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Titelaufnahme

Titel
Wie ist meine Zeit fairteilt? Entstehung des Arbeit-Familie-Konfliktes im Tiroler Gastgewerbe : Eine Tagebuchstudie bei berufstätigen Müttern
VerfasserZipperle-Mirwald, Eva
Begutachter / BegutachterinHöge-Raisig, Thomas
GutachterProf. Iwanowa, Anna
Erschienen2017
Umfang180
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeAugust 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Work-Life-Balance / Arbeit-Familie-Konflik0t / Gastgewerbe / Tirol / Tagebuchstudie / Multilevel
Schlagwörter (EN)Work-Life-Balance / Work-Family-Conflict / hospitality industry / Tyrol / dairy study / multi-level
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-7782 Persistent Identifier (URN)
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Wie ist meine Zeit fairteilt? Entstehung des Arbeit-Familie-Konfliktes im Tiroler Gastgewerbe [2.11 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Familie und Beruf stellen die zentralen Bezugspunkte in der Lebensgestaltung berufstätiger Erwachsener dar, die allerdings miteinander in Konflikt stehen können. Die vorliegende Ar-beit untersucht 40 berufstätige Mütter im Tiroler Gastgewerbe, einer Branche die für berufs-bedingten Stress, lange und desynchronisierte Arbeitszeiten, Zeitdruck, mangelnde Kontrolle und ein hohes Ausmaß an Kundenkontakt bekannt ist. Im Fokus der durchgeführten Untersu-chung stand der Einfluss des allgemeinen und täglichen Arbeit-Familie-Konflikts und wie er durch Stressoren, Ressourcen und Erholungserleben beeinflusst wird und welche Auswirkun-gen dies auf die psychische und physische Gesundheit hat. Neben einer Querschnittsuntersu-chung (paper pencil) wurden die Arbeits- und Lebensbedingungen über eine siebentägigen Tagebuchstudie (computergestützt) erfasst. Durch eine Multilevelanalyse konnten neue bran-chenspezifische Erkenntnisse gewonnen, Risiko- und Schutzfaktoren bei der Arbeit identifi-ziert werden und ihren Einfluss auf den Arbeit-Familie-Konflikt und die gesundheitlichen Folgen analysiert werden. Es besteht ein signifikant positiver Zusammenhang zwischen Stres-soren und dem Arbeit-Familie-Konflikt und ein signifikant negativer Zusammenhang zwi-schen dem Konflikterleben und den Ressourcen sowie der Erholung und der körperlichen und psychischen Gesundheit. Auf dem täglichen Level kann ein signifikant positiver Zusammen-hang für den Stressor Zeitdruck gezeigt werden, hingegen für die Kundenstressoren und die Ressourcen, Handlungsspielraum und soziale Rückendeckung konnte kein signifikanter Zu-sammenhang gefunden werden. Zudem leisten Alter des jüngsten Kindes und der Beschäftig-ten und die Anzahl der monatlichen geleisteten Arbeitsstunden einen Beitrag zur täglichen Varianzaufklärung. In einer Crosslevelinteraktionsanalyse konnte ein signifikanter negativer Zusammenhang zwischen der allgemeinen Fähigkeit zu entspannen und dem täglichen Arbeit-Familie-Konflikt gefunden werden. Auch zeigt sich, dass die allgemeine Fähigkeit Abzuschal-ten den Zusammenhang von täglichen Zeitdruck und dem täglichen Arbeit-Familie-Konflikt moderiert. Basierend auf diesen Befunden werden praktische Implikationen vorgeschlagen, um sowohl den allgemeinen als auch den täglichen Arbeit-Familie-Konflikt für Mütter im Tiroler Gastgewerbe zu reduzieren.

Zusammenfassung (Englisch)

Work and family are two key domains in every employees life that might lead to a conflict. This study investigates 40 working mothers in the service sector of the hotel and restaurant industry which is known for job stress, long and desynchronized working hours, a lack of job control, high and conflicting work demands and frequent customer contact. We analyze the general and daily work-family-conflict and how it is affected by stressors, resources and recovery and the influence on the mental and physical health. We collected data on a daily basis (7 day questionnaire) asking for work, private life and recovery details. Additionally the mothers answered a general questionnaire about their work situation, partner and family matters along with their recovery patterns. A multi-level analysis showed that stressors contribute to work-family-conflict and that resources and recovery diminish the conflict and have a positive effect on health. On the daily level the results show a positive relationship for the stressor time pressure and the work-family conflict but decision latitude, social support at work and customer interactions did not explain additional variance. The demographic aspects age of the youngest child, age of the mother and amount of working hours had a significant impact on the day to day work-family-conflict. A cross level-analysis shows a significant relationship between the general relaxation as part of recovery and the daily work-family-conflict. And the other aspect of recovery, the ability to detach from work moderates the relationship between daily time pressure and daily work-family-conflict. Based on these result we suggest several practical implications to reduce the work-family-conflict.