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Titelaufnahme

Titel
Traumafolgen für Betreuungspersonen des Vorarlberger Kinderdorfs nach sexuellen Übergriffen innerhalb der Einrichtung : eine qualitative Interviewstudie / eingereicht von: Theresa Sommer, B.Sc.
VerfasserSommer, Theresa
Betreuer / BetreuerinnenJuen, Barbara
ErschienenInnsbruck, September 2018
Umfang7 ungezählte Blätter, 103 Blätter : Diagramme
HochschulschriftUniversität Innsbruck, Masterarbeit, 2018
Datum der AbgabeSeptember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Sekundärtraumatisierung / posttraumatisches Wachstum / Betreuungspersonen / Kinderschutzeinrichtung / sexuelle Gewalt
Schlagwörter (EN)VPTG / VT / carer / child welfare institution / sexual assault
Schlagwörter (GND)Vorarlberger Kinderdorf / Sexueller Missbrauch / Sekundäre Traumatisierung / Mitarbeiter / Bewältigung
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-27018 Persistent Identifier (URN)
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Traumafolgen für Betreuungspersonen des Vorarlberger Kinderdorfs nach sexuellen Übergriffen innerhalb der Einrichtung [1.37 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Forschungsarbeit beschäftigt sich mit den Folgen für Mitarbeiter*innen einer Kinderschutzeinrichtung zwei Jahre nach der Aufdeckung sexueller Übergriffe innerhalb der Institution. Eingangs wurde eine quantitative Untersuchung mit allen Mitarbeiter*innen des Vorarlberger Kinderdorfs durchgeführt. Danach wurden zehn narrative Interviews mit einzelnen Personen geführt und mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Es konnte gezeigt werden, dass die Aufdeckung als traumatische Situation eingestuft und posttraumatisches Wachstum als (Bewältigungs-)Ergebnis angesehen werden kann. Dabei spielen subjektive Ereignisfaktoren, Faktoren, die eine Belastung aufrechterhalten, gesundheitsfördernde Faktoren und posttraumatische Prozesse eine Rolle bei der Aufarbeitung. Ein besonders wichtiger Aspekt ist die Entwicklung der Akzeptanz, dass es als Betreuungsperson in der täglichen Arbeit mit Kindern niemals möglich ist, sexuelle Übergriffe zu verhindern. Narrative Interviews scheinen für dieses sensible und weitreichende Thema nicht optimal zu sein, da die Interviewpersonen viele Möglichkeiten zum Abschweifen und Ablenken vom eigentlichen Themas hatten. Die Ergebnisse können aufgrund der kleinen Stichprobe nicht auf andere Populationen übertragen werden. Die vorliegende Arbeit trägt zur allgemeinen Forschung zu übertragenem posttraumatischem Wachstum bei. Es werden praktische Ansätze zur erfolgreichen Bewältigung von indirekt erfahrenen traumatischen Situationen für Individuen und Institutionen gegeben.

Zusammenfassung (Englisch)

The following study examines how the sexual assault of minors in a child welfare institution by one of their peers has affected the care takers. Firstly, secondary traumatization and resilience was examined through questionnaires. Additionally, ten narrative interviews were conducted and analyzed through qualitative content analysis (Mayring). The findings suggest that the discovery of the sexual assault might be a traumatic experience which resulted in posttraumatic growth (PTG). As a result, the following factors are relevant elements of the coping process and are based on Maercker (2013): individual event factors, factors which hold up pressure, health-promoting factors and post-traumatic processes. An important aspect of the present thesis is the development of acceptance towards the fact, that sexual assault in institutions is not preventable by care givers. The participants had troubles focusing on their own personal reactions, therefore, a different type of research method might have provided a more straight forward outcome. The findings of this study cannot be transferred to other populations due to the small reference group. The present study contributes to the general research of transmitted PTG. In the following thesis, practical implications for individuals and institutions on how to cope successfully with traumatic situations like the one examined, are presented.

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