Titelaufnahme

Titel
Wohlbefinden verstehen und fördern : Eine grundlegende Analyse der Charakterstärken als mögliche Stellschrauben
VerfasserHausler, Melanie
Begutachter / BegutachterinHöfer, Stefan ; Bänninger-Huber, Eva
GutachterHöfer, Stefan ; Höge, Thomas
Erschienen2017
Umfang105 S.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeAugust 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Positive Psychologie / Wohlbefinden / Charakterstärken / Signaturstärken / Gesundheit / Burnout
Schlagwörter (EN)positive psychology / well-being / character strengths / signature character strengths / health / burnout
Projekt-/ReportnummerP27228-G22
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der Dissertation war die grundlegende Analyse des Potenzials der Charakterstärken im medizinischen Ausbildungskontext, in Hinsicht eines präventiven Ansatzpunkts für die Beeinflussung von Wohlbefinden und Gesundheit. (1) Es wurden zwei Fragebögen für den deutschsprachigen Raum (N = 1040) validiert, welche verschiedene Aspekte des Wohlbefindens valide, reliabel, differenziert und umfassend erheben: Das Comprehensive Inventory of Thriving und die Kurzversion BriefInventory of Thriving. (2) Die Anwendbarkeit der Signaturstärken (= persönlich bedeutsame Charakterstärken) im beruflichen Kontext (Medizinstudium vs. Klinikalltag) wurde in Bezug auf Wohlbefinden und (mentale sowie physische) Gesundheit analysiert: Die Anwendbarkeit der Signaturstärken bei Medizinstudierenden (N = 387) und Assistenzärzten (N = 136) hing positiv mit subjektivem Wohlbefinden (SWB), psychologischem Wohlbefinden (PWB) und mentaler Gesundheit zusammen und wurde (teilweise) von Burnout mediiert. In Bezug auf die physische Gesundheit gab es keine signifikanten direkten Zusammenhänge. (3) Differenzierte Zusammenhänge zwischen den 24 Charakterstärken und verschiedenen Aspekten von Wohlbefinden (SWB, PWB und die PWB-Aspekte Beziehungen, Engagement, Sinn, Können, Autonomie und Optimismus) wurden bei Medizinstudierenden (N = 117) zu zwei Messzeitpunkten im Abstand von einem Jahr untersucht. Die Charakterstärke Hoffnung zeigte sich als besonders bedeutsam für die PWB-Aspekte Optimismus, Sinn und Autonomie und die Charakterstärke Enthusiasmus als relevant für Engagement und Beziehungen. Mit dem PWB-Aspekt Können war die Charakterstärke Ausdauer am höchsten assoziiert. Die Studien zeigten, dass die Mehrzahl der Charakterstärken auch nach einem Jahr noch positiv mit Wohlbefinden assoziiert war und die Anwendbarkeit derselben im Berufskontext mit erhöhtem Wohlbefinden sowie psychischer Gesundheit zusammenhingen.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this dissertation was a fundamental analysis of the potential of character strengths, with regard to better health and well-being in medical education. To that end, two questionnaires to measure well-being in a valid, reliable, and comprehensive but economical way, were first validated in the German speaking area (N = 1.040): The Comprehensive Inventory of Thriving and the short version Brief Inventory of Thriving. Second, the applicability of signature character strengths (ASCS) at work (medical studies vs. clinical work) was analyzed regarding well-being and (mental and physical) health. The ASCS of medical students (N = 387) and resident physicians (N = 136) was positively associated with subjective well-being (SWB), psychological well-being (PWB), and mental health, and was (partly) mediated by burnout. No significant relationship with physical health was found. Third, relational aspects of the 24 character strengths and different well-being aspects (SWB, PWB, and PWB aspects of relationships, engagement, meaning, mastery, autonomy, and optimism) of medical students (N = 117) were analyzed at two time points (one year apart). The character strength of hope was most strongly correlated with the PWB-aspects of optimism, meaning, and autonomy; zest was most relevant to the PWB aspects of engagement and relationships; and persistence was most strongly associated with the PWB aspect of mastery. The studies showed the possession of most character strengths to be positively related with well-being, both cross-sectionally and one year later. Furthermore, the applicability of signature character strengths at work was associated with higher well-being and mental health.