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Titelaufnahme

Titel
Auswirkungen kurzzeitiger Trennungserfahrungen auf die frühkindliche Regulation und Möglichkeiten bindungsfördernder Maßnahmen / Antonia Isabella Dinzinger
VerfasserDinzinger, Antonia Isabella
Betreuer / BetreuerinnenMedicus, Gerhard
ErschienenInnsbruck, 25.05.2018
Umfang5 ungezählte Blätter, 168 Blätter : Diagramme
HochschulschriftUniversität Innsbruck, Masterarbeit, 2018
Datum der AbgabeMai 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Bindung / Bindungsförderung / Trennungserfahrung / frühkindliche Regulation / Wochenbett
Schlagwörter (EN)attachment / bonding / mother-infant-separation / regulatory disorder / support
Schlagwörter (GND)Mutter / Neugeborenes / Trennung / Affektive Bindung / Frühkindliche Regulationsstörung
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-21288 Persistent Identifier (URN)
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Auswirkungen kurzzeitiger Trennungserfahrungen auf die frühkindliche Regulation und Möglichkeiten bindungsfördernder Maßnahmen [1.57 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Erkenntnisse über die Bedeutung früher Lebenserfahrungen fördern zunehmend das Forschungsinteresse an der frühkindlichen Bindung und deren Einfluss auf das weitere Leben. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen einer kurzzeitigen, postpartalen Trennung auf die frühkindliche Regulationsfähigkeit und untersucht die Möglichkeiten bindungsfördernder Maßnahmen. Im Rahmen qualitativer Leitfadeninterviews wurden sieben Mütter, welche stationär getrennt von ihren Kindern untergebracht waren, bezüglich ihrer Erfahrungen befragt. Dabei wurde insbesondere auf die nachfolgende kindliche Regulationsfähigkeit, trennungsbedingte Belastungsfaktoren und das Unterstützungsangebot während und nach der Trennungssituation eingegangen. Die Interviews und deren Auswertung offenbarten einen hohen Belastungsgrad der Mütter. Alle betroffenen Kinder entwickelten nach der Trennung mehr oder weniger ausgeprägte Defizite in Bezug auf ihre Selbstregulation, wobei sich vor allem im Schlafverhalten Auffälligkeiten zeigten. Die im Rahmen der Interviews erörterten bindungsfördernden Maßnahmen lassen aufgrund der unterstützenden Wirkung ein hohes Präventionspotenzial vermuten. Dadurch konnten Eltern und Kinder bindungsschwächende Erlebnisse besser integrieren und Bindungserfahrungen nachholen.

Eine Überprüfung statistischer Zusammenhänge und Kausalitäten zwischen Trennung und Regulationsproblematik, sowie die Ausarbeitung konkreter Unterstützungsmaßnahmen während und nach einer Trennungssituation sollten Gegenstand künftiger Forschung sein.

Zusammenfassung (Englisch)

Findings concerning the importance of early life experiences are increasingly fostering research into early childhood attachment and its impact on ones later life. The present work addresses the effects of a short-term postpartum separation on the early childhood regulatory capacity and examines possibilities of attachment promoting measures. After having opted for qualitative interviews, seven mothers who were stationed in other wards than their children after birth, were interviewed about their experiences. Close attention was paid to the child's self-regulation, separation-related stress factors and possibilities for support during and after the separation. The analysis of the interviews delineates that the separation caused an emotional strain for the mothers and that all affected children had developed deficits in self-regulation after the separation, especially regarding their sleep behavior. The measures promoting mother-child-bonding discussed in the interviews suggest a high potential for prevention due to the supportive effect. As a result, parents and children could better process attachment debilitating experiences and were thereby enabled to remedy impaired bonding.

A review of statistical correlations and causalities between separation and regulatory problems, as well as the development of concrete support measures during and after a separation should be the subject of future research.

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