Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Auswirkung eines Klientensuizids auf Helfer im außerstationären sozialpsychiatrischen Arbeitsfeld : Untersuchung zu den Folgen dieses Ereignisses und adäquaten Formen der Unterstützung für betroffene Helfer / eingereicht von: Regina Seibl
VerfasserSeibl, Regina
Begutachter / BegutachterinMeise, Ullrich ; Walter, Hans-Jörg
GutachterWalter, Hans-Jörg
Erschienen2014
Umfanggetr. Zählung
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
Datum der AbgabeOktober 2014
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Suizid / Auswirkungen auf Helfer / Unterstützung / Suizidpostvention
Schlagwörter (EN)Suicide / clinician-survivors / support / suicide postvention
Schlagwörter (GND)Sozialpsychiatrische Einrichtung / Klient / Selbstmord / Helfer / Psychische Belastung / Bewältigung
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-2294 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Auswirkung eines Klientensuizids auf Helfer im außerstationären sozialpsychiatrischen Arbeitsfeld [2.92 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Konfrontation mit suizidalem Verhalten und vollendeten Suiziden ist für Helfer im außerstationären sozialpsychiatrischen Arbeitsfeld keine Seltenheit. Dennoch wurden deren Reaktionen auf diese Ereignisse bisher relativ wenig untersucht. In der vorliegenden Arbeit wurden die Reaktionen von insgesamt neun sozialpsychiatrischen Helfern auf den Suizid eines oder mehrerer Klienten mittels einstündiger qualitativer Leitfadeninterviews erhoben. Dabei standen nicht nur ihre Reaktionen auf den Klientensuizid und dessen Auswirkungen auf ihr weiteres berufliches Verhalten im Blickpunkt, sondern auch die Art der Unterstützung, die ihnen aus ihrem beruflichen Umfeld zuteil wurde und ob sie diese als hilfreich empfunden hatten. Zudem wurde den Fragen nachgegangen, welche Art Unterstützung ihnen möglicherweise gefehlt hatte und ob es ihnen insgesamt gelungen war, den Klientensuizid konstruktiv zu verarbeiten. Die Forschungsergebnisse legen die Schlussfolgerung nahe, dass der Suizid eines oder mehrerer Klienten für sozialpsychiatrische Helfer eine sehr einprägsame und herausfordernde Erfahrung darstellt. Auf Basis ausreichender Unterstützung aus dem beruflichen Umfeld sind sie jedoch meist in der Lage, diese konstruktiv und im Sinne einer Lernerfahrung zu verarbeiten, die sogar der Entwicklung suizidpräventiver Fähigkeiten zuträglich sein kann.

Zusammenfassung (Englisch)

Suicidal behaviour and completed suicides of clients can be viewed as an occupational hazard for therapists in social psychiatry. Nonetheless their reactions to such an event have not yet been thoroughly studied. This study aims at investigating the reactions of nine therapists who work in the field of social psychiatry to the suicide of at least one client by using semistructured qualitative interviews. In the course of the one-hour interview their reactions to that event and its consequences for theirprofessional development were investigated. The therapists were also asked whether they perceived the support coming from theirprofessionalfield as sufficient, and in case it had not been, what kind of support had been lacking. Additionally, their ability to come to terms with their clients suicide in a positive manner was explored. The findings of the study suggest that the suicide of a client is a very critical and challenging experience for therapists in the field of social psychiatry. It also suggests that if they receive sufficient support from their colleagues and supervisors they will be able to deal with this event in a way that can even facilitateprofessionaldevelopment in terms of suicide prevention skills.