Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
SchülerInnen- und LehrerInnenfragen im Mathematikunterricht : Herausforderungen und Möglichkeiten / von Philipp Kätzler
Weitere Titel
Students and teachers questioning in mathetmatics lessons: challenges and possibilities
VerfasserKätzler, Philipp
Betreuer / BetreuerinnenStampfer, Florian
ErschienenInnsbruck, Juli 2018
Umfangx, 192 Seiten : Diagramme
HochschulschriftUniversität Innsbruck, Diplomarbeit, 2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Lehrerfragen / Lehrerinnenfragen / Fragen / Unterricht / Mathematik / Mathematikunterricht / Schülerinnenfragen / Schülerfragen / Möglichkeiten / Herausforderungen / Hemmungen / IBL / Forschungsorientierters Lernen / selbstständigkeitsorientiert / schülerzentriert / schülerinnenzentriert
Schlagwörter (EN)teachers questioning / questions / school / mathematic / mathematic class / students questioning / possibilities / challenges / impairment / IBL / inquiry based learning / autonomy orientated / student focused
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-26595 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
SchülerInnen- und LehrerInnenfragen im Mathematikunterricht [1.12 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Diplomarbeit versucht die bisherige Forschung um eine selbstständigkeitsorientierte Sicht sowohl auf Lehrerinnen- und Lehrerfragen als auch Schülerinnen- und Schülerfragen zu erweitern. Bei der Beschäftigung mit der vorhandenen Literatur wurde klar, dass von Seiten der Lehrpersonen Fragen oft recht wahllos und in viel zu großer Anzahl eingesetzt werden. In der Forschung überwiegt die Konzentration auf das kognitive Niveau, zu welchem mit den Kategorien verification, focusing und inquiry Fragen eine Alternative vorgestellt werden konnten. Zur Verbesserung der Qualität des Frageverhaltens sind mehrere Aspekte ausgemacht worden, wobei eine Reduktion auf wesentliche, wichtige Fragen und vor allem eine bewusstere Handhabung z. B. in Bezug auf die Wartezeit, welche bewiesenermaßen besonders vielversprechend ist, hervorgehoben werden sollen. Die Schülerinnen- und Schülerfragen, welche bisher in der Forschung vernachlässigt wurden, sind auch im Schulalltag dementsprechend behandelt worden. Geringe Anzahl sowie zahlreiche Probleme bzw. negative Einflüsse bestimmen den Inhalt der Literatur. Auch zu den Fragen dieser Seite fehlt eine selbstständigkeitsorientierte Herangehensweise, weshalb die, eigentlich nicht auf Fragen bezogene, Idee der „Mathematically Significant Opportunities to Build on Students Thinking“ (kurz MOST)vorgestellt wurde.

Auf Basis dieser Erkenntnisse wurde eine Studie aufgebaut, welche sowohl die Lehrerinnen- und Lehrer- als auch Schülerinnen- und Schülerseite untersucht. Die Fragen Ersterer wurden mithilfe der Trennung in fachliche und nicht fachliche Fragen sowie der Kategorien verification, focusing und inquiry Fragen, welche um die Kategorie der Denkanstoß-Fragen erweitert wurden, bezüglich ihrer Selbstständigkeitsorientierung und der Unterstützung selbstständiger Lernprozesse analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass dies zwischen den Lehrpersonen, wie auch die Anzahl der Fragen stark variiert. Durch einen Fragebogen wurde der präferierte Lehransatz der teilnehmenden Lehrpersonen erhoben und anschließend in Zusammenhang mit den analysierten Fragen gestellt, wobei erkennbar war, dass Frageverhalten und Lehransätze nicht offensichtlich in Verbindung stehen.

Die Fragen der Schülerinnen und Schüler wurden ebenfalls durch ein Kategoriensystem analysiert, wobei sich herausstellte, dass ihre potentielle Bedeutung für den Lehr- und Lernprozess je nach untersuchter Klasse von unterschiedlicher Bedeutung sind. Die anschließende Anwendung eines Erkennungsrasters für MOST zeigte, dass solche Gelegenheiten, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß, eher selten sind, d. h. nicht in jeder Unterrichtsstunde mindestens einmal vorkommen. Auch dies unterscheidet sich jedoch zwischen den einzelnen Klassen stark, wobei prinzipiell alle Klassen „Mathematically Significant Opportunities to Build on Students Thinking“ aufwiesen.

Um mögliche hemmende Aspekte bezüglich der Schülerinnen- und Schülerfragen erkennen zu können, wurden die teilnehmenden Klassen mit einem Fragebogen zu Wort gebeten, wobei sich herausstellte, dass vor allem von Seite der Mitschülerinnen und Mitschüler durch Lachen bzw. Sich-lustig-Machen negativ Einfluss auf das Frageverhalten der Lernenden erfolgt, auch dann, wenn durch den Umgang der Lehrperson mit den Fragen prinzipiell Fragehemmungen durch diese abgebaut werden können.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis endeavours to expand the current research with an autonomy-orientated view on teachers as well as students questioning. When analysing the available literature on this topic, it becomes clear that teachers are using this method inconsiderately and far too often. Current research focuses on the cognitive level; however, the categories verification, focusing and inquiry questions could be presented as an alternative. Many aspects which improve the quality of the questioning habit were found, for which the reduction on crucial questions and a thoughtful use, for example concerning the waiting time, seem very beneficial.

Students questions have been almost neglected in research. Literature mainly focuses on the low numbers, the many problems and negative influences. Even this side of classroom questioning is missing an autonomy-orientated approach, which is why the idea of „Mathematically Significant Opportunities to Build on Students Thinking“ (short MOST), though not specifically defined for questions, was introduced.

A study was designed based on this findings, which examined teachers as much as students questions. The former were primarily seperated into academic and non-academic questions and subsequently grouped into the categories verification, focusing and inquiry questions, to which the category thought-provoking questions (german „Denkanstoß-Fragen“) were added. Following this classification, questions were examined for their autonomy-orientation as much as their support of autonomous learning processes. The examination yielded different results for different teachers, and also the numbers of questions asked varied considerably. The preferred teaching approaches were visualised with a questionnaire and afterwards contextualised with the respective questioning habit. It became evident that there is no obvious connection between the two aforementioned components.

Moreover, students questions were analysed with a classification system, showing that their importance for the teaching and learning process differs between classes. The application of an analysing form for MOST showed that they are even if to a different extent rare, meaning that not every lesson counted the occurrence of at least one oppurtunity. However, even this phenomenon differs considerably between the classes, although generally all of them seemed to exhibit „Mathematically Significant Opportunities to Build on Students Thinking“.

In order to discover potentially impairing aspects for students questions, the participating classes were asked to fill in a questionnaire. The results proved that especially classmates had a negative influence on the questioning habits of the students through laughing and teasing. This was even the case when teachers succeeded to decrease impairment caused by them through positiv reactions on students questioning.

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 18 mal heruntergeladen.