-raum von 20012011, dass die jährlichen glaziologisch erhobenen Massenbilanzen mittels geodätischer Methode zuverlässig reproduziert werden können. Unter Berücksichtigung von systematischen und stochastischen Unsicherheiten ist beim Vergleich der Methoden kein signifikanter Unterschied in der Massenänderung über den gesamten Untersuchungszeitraum zu beobachten. In den Massenbilanzjahren 2002/03 (glaziologische minus geodätische Mas-senbilanz = 0,543 m w.e.), 2006/07 (-0,628 m w.e.) und 2008/09 (-0,386 m w.e.) lassen sich jedoch signifikante Unterschiede erkennen. Diese Ergebnisse zeigen, dass im Zuge der klimatischen Veränderungen ein multimethodischer Ansatz zur Erhebung von Gletscher-massenbilanzen zu verfolgen ist. Die geodätische Datenerhebung eignet sich dabei als Vali-dierungs- bzw. Kalibrierungsinstrument für die glaziologische Methode, um die Datenquali-tät zu verbessern und die Unsicherheiten besser abschätzen zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

Glacier mass balances serve as an indicator of climatic changes and further help to judge the runoff of glaciers as well as help understanding the rise of sea levels. When only using es-tablished glaciological observation networks for mass analysis of a glacier, extraordinarily metrological conditions can lead to inadequate results. For the time span of 20012011, a reanalysis of the Kesselwandferner in the Ötztal Alps / Austria using high-resolution ALS data showed a proper reproduction of the glaciological mass balance results using the geo-detic method. For the whole observation period, no significant difference in mass change was found considering both systematic and stochastic uncertainties. However, for the mass balances of 2002/03 (glaciological minus geodetic mass balance = 0,543 m w.e.), 2006/07 (-0,628 m w.e.) and 2008/09 (-0,386 m w.e.), significant differences became visible. This results indicate that facing climatic changes, a multi-method approach for the elicitation of glacier mass balances is needed. The geodetic method proved to be an instrument to validate respectively calibrate the data gained through the glaciological method. Overall, using both methods lead to an increase in data quality and a better estimation of uncertainties.

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