Titelaufnahme

Titel
Fibule in ambra dellEtá del Ferro : ornamenti metallici del costume femminile dall`VIII al VI secolo a.C. nel Mediterraneo centro-orientale / vorgelegt von: Mag. phil. Nunzia Laura Saldalamacchia
VerfasserSaldalamacchia, Nunzia Laura
Begutachter / BegutachterinnenPacciarelli, Marco
Betreuer / BetreuerinnenNaso, Alessandro
ErschienenInnsbruck, November 2016
Umfang2 Bände
HochschulschriftUniversität Innsbruck, Dissertation, 2016
Datum der AbgabeDezember 2016
SpracheItalienisch
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Fibeln / Bernstein / Ornament / Frühgeschichte / Eisenzeit / Orientalisierende Phase / Tracht
Schlagwörter (EN)fibulae / amber / ornament / Prehistory / Iron Age / Orientalizing Period
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Zusammenfassung

ZUSAMMENFASSUNG

Vorbemerkungen

Meine Doktorarbeit mit dem Titel „Bernstein Fibeln“ habe ich im Jahre 2013 an der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck begonnen. Vor dieser umfassenden Studie habe ich im Rahmen meiner Magisterarbeit mit dem Titel „Fibeln mit Perlen aus Bernstein aus Italien und Kroatien“ unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. M. Pacciarelli an der Universität Neapel, wegweisende Ergebnisse zu den bislang in der Forschung kaum untersuchten Bernsteinfibeln erzielt.

Die bisherigen wissenschaftlichen Untersuchungen und Veröffentlichungen zu den Bernsteinfibeln befassen sich vornämlich mit dem Material aus einzelnen archäologischen Fundstellen. Der Ausgangspunkt meiner Untersuchungen war, unveröffentlichtes Fundmaterial zu dokumentieren und zu strukturieren.

Während eines Erasmus-Aufenthaltes im Jahre 2010/2011 an der Universität Innsbruck im letzten Jahr meines Masterstudiums hatte ich die Möglichkeit, mit Univ.-Prof. Dr. Alessandro Naso, der auch der zweite Betreuer meiner Masterarbeit war, und Univ.-Prof. Dr. Gerhard Tomedi über mein Thema zu diskutieren. Aus diesen Gesprächen hat sich das Potenzial für eine vertiefende Untersuchung dieser Materialgattung hinsichtlich der weiten Verbreitung durch den Handel mit Bernstein und den unterschiedlichen Produktionsstätten der Bernsteinfibeln und ihre Verbreitung im nördlichen und östlichen Mittelmeerraum gezeigt. In der Folge entstand das Dissertationsthema „Bernstein Fibeln“ das mich wieder nach Innsbruck geführt hat. Im Laufe dieser Jahre habe ich Unterstützung und Anleitung von meinem Betreuer, Prof. Alessandro Naso (Università degli Studi di Napoli Federico II, vorher Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck), Prof. Marco Pacciarelli (Università degli Studi di Napoli Federico II) sowie von Prof. Gerhard Tomedi (Leopold-Franzens-Universität Innsbruck) zählen. Ich danke ihnen für alle Unterweisungen und Anregungen, die sie mir zuteilwerden ließen sowie für ihre außergewöhnliche Bildung und Menschlichkeit.

Ich danke der Universität Innsbruck für die Unterstützung meiner Forschung zu dem Dissertationsthema, die mir ermöglicht hat, die Verbindungen zwischen den Kulturen des Alpen-Donau-Adria Raumes, Griechenlands und der Türkei vom 8. bis in das 6. Jh. v. Chr. im Kontext der Fibeln aus Bernstein und ihrer Funktion in der weiblichen Tracht nachzuzeichnen. Dank dieses Stipendiums der Universität Innsbruck war es mir möglich, die Studien für meine Dissertation in Innsbruck durchzuführen, das Fundmaterial in zahlreichen Museen Europas aufzunehmen und zu untersuchen, mit Experten über meine Ergebnisse zu diskutieren, sowie an internationalen Fachtagungen teilzunehmen.

In folgenden Museen habe ich insgesamt 470 Stücke aufgenommen sowie zeichnerisch und fotografisch dokumentiert: im Narodvni Museum von Lubljana in Slowenien, mit der Hilfe von Dr. Peter Turk, dem ich herzlich danke; im British Museum in London; in Italien, in der Region Venetien im Nationalmuseum Atestino; im Archäologischen Museum von Ager Faliscus in Cività Castellama in der Region Latium; im Archäologischen Museum von Spoleto in den Abruzzen; in den Archäologischen Museen der Region Marken (Italien): im Museo Oliveriano von Pesaro, im Nationalmuseum von Ascoli Piceno, im Museum Cellini von Ripatransone, im Staatlichen Antiquarium von Numana, im Archäologischen Nationalmuseum von Ancona; im Museum der Antiken Calatia der Region Kampanien, im Archäologischen Nationalmuseum von Pontecagnano Faiano.

Im Österreich habe ich im Naturhistorischen Museum in Wien und im Tiroler Landesmuseum Innsbruck die Stücke aus Hallstatt und Sanzeno analysiert. In beiden Museen wurde mir in großzügiger Weise der Zugang zu den Funden gewährt, dafür und für hilfreiche Diskussionen bedanke ich mich bei Mag. Hans Reschreiter, von der Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums in Wien und Mag. Wolfgang Soelder, von der Vor- und Frühgeschichtlichen und Provinzialrömischen Sammlungen des Tiroler Landesmuseums, sehr herzlich.

Außerdem hatte ich während der Entstehung der Doktorarbeit die Möglichkeit, wichtige Aspekte zu dem Thema im Rahmen anderer Projekte zu vertiefen.

Die Untersuchung der Bernsteinelemente von Fibeln aus der Türkei wird im Rahmen des Forschungsprojektes „Bernstein für Artemis. Bernsteinfunde aus dem Artemision von Ephesos“, das unter der Leitung meines Betreuers Prof. A. Naso am Institut für Archäologie (Projekt 15575 des Jubiläumsfonds der ONB) läuft, durchgeführt. Zu den Fibeln ist die Erarbeitung des Kapitels für die Monographie zu den Bernsteinfunden aus dem Artemision von Ephesos für das Österreichische Archäologische Institut vorgesehen. Die neuen Ergebnisse wurden in einem Referat „Bernsteinfunde aus dem Artemision von Ephesos“ im Rahmen der Tagung des Instituts für Archäologie der Universität Innsbruck im Jänner 2014 zusammen mit Mag. Caroline Poch und Mag. Martina Ott präsentiert. Es folgte ein Artikel mit dem Titel „Bernstein für Artemis die Bernsteinfunde aus dem Artemision von Ephesos“ für den Jahresbericht des Institutes für Archäologie der Universität Innsbruck zusammen mit Mag. Caroline Poch und Mag. Martina Ott. Die Bernsteinfunde aus dem Artemision von Ephesos sind in einem Vortrag auf der Tagung „Baltic Amber Across Time and Borders“ in der Latvijas Universitate in Riga im September 2014 vorgestellt worden. Der Beitrag wird in den Tagungsakten gedruckt. Ein weiterer Artikel zu den bernsteinbesetzten Fibeln von Ephesos, wird in der Abschlusspublikation der Bernsteinfunde aus dem Artemision von Ephesos von mir vorgelegt werden.

Im Laufe der vergangenen Jahre habe ich die Fundstücke des unveröffentlichten Grabes 133 der Südwestnekropole von Calatia (Kampanien) bearbeitet , welche die Direktorin des Archäologischen Museums der Antiken Calatia, Dr. Elena Laforgia, für mein Dissertationsprojekt zur Verfügung gestellt hat. Bei den Schmuckgegenständen handelt es sich um tausende Glas- und Bernsteinperlen für Halsketten und Trachtappliken, Ringe aus Bronze und Silber, Skarabäen aus Fayence, besonders zwei überdimensionale bronzene Fibeln mit Bernsteinbesatz und Fragmente eines sehr singulären Fibeltyps mit Mosaik-Dekor aus Gold und Bernstein. Die Ergebnisse dieser Vergleichsstudie zu den Fibeln des Grabes 133 von Calatia habe ich in einem Vortrag im Rahmen der Tagung des Studienzentrums für Urgeschichte und Archäologie Mailand in Manciano (GR) präsentiert („Ornarsi per comunicare con gli uomini e con gli Dei. Gli oggetti di ornamento come status symbol, amuleti, richiesta di protezione”), der zum Druck angenommen wurde. Außerdem habe ich im Rahmen der Neueröffnung des Museums der Antiken Calatia bei den Vorbereitungen des Ausstellungsraumes „Saal der weiblichen Sitten“ mitgewirkt.

Meine neuesten Forschungen haben jedoch ergeben, dass eine größere Anzahl an Fibeln von beeindruckender Qualität im Ager Faliscus und in Latium vetus vorkommt. Untersuchungen zu diesem Fundmaterial konnte ich während eines Rom-Stipendiums der ÖAW im Studienjahr 2015/2016 durchführen. Ich bedanke mich bei meinen Betreuern Univ.-Prof. Dr. Alessandro Naso (Professor Leopold-Franzens Universität Innsbruck und Direktor des ISMA-CNR Rom) und PD Dr. Reinhard Jung (OREA, Instituts für Orientalische und Europäische Archäologie der Österreichische Akademie der Wissenschaften in Wien) sehr herzlich. Während des Aufenthaltes in Rom hatte ich die Gelegenheit, mit Maurizio Sannibale, Kustos des Museo Gregoriano Etrusco der Vatikanischen Museen, und Experte des Regolini-Galassi Grabes, sowie mit Dr. Alessandro Bedini (ehemals Denkmalamt Rom), Archäologe der Nekropole von Castel di Decima bei Via Pontina und der Nekropole von Acqua Acetosa bei Via Laurentina, wo einmalige Mosaik-Fibeln gefunden worden waren, zusammenzutreffen und das Fundmaterial der Bernsteinfibeln zu besprechen.

Einleitung

Dieses Projekt widmet sich den Fibeln aus Metall mit Dekor aus Bernstein, die in der Eisenzeit und in den Orientalisierenden Phasen (Ende 9. bis erste Hälfte 6. Jh. v. Chr.) als Trachtbestandteil und zugleich als luxuriöse Schmuckstücke von vielen Kulturen des Alpen-Donau-Adria-Raumes benutzt und getragen wurden. Allerdings stammen die besonders prunkvollen mit Bernstein und Gold verzierten Fibeln aus Etrurien und Latium vetus.

Die folgenden Aspekte der Fibeln wurden untersucht: - Typen und Verbreitung - Herstellungstechnik - Identifizierung von Landschaftstilen, von Werkstattkreisen und im Idealfall bis hin zu einzelnen Werkstätten - Entwicklung und Datierung der Typen - Verbindungen zwischen lokalen Werkstätten und exotischen Importen in der Orientalisierenden Phase - Funktion der Fibeln in Rahmen des Phänomens der “fürstlichen Elite”.

Die bisherigen wissenschaftlichen Untersuchungen und Veröffentlichungen haben das Thema nur partiell behandelt . Einerseits haben sie die Fibeln im Rahmen einzelner archäologischer Fundstellen bearbeitet, z. B. aus Verucchio, in der Provinz Rimini (Italien) oder aus Süditalien und Sizilien sowie auch aus Nin in der Gespanschaft Zadar (Kroatien). Daher konnten die einzelnen ausgearbeiteten Typologien nicht pauschal für alle gefundenen Exemplare verwendet werden. Die wichtigsten Veröffentlichungen sind die folgenden: Aleksandar Palavestra 1993 Angela Boiardi, Patrizia von Eles 1994 Nuccia Negroni Catacchio N. 2003 Dunja Glogović 2003 Fulvia Lo Schiavo 2010. Daher erweist sich das Projekt als innovativ für die Themenwahl. Im Vergleich zu früheren Studien wurde zuerst eine möglichst große Zahl von Fibeln zusammengestellt, so dass die Forschung nun auf einem breiteren Gebiet geführt werden kann.

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