Titelaufnahme

Titel
Fragebogen zum Konflikterleben bei Jugendlichen FKE-J : Itemkonstruktion und Validierung aus der Konfliktachse des OPD-KJ / eingereicht von Simone Hold
VerfasserHold, Simone
Begutachter / BegutachterinSchüßler, Gerhard
Betreuer / BetreuerinSchüßler, Gerhard
Erschienen2014
Umfang125 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
Datum der AbgabeSeptember 2014
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Persönlichkeitsstörungen / Konflikt / Klassifikationssysteme / Operationale psychodynamische Diagnostik im Kindes und Jugendalter (OPD-KJ) / Fragebogen / Validität / FKE-J
Schlagwörter (EN)personality disorders / conflict / Operationalised Psychodynamic Diagnostic in childhood and adolescents self report questionaire
Schlagwörter (GND) FKE-J / Testkonstruktion / Validierung
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Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der Arbeit ist die Konstruktion und Validierung eines Fragebogens als diagnostisches Instrument im Rahmen des Diagnoseklassifikationssystems OPD-KJ bei Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren zur leichteren Erhebung von Auffälligkeiten im Persönlichkeitsbereich zum Konflikterleben. Theoretischer Rahmen: Den theoretischen Hintergrund bilden psychoanalytische Kon-fliktkonzepte. Fragestellungen der Untersuchung: Welche Items sind für den Fragebogen relevant, welche können eliminiert werden? Können die Themen der intrapsychischen Konflikte im Fragebogen abgebildet werden? Ist die Reliabilität des Fragebogens mit relevanten resultierenden Items ausreichend hoch?

Untersuchungsdesign: Die Formulierung der 168 Items erfolgte durch die Autorin der vorliegenden Arbeit mit Unterstützung einer ExpertenInnengruppe. Der Fragebogen wird an einer StudentenInnengruppe bezüglich Verständlichkeit überprüft und anschließend 526 gesunden Jugendlichen im Alter zwischen 12 17 Jahren, an Schulen in den Bezirken Innsbruck Stadt, Reutte i.T., an 21 Jugendlichen der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätsklinik Innsbruck und 30 Jugendlichen einer psychosomatischen Abteilung einer Kinderklinik, die nicht genannt werden möchte, erhoben. Einige Jugendliche waren 18 Jahre, einige Fragebögen waren nicht vollständig ausgefüllt. So konnten Fragebögen von 501 Jugendlichen zur Validierung herangezogen werden.

Methoden: Methodisch bietet sich ein heuristisches Vorgehen an. Zur Validierung des Fragebogens werden die 501 “gesunden Jugendlichen” herangezogen. Um zu überprüfen, welche Items in einem resultierenden Fragebogen sinnvoll sind, wird als erstes der Schwierigkeitsindex berechnet. Nach Eliminierung der zu leichten und zu schwierigen Items werden mit den verbleibenden Items Hauptkomponentenanalysen durchgeführt. Die Überprüfung der Reliabilität erfolgt mittels Cronbachs Alpha. Items, bei deren Ausschluss sich Cronbachs Alpha erhöht, können ebenfalls eliminiert werden.

Ergebnisse: Nach Überprüfung der Schwierigkeitsindizes verbleiben von den ursprünglich 168 Items, 153 in den weiteren Analysen. Die Reliabilität liegt mit einem Cronbachs Alpha von ,978 in einem sehr hohen Bereich, so dass aufgrund der Reliabilität keine weiteren Items ausgeschlossen werden. Bei den durchgeführten Hauptkompo-nenentenanalysen werden Items mit einer Ladungshöhe unter ,40 ausgeschlossen und Items von Faktoren, wenn die Faktoren nicht aus mindestens drei Items gebildet wer-den, eliminiert. Es resultiert eine 13-Faktorenlösung, die aus inhaltlichen Überlegungen beibehalten wird. Die 13 Subskalen bilden „Identitätsunsicherheit, Selbstwertprobleme, Schuld“, „Versorgen, Ansprüche zurückstellen“, „Leistungsanspruch“, „Narzissstische Selbstdarstellung“, „Schuldzuweisung“, „Rivalität, Neid, kann Fehler eingestehen“, „Kontrolle, Aufbegehren“, „Anlehnungsbedürfnis“, „Autonomie“, „Hilfe annehmen, Abhängigkeit“, „Familiäre Versorgtheit“, „Individuation“, und „Harmoniebestreben“ ab. Die Subskalen korrelieren stark mit den Skalen des IPO (Das Inventar der Persönlichkeitsorganisation, Damman et al. (2000)), IIP (Inventar zur Erfassung interpersoneller Probleme (Horowitz, Strauß, Korody, 2000), BSI (Brief Symptom Inventary (Fran-ke, (2000), EER (Emotionserleben und Emotionsregulation (Benecke et al (2007), was für eine gute Konstruktvalidät spricht. Um zwischen den Subskalen eine leichtere Vergleichbarkeit zu gewährleisten werden als Normwerte für die einzelnen Subskalen Skalenmittelwerte verwendet. Die Skalierung reicht von

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this piece is the construction and validation of a questionnaire in the form of a diagnostic instrument for the OPD-KJ classification systems for children and adoles-cence starting at 12 years old and analyzing the symptoms of their specific behavior in conflict.

Theoretical Background: The theoretical background is based upon psychoanalytical conflict concepts.

Analysis of the Thesis: Which items are relevant to the questionnaire? Which can be eliminated? Is the reliability of the questionnaire with relevant items high enough?

Analysis Design: The construction of 168 items were formulated by the author of this work with support of various other experts in the field. The questionnaire was distribut-ed to 526 healthy adolescents between the ages of 12 -17, at different schools in the area of Innsbruck City and the communities in Reutte in Tirol. In addition, the questionnaire was given to 21 adolescents from the Child and Adolescent Psychiatry clinic at the University in Innsbruck, as well as 30 adolescents from a childrens psychosomatic department in Germany, who would like to remain anonymous.

Method: To validate the questionnaire, 501 “healthy adolescents” were applied. The following methods were used: ”Schwierigkeitsindex”, General Reliability, Principal Components Analysis, and correlations from the following inventory (IPO, IIP, BSI, EER).

Results: After checking the 168 items in the “Schwierigkeitsindizes,” there were 153 questions remaining to be analyzed. The Cronbach`s Alpha reliability remained at the high level of ,978, which then meant that no further items needed to be suspended. Through the Principal Components Analysis, the items with a rating of under ,40 were eliminated, as well as factors with fewer than 3 items. The results were a group of 13 factors „Identitätsunsicherheit, Selbstwertprobleme, Schuld“, „Versorgen, Ansprüche zurückstellen“, „Leistungsanspruch“, „Narzissstische Selbstdarstellung“, „Schuldzu-weisung“, „Rivalität, Neid, kann Fehler eingestehen“, „Kontrolle, Aufbegehren“, „An-lehnungsbedürfnis“, „Autonomie“, „Hilfe annehmen, Abhängigkeit“, „Familiäre Ver-sorgtheit“, „Individuation“, und „Harmoniebestreben“

These factors listed above, correlate highly with the factors from the following invento-ries.

IPO, IIP, BSI, EER, which indicates a very good “construct-validity.”

In order to better compare the scales, “Skalenmittelwerte” were used as “Normwerte” for each individual subscale. Due to substantial differences among subscale groups, namely between age groups (12-14 and 15-17) and gender, other specific gender and age “Normwerte” were added. In total, 78 items remained with a considerably high Re-liability factor. The FKE-J could therefore be used as a useful and time saving instru-ment to evaluate the Conflict-Experiences of adolescents at the ages between 12-17 years.