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Titelaufnahme

Titel
Unterkühlbarkeit von Knospenprimordien der Fichte in Bezug auf molekulare Verteilungsmuster gemessen mit NIR-Spektroskopie und eine fachdidaktische Aufarbeitung / von Marian Oberhammer
VerfasserOberhammer, Marian
GutachterNeuner, Gilbert ; Huck, Christian Wolfgang
ErschienenInnsbruck, August 2016
Umfang83 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftLeopold-Franzens-Universität Innsbruck, Diplomarbeit, 2017
Datum der AbgabeJanuar 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Frostresistenz / Unterkühlbarkeit / Fichtenknospenprimordien / NIR
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-6065 Persistent Identifier (URN)
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Unterkühlbarkeit von Knospenprimordien der Fichte in Bezug auf molekulare Verteilungsmuster gemessen mit NIR-Spektroskopie und eine fachdidaktische Aufarbeitung [11.57 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Unterkühlbarkeit von Knospenprimordien der Fichte, insbesondere die saisonale Änderung der Unterkühlbarkeit des Primordiums wurde im Bezug zum molekularen Verteilungsmuster in den verschiedenen Geweben der Überwinterungsknospe untersucht. Hierbei wurde der Spätsommerszustand der Knospenprimordien mit dem Winterzustand verglichen. Bei den Untersuchungen wurden verschiedenste stressphysiologische und chemische Messmethoden eingesetzt. Durch kontrollierte Frostbehandlung der Knospen und nachfolgender Vitalfärbung der Primordien mit TTC konnte die Frosthärte (LT50) ermittelt werden. Dabei sank der LT50 -wert von anfänglich -14,4C im Spätsommer auf -23,7C im Hochwinter ab. Parallel zur Untersuchung mittels Differentieller Thermoanalyse (DTA), über welche die letale Ausfriertemperatur der Knospenprimordien (LTESommer: -12,8C, LTEWinter: -24,8C) bestimmt werden kann, wurden Infrarotaufnahmen vom Gefriermuster der Sprossachse und der anhaftenden Knospen gemacht. Diese erlaubten eine detaillierte Detektion eisfreier Gewebe in der Knospe und zeigten vor allem, dass das Primordium beim Frieren tatsächlich eisfrei bleibt. Kurzzeitige Fröste und Temperaturen bis zu -26C können Fichtenknospenprimordien im Hochwinter durchaus ohne Schädigung überstehen. Zudem wurde durch die psychrometrische Messung der Gesamtwasserpotenzialwert der Fichtenknospenprimordien bestimmt, über den sich der Wassergehalt bzw. Wasserversorgungszustand ermitteln lässt. Im September wurde ein Gesamtwasserpotenzial von -2,8 MPa gemessen, während im Jänner das Gesamtwasserpotenzial bei -4 MPa lag. Unterschiede in der molekularen Zusammensetzung in verschiedenen Geweben der Fichtenknospe beider saisonaler Zustände sollten mittels naher Infrarotspektroskopie detektiert werden. Vergleicht man nun die stofflichen Verteilungsmuster in den Primordien im Sommerzustand mit dem Zustand im Winter, so kann man zwar eine höhere Stabilität der Winterknospen gegen Frostereignisse feststellen, eine unterschiedliche stoffliche Zusammensetzung lässt sich nur schwer bis gar nicht festmachen.