Titelaufnahme

Titel
The EU education policy in the post-Lisbon era : a comprehensive approach / vorgelegt von Caroline Ursula Amann
Weitere Titel
The European Union education policy in the post-Lisbon era
VerfasserAmann, Caroline Ursula
GutachterHilpold, Peter ; Weber, Karl
Erschienen2014
Umfang268 Bl.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2014
Datum der AbgabeOktober 2014
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Bildungspolitk / Bildungsrecht / EU / Europa 2020 / Erasmus+ / Makroregionale Strategien / EVTZ Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino
Schlagwörter (EN)education policy / education law / EU / Europe 2020 / Erasmus+ / macro-regional strategies / EGTC European Region Tyrol-South Tyrol-Trentino
Schlagwörter (GND)Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino / Europäische Union <Charta der Grundrechte> / Bildungspolitik / Bottom-up-Prinzip / Spill-over-Effekt / Integration
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die voranschreitende europäische Integration und der daraus resultierende Spillover-Effekt haben auf Politikfelder Auswirkung, in denen der EU ursprünglich keine Kompetenz bzw. eine solche nicht in diesem Umfang zukam. Der Bildungssektor spielt spätestens seit dem Vertrag von Maastricht, der die allgemeine Bildung positivrechtlich verankerte, eine entscheidende Rolle. Immer häufiger Impuls für nationale Reformprozesse, ist Bildung ein Schlüsselelement der Lissabon/Europa 2020 Strategie und trägt entscheidend zum Aufbau einer wissensbasierten Gesellschaft bei. Mit der Förderperiode 2014-2020 wird dieser Entwicklung auch budgetpolitisch Rechnung getragen. Das Erasmus+ Programm vereint die Aktionsprogramme im Bereich allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, wobei dafür fast 15 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Mit dem Inkrafttreten des Reformvertrags von Lissabon haben sich zahlreiche Modifikationen für den Bildungsbereich ergeben. Unter anderem wurde der Sportbereich in die Bildungspolitik integriert. Mit der Inkorporation der europäischen Grundrechtecharta, die rechtsverbindlich wurde, ist das Recht auf Bildung nunmehr primärrechtlich verankert. Auch in der EuGH-Judikatur, welche die unionsrechtlichen Grundlagen auf bildungsbezogene Aspekte prüft und so die Verwirklichung der Freizügigkeit der Unionsbürger garantieren soll, gibt es zahlreiche Neuerungen. Auch oder gerade weil bei der Bildungspolitik das Subsidiaritätsprinzip gilt (die EU darf lediglich unterstützende, koordinierende oder ergänzende Maßnahmen durchführen), kommt es immer häufiger zu Überschneidungen mit anderen Unionspolitiken. So ist die Regionalpolitik Kernelement der Wirtschafts- und Wachstumsstrategie und setzt mithilfe der europäischen Strukturfonds kohäsionspolitische Maßnahmen im Bildungsbereich um. In Zeiten der grenzüberschreitend, transnational und regional ausgerichteten Politik, haben Konzepte wie das der Europa- bzw. der Makroregion durch ihr Prinzip des Bottom-up-Ansatzes auch für die Bildungspolitik Relevanz. Hier wird mit dem EVTZ "Europaregion Tirol-Südtirol- Trentino" sowie mit der Strategie für den Donauraum spezifisch auf österreichische Besonderheiten eingegangen. Mit den aktuellen Entwicklungen im EU-Bildungsbereich werden die Auswirkungen auf den Einzelnen sowie im Mehrebenensystem dargestellt.