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Titelaufnahme

Titel
Prävalenz von Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Alpinsport / von Martin Faulhaber
VerfasserFaulhaber, Martin
Begutachter / BegutachterinBurtscher, Martin ; Schobersberger, Wolfgang
Erschienen2006
Umfang69 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2006
Anmerkung
Text teilw. dt., teilw. engl.
Anmerkung
Enth. u.a. 4 Veröff. d. Verf. aus den Jahren 2003 - 2005 . - Zsfassung in engl. Sprache
SpracheMehrsprachig
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Bergsport / Epidemiologie / Herzkreislauferkrankungen / Herzinfarkt
Schlagwörter (EN)Mountaineering / epidemiology / cardiovascular diseases / myocardial infarction
Schlagwörter (GND)Bergsteiger / Wintersport / Kardiovaskuläre Krankheit
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-7040 Persistent Identifier (URN)
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Prävalenz von Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Alpinsport [7.03 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Alpinsportarten erfreuen sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Obwohl der Anteil an älteren Personen, die oftmals an Herzkreislauf-Erkrankungen leiden, hoch sein dürfte, gibt es kaum Informationen zur Prävalenz von Herzkreislauf-Erkrankungen unter Alpinsporttreibenden. Es war daher Ziel dieser Studie, Daten über die Prävalenz von Herzkreislauf-Erkrankungen unter Alpinsporttreibenden in mittleren Höhen zu gewinnen.

Mittels eines standardisierten Fragebogens wurde eine repräsentative Stichprobe von 937 Skitourengehern, 1525 Bergwanderern und 1062 Alpinskiläufern / Snowboardern (Skiläufer) im österreichischen Alpenraum zu persönlichen Daten, zu Herzkreislauf-Erkrankungen und über die Einnahme eines Betablockers befragt.

Es wurden Daten von 934 Skitourengehern, 1431 Bergwanderern und 1043 Skiläufern in die Analyse aufgenommen. Die Skiläufer (36,018,1 a) waren jünger als die die Bergwanderer (41,816,1 a, p<0,01) und die Skitourengeher (42,412,7 a, p<0,01). Die Prävalenz von Herzkreislauf-Erkrankungen zeigte eine deutliche Altersabhängigkeit. Die Häufigkeit von Personen mit einer oder mehreren Herzkreislauf-Erkrankungen war unter Bergwanderern und Skiläufern höher als bei den Skitourengehern (12,7% vs. 5,8%, p<0,01 und 11,2% vs. 5,8%, p<0,01). Ein vorangegangener Herzinfarkt wurde von 0,7% der Skitourengeher, von 1,1% der Bergwanderer und von 1,0% der Skiläufer angegeben. Hypertonie war die häufigste Herzkreislauf-Erkrankung.

Obwohl diese Zahlen nicht ohne Einschränkung auf andere Gebiete und Höhenlagen verallgemeinert werden können, kann man dennoch eine große Zahl an Alpinsporttreibenden mit Herzkreislauf-Erkrankungen annehmen.

Die Ergebnisse dieser Untersuchung unterstreichen die Notwendigkeit weiterer Forschungsarbeiten, um wissenschaftlich erwiesene Empfehlungen für alpinsporttreibende Personen mit Herzkreislauf-Erkrankungen erarbeiten zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

In recent years mountain sports have become very popular. The percentage of elderly participants often suffering from cardiovascular diseases seems to be high, but little information is available about the real frequency of cardiovascular diseases among mountaineers. Therefore the goal of this study was to provide data about the prevalence of cardiovascular diseases among mountaineers at moderate altitudes.

A representative population of 937 ski mountaineers, 1525 hikers and 1062 alpine skiers / snowboarders (skiers) was interviewed in the Austrian Alps using a standardised questionnaire (personal data, cardiovascular diseases and beta blocker intake).

Data of 934 ski mountaineers, 1431 hikers and 1043 skiers were included into the analyses. The skiers (36.018.1 a) were younger than the hikers (41.816.1 a, p<0.01) and the ski mountaineers (42.412.7 a, p<0.01).

The prevalence of cardiovascular diseases was clearly age dependent. The frequency of persons with one or more cardiovascular disease was increased in hikers and skiers when compared to ski mountaineers (12.7% vs. 5.8%, p<0.01 and 11.2% vs. 5.8%, p<0.01). A prior myocardial infarction was reported by 0.7% of the ski mountaineers, 1.1% of the hikers and 1.0% of the skiers. Hypertension was the most frequent cardiovascular disease.

Although these data can not be uncritically generalized to other regions and altitudes in the Alps, a high number of mountaineers with cardiovascular diseases can be assumed. The results of this investigation emphasise the necessity of further research to provide the data for evidence based recommendations to mountaineers with cardiovascular diseases.

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