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Titelaufnahme

Titel
Geology at the tip of the Dolomites indenter SW of the Tauern window : geological and hydrogeological investigations in the Penserjoch region / vorgelegt von Paul Aichholzer, BSC
VerfasserAichholzer, Paul
Betreuer / BetreuerinnenPomella, Hannah ; Burger, Ulrich
ErschienenInnsbruck, Juli 2018
Umfang5 unterschiedlich gezählte Blätter, 88 Blätter, 35 nicht gezählte Blätter : Illustrationen, Diagramme, Karten
HochschulschriftUniversität Innsbruck, Masterarbeit, 2018
Datum der AbgabeJuli 2018
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Dolomites Indenter / Periadriatische Störung / Judikarien Störung / Meran-Mauls Störung / Meran-Mauls Basement / Pustertal-Gailtal Störung;
Schlagwörter (EN)Dolomites indenter / Periadriatic fault / Giudicarie fault / Meran-Mauls fault / Meran-Mauls basement / Pusterta-Gailtal fault
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-23398 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Geology at the tip of the Dolomites indenter SW of the Tauern window [14.82 mb]1_Appendix_Quarternary_map [3.48 mb]2_Appendix_Tectonic_map [2.62 mb]3_Appendix_Profiles [0.69 mb]4_Appendix_Thin_sections [5.26 mb]5_Appendix_Coordinates_samples [0.43 mb]6_Appendix_Structural_data [0.97 mb]7_Appendix_Hydro_Stockerbrunn [0.31 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das generell West-Ost streichende Periadriatische Störungssystem (PAS) weist einen markanten Knick im Südwesten des Tauernfensters auf. Die norgerichtete Bewegung des östlichen Teils des Südalpinen Indenters, der Dolomites Indenter, verursachte verbiegen des PAS mit anschliessendem Versatz entlang des Nord-nordost streichenden Judikarien Störungssystems (JKS). Die Spitze des dreieckigen Dolomites Indenter ist von Segmenten des Periadriatische Störungssystems umhüllt: die SW-NO streichende Meran-Mauls Störung (MMS) im Westen und die W-O streichende Pustertal-Gailtal Störung (PGS) im Osten. Im Zuge dieser Arbeit wurde eine detaillierte Kartierung am östlichen Ende der MMS an der Spitze des Indenters durchgeführt. Das Ziel war es die kinematischen Auswirkungen des Indenters im Feld, am Knick zur W-O streichenden PGS zu untersuchen. Des weiteren wurde die Hydrogeologie im Zusammenhang mit den Störungssystemen untersucht. Die Masul Störung kann bis an das Ostende des Meran-Mauls Basement verlängert werde. Dies basiert auf ausbeissen der Schenna Einheit entlang des östlichsten Teils der Meran-Mauls Störung. Die Schenna Einheit konnte anhand der Sillimanit führenden Paragneise und der Pegmatite identifiziert werden. Im Hangenden der Schenna Einheit findet sich eine mylonitsche Scherzone, die als Masulbach-Mylonite an der Basis der Hirzer Einheit identifiziert werden konnte. Die Masul Störung fällt flacher ein als die Meran-Mauls Störung. Aus diesem Grund ist ein ausbeissen der Schenna Einheit nicht möglich, wo die Topographie höher ist als die Verschnittlinie der Störungsebenen. Eine Amphibolit-Gabbro Linse, die in der Tonalitlamelle gefunden wurde, ist nahezu identisch zu einem Amphibolit-Gabbro, der weiter im Südwesten der Meran-Mauls Störung gefunden wurde. Dieser Gabbro weist ein Mittel-Eozän (Barton) Alter (U/Pb) auf (Pomella et al., 2011). Diese Linsen sind mit grösster wahrscheinlichkeit mit den Intrusionen des Adamello Batholiths verwandt. Von allen Periadriatischen Intrusionen weisen nur die Gabbros im Adamello ein ähnliches Alter und eine basaltische Zusammensetzung auf. Die Entwicklung der Meran-Mauls Störung kann anhand von Strukturdaten in drei Phasen rekonstruiert werden: (1)Dextrales scheren entlang eines Segments des ehemalig geraden Periadriatischen Störungssystems. (2)Top-SO aufschieben entlang der rotierten Meran-Mauls Störung duktil als auch spröd. (3)Zerhacken der MMS entlang von NNO streichenden Seitenverschiebungen mit konjugierten Seitenverschiebungen am Knick zur Pustertal-Gailtal Störung. Hydrogeologische Untersuchungen im Arbeitsgebiet führten zur klassizierung von typischen Quellsystemen. Karquellen an nordgerichteten Hängen, schwebende Aquiferquellen in einer Massenbewegung und Quellaustritte an einer lithologischen Aquiclude konnten klassifiziert werden. Ein einfaches hydrogeologisches Modell der Stockerbrunn Quelle ergab ein Einzugsgebiet im Austroalpin im hangenden der Meran-Mauls Störung. Die Tonalitlamelle, die entlang der MMS verläuft, fungiert als Aquitard/Aquiclude und leitet einen Teil des infiltrierten Wassers nach Osten in Richtung Eisacktal ab. Der geklüftete Granodiorit im Liegenden der Meran-Mauls Störung fungiert in diesem Fall als Aquifer.

Zusammenfassung (Englisch)

The generally E-W striking Periadriatic fault system (PAF) shows a distinctive kink at the southwest end of the Tauern window. Northward movement of the eastern sector of the Southalpine indenter, the Dolomites indenter, caused bending, followed by a later dissection of the PAF along the NNE trending Giudicarie fault system (GFS). The tip of the triangular shaped Dolomites indenter is bounded by segments of the PAF: the SW-NE striking Meran-Mauls fault (MMF) in the west and the W-E oriented Pustertal-Gailtal fault (PGF) in the east. In this study the eastern end of the Meran-Mauls fault at the tip of the indenter was mapped in detail. The aim was to investigate the kinematic effects of the indentation process on the surface at the kink to the W-E oriented Pustertal-Gailtal fault. Also the hydrogeology in the context of the fault systems was evaluated. The Masul fault can be extended to the eastern end of the Meran-Mauls basement. This finding is backed by cropping out of the Schenna unit in the hanging wall of the easternmost Meran-Mauls fault. The Schenna unit could be identified based on the sillimanite bearing paragneiss and pegmatites. A mylonitic shear zone in the hanging wall of the Schenna unit could be identified as the Masulbach-Mylonite at the base of the Hirzer unit. Due to the Masul fault dipping at a flatter angle to NW than the Meran-Mauls fault, no outcrop of the Schenna unit is possible where the topography rises above the intersection line of the fault planes. An amphibole gabbro lens found within the Tonalitic lamellae shows a striking affinity to the amphibole gabbro of Mid-Eocene (Bartonian) age (U/Pb) found farther to the SW along the MMF (Pomella et al., 2011). These lenses are most likely related to the Adamello Batholith, the only Periadriatic intrusion that is of similar age, with a basaltic composition. Structural data revealed evidence for a three phase evolution of the Meran-Mauls fault: (1) Strike-slip along a former straight segment of the Periadriatic fault system. (2) Top-SE thrusting along the Meran-Mauls fault in transition from ductile to brittle. (3) Brittle NNE strike-slip offsets along the MMF with conjugated fault sets at the indenter tip in the east. The hydrological evaluation resulted in three different spring types: Cirque springs at north facing slopes, perched aquifer springs within a landslide mass and spring outflows along a lithological aquitard/aquiclude, represented by the Tonalitic lamellae. A simple hydrogeological model of the Stockerbrunn spring revealed the influence of the geological features in the mapping area. The catchment for the spring is situated within the Austroalpine units in the hanging wall of the Tonalitic lamellae to the NW of the Meran-Mauls fault. The lamellae represents an aquitard which channels the water along the footwall of the Meran-Mauls fault toward the Eisacktal valley in the east. The MMF damage zone in the granodiorites acts as conducting aquifer.

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