Titelaufnahme

Titel
Die "griechische Kolonisation" : ihr Bild in der Antike und der modernen altertumswissenschaftlichen Forschung / Martin Mauersberg
VerfasserMauersberg, Martin
Betreuer / BetreuerinUlf, Christoph
Erschienen2014
UmfangVII, 345 Bl.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2014
Datum der AbgabeOktober 2014
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)griechische Kolonisation / Rezeptionsgeschichte / Geschichte der Altertumswissenschaften / Wissensgeschichte / Kolonisation
Schlagwörter (GND)Griechenland <Altertum> / Kolonisation / Geschichte 1100 v. Chr.-500 v. Chr. / Griechenland <Altertum> / Kolonisation / Rezeption / Altertumswissenschaft / Geschichte 1700-
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Zusammenfassung (Deutsch)

historische Kategorie „große griechische Kolonisation“, also die punktuelle Besiedlung der Mittel- und Schwarzmeerküsten durch Personengruppen aus der Ägäiswelt zwischen der zweiten Hälfte des 8. und dem 6. Jahrhundert v.u.Z., wurde in den letzten Jahrzehnten zunehmend einer Evaluierung unterzogen. Dies betraf insbesondere die anachronistische Anwendung des kolonialen Paradigmas auf ein antikes Phänomen.

Vorliegende Dissertation unternimmt eine Dekonstruktion der dieses Forschungsfeld betreffenden doppelten Konstruktion: Zentrale Elemente des heutigen Wissens sind einerseits die erhaltenen antiken Äußerungen, andererseits ihre Interpretation mittels einer modernen Axiomatik. In einem ersten Schritt erfolgt eine Rekonstruktion der Entwicklung des antiken Diskurses. Der zweite Analyseschritt betrifft eine wissensgeschichtliche Beschreibung der Entwicklung des modernen Wissens seit dem 18. Jahrhundert. Auf diese Weise werden die Bedingungen „ihres“ sowie „unseres“ Wissens nachgezeichnet.

Zusammenfassung (Englisch)

In recent years Classical Studies has undergone to revaluate the reconstructions of “Greek colonization,” i.e. the scattered settlement of the Mediterranean and Black Sea coasts by groups from the Aegean region between the second half of the 8th and the 6th century. A number of scholars expressed their discomfort due to the colonial terminology and the inherent implication of European historians imposing their concepts onto Greek antiquity.

My dissertation aims to deconstruct what I call the ‘doubled codification of “Greek colonization,” as we have to distinguish between two distinct discursive formations that shaped the perceptions of the historical phenomenon in question. First, the development of ancient discourse has to be reconstructed. In the second part of my dissertation I analyze the modern discourse on “Greek colonization,” as it was established by Altertumswissenschaften since the end of the 18th century. By unveiling the fundamental principles of “their”, i.e. the “Greeks”, and “our” perceptions, awareness of the conditions under which knowledge about the phenomenon so far called “Greek colonization” emerged is furthered.