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Titelaufnahme

Titel
Nähe- und Distanzerfahrungen in der Schule : wie und als was zeigen sie sich in den Vingetten der Innsbrucker Vignettenforschung / eingereicht von: Susanne Maierhofer
Weitere Titel
Proximity and distance experiences in school
VerfasserMaierhofer, Susanne
Betreuer / BetreuerinnenSchwarz, Johanna
ErschienenInnsbruck, 2018
Umfang105 Blätter
HochschulschriftUniversität Innsbruck, Diplomarbeit, 2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Nähe / Distanz / Schule / Pädagogik / Vignetten
Schlagwörter (EN)Proximity / Distance / School / Vignettes
Schlagwörter (GND)Schulklasse / Unterricht / Nähe / Distanz
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-26613 Persistent Identifier (URN)
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Nähe- und Distanzerfahrungen in der Schule [0.68 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Lehrberuf ist eine anspruchsvolle Profession: muss doch eine Lehrperson über eine Vielzahl an Kompetenzen verfügen, wenn sie sich den täglichen beruflichen Anforderungen stellt. Reine Fachkompetenz in den jeweiligen Unterrichtsfächern reicht längst nicht aus, um diesen komplexen Anforderungen zu genügen, da Lern- und Bildungsprozesse nicht monokausal über reine Sachbezüge verlaufen. Demnach müssen Menschen in diesem Berufsfeld zahlreiche, unterschiedliche Aufgaben und Herausforderungen bewältigen. Nur eine dieser Herausforderungen ist die richtige Balance zwischen Nähe und Distanz im Unterricht.

Diese Diplomarbeit beleuchtet diese beiden Phänomene im Schulkontext und stellt dar, auf welche Weise sie sich in der Schule artikulieren. Bestimmte Unterrichtssequenzen, die die Innsbrucker Vignettenforschung darlegt, werden hervorgehoben und im Lichte dieser Forschungsfrage gedeutet. Vorangehend werden die verschiedenen Ebenen von Nähe und Distanz ausgearbeitet. Um diese darauffolgend im Schulkontext charakterisieren zu können, erfolgt zunächst eine etymologische Einordnung dieses Begriffspaares. Im Anschluss werden deren Implikationen auch in anderen Lebens- und Gesellschaftsbereichen dargestellt. Der Fokus der Betrachtung kehrt allerdings in Folge immer wieder zum pädagogischen Kontext zurück und analysiert die paradoxe Struktur dieses Begriffspaares im Schulkontext.

In diesem Zusammenhang wird auch der Wandel des Spannungsverhältnisses zwischen Nähe und Distanz im schulischen Umfeld deutlich. Das Bildungswesen wie es sich heute in Österreich darstellt, hat sich in den letzten Jahren vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen und Neubestimmungen in der Lebenswelt stark verändert. Diese Veränderungen gehen mit einem Wandel des Lehrberufs und der Rolle der Lehrpersonen sowie der Autorität von Lehrenden einher. Neue Unterrichtformen haben sich entwickelt, differenziertes und individualisiertes Lernen steht zunehmend im Fokus. Diese Aspekte haben deutlichen Einfluss auf die Nähe- und Distanz-Dynamik in der Schule. Ziel dieser Arbeit ist demnach ebenfalls, den Wandel dieser beiden Phänomene im Schulkontext zu hinterfragen und die den neuen Tendenzen und Entwicklungen zugrunde liegenden Gesichtspunkte zu analysieren. Die hohe Bedeutung der Balance zwischen Nähe und Distanz als Grundlage des professionellen Handelns im Lehrberuf zeigt sich in der anschließenden Betrachtung. Nicht immer ist es einer Lehrperson allerdings möglich, eine Ausgeglichenheit dieses Spannungsfeldes zu erlangen und diese Herausforderung zu bewältigen, Störungen der Balance sind die Folge. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Arbeit ist es daher, die aus den Störungen resultierenden Fehlformen von Nähe und Distanz im schulischen Umfeld, welche auch in den ausgesuchten Vignetten der Innsbrucker Vignettenforschung ersichtlich sind, zu veranschaulichen und Möglichkeiten zur Vermeidung solcher Fehlformen aufzuzeigen.

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