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Titelaufnahme

Titel
Das Erleben von Resilienz im Angesicht intimer Partnergewalt : eine qualitative Befragung betroffener Frauen in Österreich und Deutschland / eingereicht von Lena Friderike Strobel
VerfasserStrobel, Lena Friderike
Betreuer / BetreuerinnenExenberger-Vanham, Silvia
ErschienenInnsburck, 14. Mai 2018
UmfangVII, 98 Blätter : Diagramme
HochschulschriftUniversität Innsbruck, Masterarbeit, 2018
Datum der AbgabeMai 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Resilienz / intime Partnergewalt / Beziehungsgewalt / Grounded Theory
Schlagwörter (EN)Resilience / intimate partner violence / IPV / domestic violence / grounded theory
Schlagwörter (GND)Partnerschaft / Gewalt / Frau / Resilienz / Häusliche Gewalt / Frau / Resilienz
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-19045 Persistent Identifier (URN)
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Das Erleben von Resilienz im Angesicht intimer Partnergewalt [1.19 mb]Errata [53.18 kb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Mehrere, vornehmlich angloamerikanische Studien legen nahe, dass Resilienz im Kontext intimer Partnergewalt einen vielschichtigen Prozess darstellt, der von inneren und äußeren Schutzfaktoren beeinflusst wird. Entsprechende Studien aus dem deutschsprachigen Raum sind nicht bekannt. Die vorliegende Arbeit widmet sich der Betrachtung des Resilienzerlebens gewaltbetroffener Frauen in Österreich und Deutschland. Vier Probandinnen, denen es gelungen ist, sich von ihrem gewalttätigen Partner zu lösen, wurden in problemzentrierten Interviews zu ihren individuellen Erfahrungen befragt. Die erhaltenen Daten wurden mittels Grounded Theory ausgewertet. Die Datenanalyse ergab, dass Resilienz angesichts intimer Partnergewalt als ein Prozess erlebt wird, der der Wiedererlangung von Selbstwirksamkeit dient und vier Dimensionen umfasst: Sicherheit & Kontrolle; Verantwortung für Kinder; Auflösung psychischer, physischer & ökonomischer Abhängigkeiten und Selbstwert. Das soziokulturelle Umfeld erwies sich einerseits als Hilfsquelle, andererseits als Hindernis; auch der Einfluss persönlicher bzw. internaler Faktoren wurde deutlich. Möglicherweise kulturbedingte Unterschiede und Gemeinsamkeiten sowie konzeptuelle Aspekte von Resilienz im Kontext intimer Partnergewalt werden diskutiert; praktische Implikationen zur Förderung der Resilienz gewaltbetroffener Frauen werden abgeleitet.

Zusammenfassung (Englisch)

Several studies, mainly from American countries, indicate that resilience in the context of intimate partner violence (IPV) constitutes a complex process, which is influenced by internal as well as external ressources. Similar studies in German speaking countries are not known. The present study investigates the personal experience of resilience by women who were affected by IPV in Austria and Germany. Four women, who successfully left their abusive partner, participated in problem-centered interviews and were asked about their personal experiences with leaving an abusive relationship. The interview data were analyzed using grounded theory. Data analysis revealed that resilience is experienced as a process which serves the regaining of self-efficacy and comprises four dimensions: safety & control; responsibility for children; resolving psychological, physical and economic dependencies and self-worth. The sociocultural environment serves both as a resource and a barrier; also, individual factors have an impact on the resilience process. Potentially culture-bound differ- ences and commonalities as well as conceptual aspects of resilience in the face of IPV are discussed; practical implications for promoting resilience in IPV affected women are derived.

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