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Title
Lehrerin der Töchter Zions : eine neue Anregung zur Auslegung des Hoheliedbuchs / eingereicht von Mag. Theol. Helga Eisl
Additional Titles
Teaching the Daughters of Zion
AuthorEisl, Helga
CensorVonach, Andreas ; Hasitschka, Martin
Thesis advisorVonach, Andreas
PublishedInnsbruck, März 2017
Description153 Blätter
Institutional NoteUniversität Innsbruck, Dissertation, 2017
Date of SubmissionMarch 2017
LanguageGerman
Document typeDissertation (PhD)
Keywords Bibel <Hoheslied>
Keywords (DE)Hohesliedbuch / Salomo / Metapher / Metaphorik / Weisheitslehre / Weisheitsliteratur / Tora / Ideal / Genesisbuch / Paradieserzählung / Liebe / Ehe / Hochzeit / Erotik / Partnerschaft / Kommunikation / Geographie / Altes Testament / Verfasserfrage
Keywords (EN)Song of Songs / Solomon / Metaphor / Wisdom / Tora / ideal / Genesis / love / marriage / wedding / communication / geography / Old Testament / author
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Abstract (German)

Hohelied gehört bezüglich seines literarischen Genus wie auch seines exegetischen Gehalts zu den meist diskutierten Schriften des Alten Testaments. Die vorliegende Studie konzentriert sich literarisch v. a. auf die zahlreichen Metaphern und theologisch auf den schöpfungsgeschichtlichen Hintergrund. Aufgrund einer text- und literarkritischen Annäherung zeichnet sich darin eine höchstwahrscheinlich weibliche Autorschaft ab. Der Text selbst weist eine erzählerische Chronologie und einen systematischen Aufbau in fünf Teilen auf, welcher eine Aufführung zu einem passenden Anlass nahelegt.

Eine ideale Liebes- und Ehebeziehung wird charakterisiert, das Heilige Land durch Schöpfungsbilder dem Garten Eden angenähert, die ideale Stadt Jerusalem und der ideale König Salomo werden als Bilder für die Beziehung und das Brautpaar verwendet, eschatologische Anspielungen scheinen auf. Der folgerichtig dazugehörende ideale Tempel, der Raum für die Theophanie, wird in der durch den Rahmen der Tora gesicherten gelebten Liebe des Ehepaars lokalisiert. Dass es sich um eine weisheitliche Schrift handelt, wird an der weiblichen Hauptperson gezeigt, die sowohl durch ihr durch die Erzählstimme gezeichnetes Vorbild als auch durch ihre Lehre die vernachlässigte religiöse Erziehung junger Mädchen, besonders auf Liebe und Ehe hin, aufzeigt. Im Verlauf der Erzählung dringt ihr Ruf als Weisheitslehrerin über die angezielten Kreise hinaus: am Ende lauschen sowohl ihr Bräutigam als auch dessen Freunde ihrer Lehre.

Hld bildet in gewisser Weise eine Art Midrasch zu Gen 2 und 3 und versucht aufzuzeigen, wie nicht eine bloße Rückkehr ins Paradies, sondern in eine eschatologisch überhöhte Version desselben durch die personale Liebe zwischen Mann und Frau möglich, ja sogar realistisch, erwünscht und angezielt ist.

Abstract (English)

Song of Songs is one of the most disputed Biblical scriptures, due to its literary genre and its hermeneutic content. The present study literarily concentrates on the multiple metaphors, theologically on the Genesis background. By application of textual and literary criticism on SoS, the very probability of a female author becomes apparent. The text itself is shown to possess a narrative chronology and a methodic composition in five acts which latter suggests that it could have been performed at proper occasions.

An ideal love and marriage is characterized, the Holy Land moved close to Eden by creational imagery, the ideal city, Jerusalem, and the ideal King, Solomon, are used as metaphors for the couple and their relationship, shimmed by eschatological untertones. The corresponding ideal Temple, space for theophany, is localized in the couples Torah-protected, cherished love. The female leading part indicates that SoS is wisdom literature, by her example, as portrayed in the narrative, as well as by her teachings to young girls whose religious education, especially concerning love and marriage, seems to have been neglected. In the course of the narration, her reputation of being a wisdom teacher goes far beyond the original audience: in the end, even her bridegroom and his friends listen to her teachings.

In some ways, SoS can be considered a kind of midrash to Gen 2 and 3, trying to reveal how not only a plain return to Eden is possible, but a) to an eschatologically reinforced version, and b) realistic, desired and targeted, through the personal love between woman and man.

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