Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Sportmotorische Leistungsfähigkeit von Tiroler Volksschülern in Abhängigkeit von Gewichtsstatus und Geschlecht : ein Vergleich über zweieinhalb Jahre / von Dominik Franz
VerfasserFranz, Dominik
Begutachter / BegutachterinRuedl, Gerhard
GutachterRuedl, Gerhard
ErschienenInnsbruck, Dezember 2016
Umfang89 Blätter : Diagramme
HochschulschriftUniversität Innsbruck, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Zusammenfassung in deutscher und englischer Sprache
Datum der AbgabeJanuar 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)DMT / Gewichtsstatus / Sportmotorische Leistungsfähigkeit / Gesundheit / Übergewicht
Schlagwörter (EN)DMT / weight status / motor skill performance / health / overweight
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-5427 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Sportmotorische Leistungsfähigkeit von Tiroler Volksschülern in Abhängigkeit von Gewichtsstatus und Geschlecht [1.1 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas im Kindesalter ist in den letzten Jahren angestiegen. Als Ursachen werden mitunter die veränderten Bewegungswelten und zunehmend sedative Aktivitäten der Kinder gesehen. Geringere Bewegungsreize und zunehmende Übergewichtsraten wirken sich negativ auf die sportmotorische Leistungsfähigkeit von Kindern aus. Gleichzeitig verschlechtert sich dadurch der allgemeine Gesundheitszustand und das Risiko, an koronaren Krankheiten sowie Diabetes mellitus zu erkranken, steigt. Da medizinische Auswirkungen von Bewegungsarmut und Übergewicht auf den Menschen bekannt sind, ist es umso verwunderlicher, dass präventive Maßnahmen großteils ausbleiben.

Zielsetzung: Ziel der vorliegenden Arbeit war es, den Einfluss des Gewichtsstatus, des Geschlechts sowie des Alterseffekts auf die sportmotorische Leistungsfähigkeit von Kindern zu untersuchen.

Methodik: 266 Volksschulkinder aus 14 Schulen tirolweit wurden über den Erhebungszeitraum von zweieinhalb Jahren halbjährlich getestet. Bei allen fünf Testterminen wurden Gewicht und Größe der Kinder erfasst. Zur Ermittlung der sportmotorischen Leistungsfähigkeit wurde der Deutsche Motoriktest (DMT 6-18) eingesetzt, welcher mittels den 8 Testaufgaben 20-Meter Sprint, Balancieren rückwärts, seitlich Hin- und Herspringen, Sit-Up, Liegestütz, Standweitsprung, Rumpfbeuge sowie 6-Minuten Lauf, die sportmotorische Leistungsfähigkeit erfasst. Die absoluten Leistungen der Testaufgaben wurden in Z-Werte transferiert und damit nach Alters- sowie Geschlechtsfaktoren bereinigt.

Ergebnisse: Bei den fünf Testterminen waren durchschnittlich 16,5% der Probanden übergewichtig oder adipös. Die Resultate der Erhebungen zeigten hinsichtlich der sportmotorischen Leistungsfähigkeit gewichtsspezifisch betrachtet signifikante Unterschiede zu Gunsten der nicht übergewichtigen Probanden. Der Faktor Geschlecht wirkte sich gesamt gesehen nicht signifikant auf die sportmotorische Leistungsfähigkeit aus. Der Alterseffekt war, mit Ausnahme der übergewichtigen männlichen Probanden, für alle Testteilnehmer statistisch signifikant und konnte als starker Prädiktor der sportlichen Leistung bestätigt werden.

Schlussfolgerung: Es konnte gezeigt werden, dass mit höherem Gewichtsstatus eine Verminderung der sportmotorischen Leistungsfähigkeit einhergeht. Die sportmotorische Leistungsfähigkeit bei übergewichtigen Kindern entwickelt sich langsamer, sodass mit steigendem Alter gewichtsspezifisch betrachtet die Leistungsdiskrepanz ansteigt. Präventive Bewegungsprogramme sollten eingesetzt werden, um der hohen Übergewichtsprävalenz bei Kindern entgegenzuwirken. Das schulische Umfeld bietet den geeigneten Rahmen, um bewegungsfördernde Maßnahmen in den Alltag der Schüler zu implementieren. Die tägliche Sportstunde wird hier als adäquates Mittel empfohlen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: The prevalence of overweight and obese children has been growing in past decades due to an increase in sedative activities. Lower volume and frequency of physical exercise have an impairing effect on motor skills of children. Risks to obtain coronary disease and type 2 diabetes are possible consequences and are serious health hazards.

Objective: The aim of the study at hand was to investigate the impacts of body weight status, sex and age onto motor skill performance in primary school children.

Methods: 266 primary school children were tested among 14 schools in Tirol over a period of 2,5 years. At each of the five test trials, biometric data of all children was obtained. Motor skill performance was measured using the German Motor Performance Test (DMT 6-18). The DMT 6-18 consists of 8 test items including 20-meter sprint, balancing backwards, side-to-side jumping, push-ups, standing long jump, stand-and-reach and 6-minutes run. Total scores were transformed to age- and sex neutral z-values.

Results: In the study at hand, non-overweight children obtained significantly higher results compared to overweight children. Considering overall results, the factor sex showed no significant relevance as predictor of motor performance skills. Contrary to this, the factor age significantly determined motor performance skills among the children tested.

Conclusion: Non-overweight children showed significantly better motor performance skills compared to overweight children. The development of motor skills is slower in overweight children, resulting in decreasing discrepancy between weight groups as subjects grow older. Preventive programs should be implemented in schools to promote a healthy and active lifestyle. Daily PE lessons are advisable to help reducing overweight and obesity.