Titelaufnahme

Titel
Dürfen Wollen Können : Passung von Arbeitsbedingungen, Motivation und Kompetenz durch humanorientierte Arbeitsgestaltung
VerfasserSeubert, Christian Thomas
Begutachter / BegutachterinSachse, Pierre
Betreuer / BetreuerinGlaser, Jürgen
Erschienen2017
Umfang233 S.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeApril 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Passung von Person und Organisation / Arbeitsgestaltung / Arbeitsbedingungen / Motivation / Kompetenz / Handlungsregulationstheorie
Schlagwörter (EN)Person-Organization Fit / Work Design / Working Conditions / Motivation / Competence / Action Regulation Theory
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In Anlehnung an das Konzept der Passung von Person und Organisation zeigt die vorliegende Dissertation einen Weg auf, wie den veränderten Rahmenbedingungen der heutigen Arbeitswelt durch Anpassung etablierter Modelle der psychologischen Arbeitsanalyse und gestaltung Rechnung getragen werden kann. Dieser Weg wird durch die drei Inhaltsbereiche Dürfen Wollen Können konkretisiert. „Dürfen“ bezeichnet die Ermöglichung von lern- und persönlichkeitsförderlichem Arbeiten durch Gestaltung konkreter Arbeitsbedingungen (proximaler Aspekt) und normativer Rahmenbedingungen (distaler Aspekt). „Wollen“ umfasst motivationale Inhalte und Prozesse mit dem Ziel der Befriedigung (psychologischer) Grundbedürfnisse. „Können“ bezieht sich auf Prozesse des Erwerbs, Erhalts und der Erweiterung von Kompetenzen. Im Rahmen von drei Studien wurden mit den Inhaltsbereichen korrespondierende Erweiterungen bestehender Arbeitsgestaltungsmodelle vorgeschlagen und empirisch geprüft. Studie 1 widmete sich der Perspektive des Dürfens und unterzog ein integriertes arbeitsanalytisches Modell von förderlichen Lernanforderungen, unterstützenden Ressourcen und beeinträchtigenden Stressoren einer empirischen Prüfung. In einem weiteren Beitrag wurde die exemplarische Anwendung des Modells auf Büroarbeit beschrieben. Studie 2 zeigte eine Möglichkeit auf, die Perspektive des Wollens in solche Arbeitsgestaltungsmodelle zu integrieren, indem Tätigkeitsmerkmale danach ausgewählt wurden, inwieweit sie die Befriedigung psychologischer Grundbedürfnisse ermöglichen oder behindern. Studie 3 vertiefte einen Aspekt des Könnens, indem Self-Leadership als personale Ressource mit Tätigkeitsmerkmalen kombiniert wurde, um Auswirkungen auf Motivation und Gesundheitsbeeinträchtigung zu untersuchen. Zur Umsetzung und Integration aller drei Perspektiven des Dürfens, Wollens und Könnens in kontinuierliche Arbeitsgestaltung unter Berücksichtigung prospektiver, differenzieller und dynamischer Strategien wird eine Aufgabenanreicherung des betrieblichen Sicherheits- und Gesundheitsmanagements vorgeschlagen. Für eine effektive Tätigkeitsausübung müssen Sicherheitsfachkräfte, Arbeitsmediziner und Arbeitspsychologen als zentrale Befähiger und Promotoren gesundheits- und leistungsförderlicher Arbeit im Betrieb selbst günstige Arbeitsbedingungen vorfinden. Studie 4 leistete daher eine Bestandsaufnahme der Arbeitssituation der drei Berufsgruppen in Österreich. Eine Integration der vier Studien wird vorgeschlagen und diskutiert. Ein Rahmenmodell wird vorgestellt, welches die Veränderungen der Arbeitswelt aus organisationaler und individueller Perspektive erfasst und die Tätigkeit als Schnittstelle und zentrales Gestaltungselement der Passung von Individuum und Organisation identifiziert.

Zusammenfassung (Englisch)

Drawing upon the concept of personorganization fit, the present work shows ways how to account for changes in todays working environments by adapting established models of work analysis and work design, as summed up by the keywords “MayWantCan”. “May” applies to establishing working conditions that allow for learning and personality development by designing tangible work tasks (proximal aspect) as well as normative structures (distal aspect). “Want” refers to motivational contents and processes, aiming at psychological need satisfaction. “Can” indicates processes of competence acquisition, preservation, and extension. Corresponding to the keywords, three empirical studies were conducted, aiming at the expansion of established models of work design. Study 1 addressed the perspective of “May” by testing empirically an integrated work design model consisting of beneficial learning demands, supportive job resources, and detrimental job stressors. An additional contribution demonstrated the paradigmatic application of the model to office work. Study 2 approached the integration of the perspective of “Want” in a work design model by selecting work characteristics according to their contribution to or their interference with psychological need satisfaction. Study 3 expanded upon an aspect of “Can” by combining self-leadership as a personal resource with work characteristics in order to assess unique and joint effects on motivation and health impairment. In order to implement and integrate the three perspectives of “May, Want, Can” into a continuous process of work designwhile taking into account prospective, differential, and dynamic strategieswork enrichment of workplace health and safety staff is proposed. Being pivotal enablers and promoters of work that supports health and performance, safety specialists, occupational physicians, and work psychologists need to work under favorable conditions themselves in order to accomplish their task effectively. Therefore, study 4 analyzed the status quo of the three professions labor situation in Austria. The integration of the four studies is outlined and discussed. Finally, a conceptual framework is introduced that captures changes in the working world from the perspectives of organizations and individuals and identifies the task as both the interface and the crucial design element of personorganization fit.