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Titelaufnahme

Titel
Über den Zusammenhang zwischen sportmotorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten und der Konzentrationsfähigkeit bei Tiroler Volksschülern der 1. Schulstufe / von Franziska Gröbner
VerfasserGröbner, Franziska
Begutachter / BegutachterinRuedl, Gerhard
GutachterRuedl, Gerhard
ErschienenInnsbruck, Januar 2017
Umfang138 Blätter : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftUniversität Innsbruck, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Zusammenfassung in deutscher und englischer Sprache
Datum der AbgabeJanuar 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)DMT / AST / DL-KE / MFT Challenge Disc / sportmotorische Leistung / motorische Fähigkeiten / kognitive Fähigkeiten / Konzentration / Volksschüler
Schlagwörter (EN)DMT / AST / DL-KE / MFT Challenge Disc / motor performance / cognitive performance / concentration / elementary school
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-5939 Persistent Identifier (URN)
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Über den Zusammenhang zwischen sportmotorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten und der Konzentrationsfähigkeit bei Tiroler Volksschülern der 1. Schulstufe [2.11 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Aufgrund der veränderten Bewegungswelt der Kinder heutzutage wird vielfach eine verminderte sportmotorische Leistungsfähigkeit bei Schulkindern diagnostiziert, obwohl aktuelle Studien die positiven Effekte körperlicher Aktivität auf die kognitiven Fähigkeiten, im Besonderen auf die Konzentrationsfähigkeit, belegen.

Zielsetzung: Ziel dieser Arbeit war es den Zusammenhang zwischen sportmotorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten und der Konzentrationsfähigkeit bei Tiroler Volksschülern der 1. Schulstufe zu ermitteln.

Methodik: 37 Volksschüler zweier 1. Klassen (Durchschnittsalter 6,31 0,53 Jahre) im Raum Innsbruck absolvierten den Deutschen Motorik Test (DMT) 6-18, einen Gleichgewichtstest auf der MFT-Challenge Disc und die Testaufgaben Zielwerfen an die Wand und Hindernislauf des Allgemeinen Sportmotorischen Tests (AST) 6-11. Der DMT besteht aus acht Testaufgaben aus denen alters- und geschlechtsrelativierte Z-Werte und der Z-Gesamtwert für die allgemeine sportmotorische Leistungsfähigkeit berechnet werden. Die Konzentrationsfähigkeit wurde mit dem Differentiellen Leistungstest-KE (DL-KE) erfasst, welcher folgende Parameter liefert: die Gesamtanzahl der bearbeiteten Zeichen (GZT), die Fehleranzahl relativiert auf GZT (F%T), die Schwankungsbreite für die quantitative (SB%/GZ) und die qualitative Leistung (SB/F%).

Ergebnisse: Es wurde ein hochsignifikanter Zusammenhang zwischen Z-Gesamtwert des DMT und der Gesamtzahl an bearbeiteten Zeichen im DL-KE festgestellt (r=0,46). Der Zusammenhang zwischen dem DL-KE (GZT, SB%/GZ) und den sportmotorischen Fertigkeiten war signifikant: Gleichgewicht auf der MFT Challenge Disc (MFTGes r=0,46; r=-0,54), Zielwerfen an die Wand (r=0,37; r=-0,52) und Hindernislauf (r=-0,52; r=0,64). Mittels multipler linearer Regression wurde berechnet, dass die dynamische Gleichgewichtsfähigkeit (ß=0,44) ein signifikanter Prädiktor für GZT im Konzentrationstest ist (R=0,41). SB%/GZ kann durch die dynamische Gleichgewichtsfähigkeit (ß=-0,46) und das Zielwerfen an die Wand (ß=-0,38) vorhergesagt werden (R=0,57).

Schlussfolgerung: Es konnte ein signifikanter Zusammenhang zwischen den sportmotorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten und der Konzentrationsfähigkeit bei Tiroler Volksschülern der 1. Schulstufe nachgewiesen werden. Es kann für die untersuchte Stichprobe gesagt werden, dass eine gute Leistung in den sportmotorischen Fertigkeiten Gleichgewicht auf der MFT Challenge Disc und Zielwerfen an die Wand einen positiven Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit hat.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Despite the fact that the current state of research proves the positive effects of physical activity on cognitive functions and in particular on the ability to concentrate, deficits concerning the motor performance among children and adolescents are increasing caused by a lack of exercise in their daily lives.

Aim: The aim of this study was to find out if there is a correlation between motor performance and motor skills and the ability to concentrate in first grade elementary school children in Tyrol.

Methods: A total of 37 primary-school pupils, aged 6.31 0.53 years, took part in the “Deutscher Motorik Test” (DMT) 6-18, a balance test on the MFT-Challenge Disc and the testitems of the “Allgemeiner Sportmotorischer Test” (AST) 6-11 “throwing at the wall” and “obstacle course”. The DMT test battery consists of eight items out of which age- and gender-neutral Z-values and the total Z-score are calculated. The ability to concentrate was determined using the “Differentieller Leistungstest-KE” (DL-KE), which delivers the following parameters: total number of items processed (GZT), errors made relative to GZT (F%T), range of variation of the quantitative (SB%/GZ) and the qualitative performance (SB/F%).

Results: The results show a significant correlation between the total score in motor performance (DMT) and GZT (r=0.46). Furthermore, the ability to concentrate (GZT, SB%/GZ) correlates significantly with the motor skills: balance on the MFT Challenge Disc (MFTGes r=0.46; r=-0.54), throwing at the wall (r=0.37; r=-0.52), and obstacle course (r=-0.52; r=0.64). By means of multiple linear regression analysis the quantitative performance in the DL-KE (GZT) was predictable via dynamic balance (ß=0.44) (R=0.41). SB%/GZ was predictable via dynamic balance (ß=-0.46) and throwing at the wall (ß=-0.38) (R=0.57).

Conclusion: There was a significant correlation between the motor performance and the motor skills and the ability to concentrate in this cohort. It can be said for this sample that a good performance in the motor skills “balance on the MFT Challenge Disc” and “throwing at the wall” has a positive influence on the ability to concentrate.