Titelaufnahme

Titel
Akteure am fremden Hof : politische Kommunikation und Repräsentation kaiserlicher Gesandter im Jahrzehnt des Wandels am russischen Hof (1720-1730) / eingereicht von: Christian Steppan
VerfasserSteppan, Christian
Begutachter / BegutachterinDe Benedictis, Angela
GutachterBarth-Scalmani, Gunda
Erschienen2014
Umfang484 Bl. : Ill., Kt.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2014
Datum der AbgabeJuli 2014
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Diplomatische Beziehungen im 18. Jahrhundert / Kulturgeschichte der Diplomatie / Kaiserliche Gesandte / Herrscherrepräsentation / Politische Kommunikation / Russischer Hof 1720-1730 / Peter I. / Katharina I. / Peter II.
Schlagwörter (GND)Russland / Hof / Wien / Diplomatische Beziehungen / Politische Kommunikation / Repräsentation / Geschichte 1720-1730
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das zweite Viertel des 18. Jahrhunderts stellte die erste intensive Annäherungsphase zwischen den Höfen in Wien und St. Petersburg dar. Hatte Russland das europäische Politparkett nach seinen militärischen Erfolgen im Nordischen Krieg erstmals als Großmacht betreten, so manifestierte Peter I. diesen Aufstieg durch die Annahme des russischen Kaisertitels im Jahre 1721. Damit machte sich der „Allrussische Imperator“ nicht nur zu einem heftig umstrittenen Emporkömmling, sondern auch zu einem viel umworbenen Bündnispartner unter den europäischen Souveränen. So etablierte auch der Kaiser erstmals eine „ständige Vertretung“ in Russland durch hochrangige Botschafter, die nach anfänglichen diplomatischen Spannungen wegen des russischen Kaisertitels im Jahre 1726 ein auf ähnlichen außenpolitischen Interessen begründetes Bündnis einrichten konnten. In der Dissertation wird ein Blick hinter die Kulissen dieser, von der traditionellen Historiographie ausführlich behandelten ereignisgeschichtlichen Hauptentwicklungslinien geworfen. In Anknüpfung an aktuelle Forschungsperspektiven der neuen Diplomatiegeschichte treten Fragen nach der Herrscherrepräsentation und den Kommunikationsstrategien der kaiserlichen Gesandten in den Vordergrund. Dabei wird den Diplomaten in ihrer Funktion als Akteure und Stellvertreter des Kaisers am fremden Hof besondere Aufmerksamkeit geschenkt, wodurch bislang unbeachtete Facetten des frühneuzeitlichen Gesandtschaftswesens und die darüber stattfindenden Diskurse auf den unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen zum Vorschein kommen. Dafür dienen nicht nur die verschiedenen Gesandtschaftsberichte, sondern auch die zeitgenössischen Presseberichte als Quellen, um ein heterogenes Bild über die Tätigkeit der Diplomaten am fremden Hof zeichnen zu können.