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Titelaufnahme

Titel
Kausalitäts- und Zurechnungsfragen im österreichischen und im italienischen Strafrecht : eine rechtsvergleichende Studie zur naturalistischen und normativen Beziehung zwischen Handlung und Erfolg im Schnittpunkt von Kausalitäts- und Zurechnungsproblematiken des Strafrechts vor dem Hintergrund der allgemeinen Verbrechenslehre in der österreichischen und in der italienischen Strafrechtsordnung
Weitere Titel
Kausalitätsfragen und Zurechnungsfragen im österreichischen und im italienischen Strafrecht
VerfasserHofer, Hansjörg
Begutachter / BegutachterinSchwaighofer, Klaus ; Ronco, Mauro
Erschienen2014
UmfangXXIX, 499 Bl.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2014
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Kausalität / Zurechnung / Handlung / Erfolg / Strafrecht / Österreich / Italien / Rechtsvergleich
Schlagwörter (EN)Causation / Factual / Legal / Action / Result / Criminal / Law / Austria / Italy / Comparison
Schlagwörter (GND)Österreich / Italien / Strafrecht / Schuldfähigkeit / Äquivalenztheorie / Normativismus / Rechtsvergleich
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-5664 Persistent Identifier (URN)
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Kausalitäts- und Zurechnungsfragen im österreichischen und im italienischen Strafrecht [28.8 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Kausalität und normative Zurechnung als zwei komplementäre Rechtsinstitute beschrieben die Beziehung zwischen einer Handlung und einem Erfolg, wobei hinsichtlich der Kausalität die naturalistische Ursache-Wirkungs-Beziehung der Bezugspunkt ist und hinsichtlich der normativen Zurechnung die Beziehung zwischen dem Unwert der Handlung und dem Unwert des Erfolgs in einer normativ-wertenden Betrachtungsweise im Vordergrund steht.

Die Regelung der beiden Institute kann nun von Rechtssystem zu Rechtssystem variieren, weshalb diese Abhandlung darauf abzielt, die diesbezüglichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem österreichischen und dem italienischen Strafrecht herauszuarbeiten, sowohl in theoretisch-dogmatischer Hinsicht als auch in Hinblick auf die Falllösung in der Praxis.

Dies erfolgt durch einen funktionalen Rechtsvergleich der beiden Rechtsordnungen, wobei immer auch der normative Hintergrund sowie die allgemeine Verbrechenslehre des jeweiligen Systems mitberücksichtigt werden soll, um auch die Gründe für etwaige unterschiedliche Regelungen und Lösungen herauszuarbeiten.

Gerade die voneinander abweichenden gesetzlichen Regelungen der beiden Systeme (explizite Regelung des Codice Penale im italienischen Strafrecht vs. Entwicklung der Theorie der objektiven Zurechnung durch Lehre und Rechtsprechung im österreichischen Strafrecht) führt nämlich dazu, dass zwar die Beurteilung des Kausalzusammenhangs in beiden Systemen grundsätzlich nach denselben Kriterien erfolgt, aber sich in Hinblick auf die normative Zurechnung bei vielen Fallkonstellation auch unterschiedliche Lösungen ergeben, gerade was die zugrundeliegende Dogmatik anbelangt, zum Teil allerdings auch in inhaltlicher Hinsicht.

Die vergleichende Analyse und die Gegenüberstellung der von den beiden Strafrechtssystemen jeweils erreichten Lösungen kann dann in einem weiterführenden Schritt auch helfen, die Stärken und Schwächen der jeweiligen Rechtsordnung in puncto Kausalität und normativer Zurechnung zu erkennen und - darauf aufbauend - möglicherweise zu einem Überdenken gewisser Prinzipien, welche sich in Theorie und/oder Praxis als problematisch herausstellten, führen.

Zusammenfassung (Englisch)

Factual causation and legal causation as two complementary legal institutions affect the relation between an action and its result, inasmuch as factual causation describes the naturalistic connection between the two entities, whereas legal causation focuses on the normative link between from a legal prospective.

The regulations of these two institutions might diversify from legal system to legal system. Therefore this thesis aims to highlight similarities and differences between Austrian and Italian criminal law concerning this matter, not only in a theoretical and dogmatic but also in a practical and case-based perspective.

The method used is a functional comparison of laws, taking into account the legal background and the general principles of both above-mentioned law systems in order to point out the possible reasons for eventual differences as well.

Especially the differences between the statute laws of aforementioned countries (explicit norms in the Italian criminal law versus absence of explicit norms in Austria) on the one hand led to a quite similar regulation with regard to the factual causation, whereas on the other hand the solutions adopted by each system with regard to the legal causation vary in many cases; mostly dogmatically, but also substantially.

The comparative analysis in terms of comparison between each of the system's solutions may subsequently help to reveal the strong and the weak points of each legal system in order for it to lead to a possible rethinking of certain doctrines regarding factual and legal causation.