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Titelaufnahme

Titel
Hedonistic Decubator : den Raum mit Sterben füllen
Weitere Titel
Hedonistic Decubator
VerfasserKröll, Michael
Begutachter / BegutachterinnenKröll, Michael
Betreuer / BetreuerinnenFlora, Andreas
Erschienen2018
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Masterarb., 2018
Datum der AbgabeOktober 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Architektur / Gebäudelehre / Gebäudetypologie / neue Typologie / Sterbemaschine / Suizidmaschine / öffentlich / Vergänglichkeit / Euthanasie / Dignitas / Blaue Oase / Utopia / Transhumanismus / Hedonismus / selbstbestimmtes Sterben / Kratinos / Hippokrates / Platon / Epikur / Seneca / Christianisierung / Ars Moriendi / Francis Bacon / Euthanasia Exterior / Charles Darwin / Ernst Haeckel / Francis Galton / Adolf Jost / Deutscher Monistenbund / Binding Hoche / Meltzer / Dr. Millard / NS-Euthanasie / Jan Hendrik / Peter Singer / Praktische Ethik / Niederlande / Belgien / Luxemburg / Schweiz / Oregon / Death with Dignity Act / Michio Kaku / Die Physik der Zukunft / Genom / Gentherapie / Telomere / Cyborg / Sterbebegleitung / Cicely Saunders / Palliativ / Total Pain / St. Christopher's Hospice / Hospiz / Lebensendeklinik / Levenseindekliniek / Exit / Dignitas / Blaue Oase / Death on Prescription / Jack Self / Dying with Dignitas / Julijonas Urbonas / Euthanasia Coaster / Homo Machina / New York / New York City / Manhattan / Midtown Manhattan / Herald Square / Gimbel Square / Empire State Building / One Penn Plaza / Macy's / Manhattan Mall / Konsumstadt / Kapitalismus / Shoppingmeile / Lethal Performance / Eternal Gaze / Perpetual Path / Euphoric Sendoff / Individual Farewell / Performance Kunst / Suizid / Suizidierung / Möbius / Decubator / Dekubator / atrium / Visualisierung / Grundriss / Schnitt / Ansicht
Schlagwörter (EN)architecture / typology / new typology / death machine / suicide machine / public / euthanasia / Dignitas / Blaue Oase / Utopia / transhumanism / hedonism / self-determined death / Kratinos / Hippokrates / Platon / Epikur / Seneca / Christianisation / Ars Moriendi / Francis Bacon / Euthanasia Exterior / Charles Darwin / Ernst Haeckel / Francis Galton / Adolf Jost / Deutscher Monistenbund / Binding Hoche / Meltzer / Dr. Millard / NS-Euthanasia / Jan Hendrik / Peter Singer / Practical Ethics / Netherlands / Belgium / Luxembourg / Oregeon / Death with Dignity Act / Michio Kaku / Physics of the Future / genome / gene therapy / telomere / cyborg / terminal care / Cicely Saunders / palliative care / total Pain / St. Christopher's Hospice / hospice / Levenseindekliniek / Exit / Dignitas / Blaue Oase / Death on Prescription / Jack Self / Dying with Dignitas / Julijonas Urbonas / Euthanasia Coaster / Homo Machina / New York / New York City / Manhattan / Midtown Manhattan / Herald Square / Gimbel Square / Lethal Performance / Eternal Gaze / Perpetual Path / Euphoric Sendoff / Individual Farewll / Empire State Building / One Penn Plaza / Macy's / Manhattan Mall / consumer city / capitalism / once in a lifeteime shopping experience / Lethal Performance / Eternal Gaze / Perpetual Path / Euphoric Sendoff / Individual Farewell / performance art / suicide / Möbius / Decubator / atrium / rendering / floor plan / section / view
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-28066 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Masterarbeit ‚Hedonistic Decubator: den Raum mit Sterben füllen‘ befasst sich mit der Ökonomie eines zeitgemäßen Todes und dem daraus resultierenden Phänomen eines selbst wählbaren Sterbezeitpunkts. Der Fokus wird auf die in diesem Zusammenhang stehende räumliche Artikulation gelegt. Die ‚Blaue Oase‘, ein Haus für Freitodbegleitung im Industriegebiet von Pfäffikon in der Nähe von Zürich, stellt als eine neue Bautypologie den Ausgangspunkt für die vorliegende Arbeit dar. In Anlehnung an den Artikel ‚Dying with Dignitas‘ von Jack Self (Architectural Review, 2016) soll überlegt werden, wie, aber vor allem an welchem Ort und in welchen Räumlichkeiten Sterben in Zukunft in angemessener Form stattfinden könnte.

Um das Phänomen des Sterben-Wollens verstehen zu können, wird ein Blick in die Vergangenheit geworfen. Die geschichtliche Analyse der Entwicklungen von der Antike bis zur Gegenwart zeigt, dass es einen Trend hin zu einer steigenden Akzeptanz für selbstbestimmtes Sterben gibt. Darüber hinaus prognostiziert Michio Kaku in seinem Buch „Die Physik der Zukunft: unser Leben in 100 Jahren“ (Kaku, 2012) verschiedene technische und medizinische Fortschritte, die den menschlichen Körper so weit optimieren könnten, dass eine Unsterblichkeit theoretisch möglich wäre. Dies könnte zur Folge haben, dass ein selbstbestimmtes Sterben in absehbarer Zukunft zu einer Notwendigkeit werden würde.

Das Sterben nicht nur Abschluss, sondern auch Teil des Lebens wird in diesem Zukunftsszenario zu einem Konsumgut. Der Hedonistic Decubator wird als neues Shoppingerlebnis in den Manhattan-Raster entlang der Shoppingmeile zwischen Empire State Building und One Penn Plaza eingefügt und Teil der kommerziellen Landschaft von New York City.

Für den Hedonistic Decubator werden fünf verschiedene Sterbearten entwickelt, die sich mit dem Konzept der Unendlichkeit auseinandersetzen, den menschlichen Körper als fragile Struktur thematisieren oder aber auch eine Inszenierung des eigenen Ablebens ermöglichen. Diese fünf ‚Decubatoren‘ nisten sich in einer vertikal gestapelten Struktur ein und produzieren so beinahe rücksichtlose, jedoch saubere und klare Einschnitte, welche die in diesen Maschinenteilen stattfindenden Sterbevorgänge widerspiegeln. Zu diesen geschichteten Funktionen zählen die Verwaltung, Wohnzellen für Sterbewillige, Räumlichkeiten zur Vorbereitungen auf das Sterben, dienende Räume für die Verarbeitung des Leichnams sowie öffentliche Ebenen, welche die Bevölkerung Manhattans dazu einladen, in einen Dialog mit dem neuen Sterben zu treten.

Zusammenfassung (Englisch)

The masters thesis ‚Hedonistic Decubator: Spaces Filled with Death deals with the contemporary economics of dying and new phenomena that arise along the lines of these developments, such as the possibility of deciding the time of ones own death. The main focus lies on the spatial manifestations of prearranged deaths. For instance, within the industrial park of Pfäffikon, a small town near Zürich, the ‘Blaue Oase can be found, where assisted suicide is practiced. This entirely new type of architecture serves as the starting point for this paper. Drawing on Jack Selfs article ‘Dying with Dignitas (Architectural Review, 2016), this thesis sets out to answer how and more importantly where the premises to accommodate these new forms of dying can be found.

In order to understand the wish to determine the circumstances of ones own death a few historical instances are referenced. This analysis indicates that over the course of time the acceptance of this wish increased steadily. Moreover, Michio Kaku predicts in his book ‘Physics of the Future: How Science Will Shape Human Destiny and Our Daily Lives by the Year 2100 (2011) that in the near future, owing to several medical and scientific innovations, the human body can be improved in such a way that immortality is, at least theoretically, possible. Thus, to actively determine ones own death could soon become a general necessity.

Extrapolating from this future scenario, dying as it is not only the end of life, but an integral part of it as well could evolve into a proper consumer good for which the Hedonistic Decubator offers a new shopping experience: It is situated, alongside other shops, between the Empire State Building and One Penn Plaza in New York City; Thus, death becomes a veritable part of the commercial landscape in Manhattan.

In total, five different kinds of dying were designed for the Hedonistic Decubator, which either engage with the idea of infinity, address the precarious and fragile nature of the human body or offer the possibility of having a ceremony to accompany ones death. These five Decubators are placed within a framework of vertically stacked floors and thereby produce almost inconsiderate, yet clean and clear cuts, which ought to reflect the deaths taking place inside these machines. Those layered functions comprise floors for administration and management; living spaces for those willing to die; rooms where they can prepare for their death; underground floors where corpses are processed; and lastly public areas, where the community of Manhattan can familiarize itself with these new forms of dying.

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