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Titelaufnahme

Titel
Gesellschaft Bildung Protest : studentischer Aktionismus in Zeiten der Instrumentalisierung von Bildung ; die Uni brennt! / von Haselwanter Martin
VerfasserHaselwanter, Martin Johannes
Begutachter / BegutachterinBecker, Jörg ; Pallaver, Günther
GutachterBecker, Jörg
Erschienen2014
Umfang320 Bl. : Ill.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2014
Datum der AbgabeJuli 2014
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Kapitalismuskritik / Neoliberalismus / Ökonomisierung von Bildung / Bewegungsforschung / Soziale Bewegungen / Unibrennt / Protest / Bildungstheorie / Kritische Bildungstheorie / Universität / Universitätspolitik
Schlagwörter (EN)Critism of capitalism / Neoliberalism / Economizing of Bildung / Bewegungsforschung / Unibrennt / Social Movements / Protest / Bildungstheorie / Kritische Bildungstheorie / University / University policy / Education
Schlagwörter (GND)Studentenbewegung / Bildungstheorie / Neoliberalismus / Soziale Bewegung / Bildungsökonomie / Kritik
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-724 Persistent Identifier (URN)
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Gesellschaft Bildung Protest [2.78 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Gegenstand der Dissertation sind Fragen danach, wie sich die gesellschaftlichen und bildungsspezifischen Verhältnisse generier(t)en, die den Rahmen für die im Jahr 2009 beginnenden, studentischen unibrennt-Proteste bildeten und zugleich wie sich der Aktionismus konkret zeigte. Grundlage dabei ist die ideologiekritische Darstellung der die Gesellschaft bestimmenden (herrschaftlichen und kapitalistischen) Instrumentalisierung. Basierend darauf werden sowohl neoliberale Tendenzen im (universitären) Bildungswesen als zentrale Ursachen des studentischen Protests konkretisiert als auch die Dialektik von Bildung und Herrschaft hervorgehoben. Konträr zur voranschreitenden Instrumentalisierung werden im Anschluss, der kritischen Bildungstheorie Heinz-Joachim Heydorns folgend, Fragmente eines zeitgemäßen Bildungsbegriffs herausgearbeitet und auf diesen aufbauend das Verhältnis von Protest und Bildung sowie Auswirkungen der herrschaftlich-kapitalistischen Einflussnahme auf Protestbewegungen illustriert. Bezug nehmend auf die Darstellung des Einflusses der Instrumentalisierung auf die Gesellschaft, das Bildungswesen und -denken sowie Protest im ersten, wird im zweiten Teil die Entstehung des unibrennt-Aktionismus erläutert. Im Anschluss an die chronologische Zusammenfassung elementarer Protestereignisse sowie die den Aktionismus kennzeichnenden Charakteristika werden diese und deren Verlauf einer kritischen Analyse unterzogen: Im Zuge dessen verdeutlicht sich, dass die AktivistInnen ihre primären Forderungen nach einem „freien“ Hochschulzugang oder einer Zurückdrängung neoliberaler Tendenzen etc. nicht durchsetzen konnten und ein produktives Scheitern, wie das Resultat der Proteste zusammenfassend benannt wird, zu konstatieren ist.

Zusammenfassung (Englisch)

In the year 2009 the student protest movement unibrennt was created. Object of the dissertation are questions about how this movement operates in concrete. Further the relation of society and Bildung, which are the framework for the protests, are examined.The foundation is the ideology-critical depiction of the instrumentalization (authoritative and capitalistic) that determines the society. Based on this both, neoliberal tendencies within university central reason for student protests and the dialectic of Bildung and authority are emphasized. In contrast to the proceeding topic of instrumentalization next on, following the kritische Bildungstheorie of Heinz-Joachim Heydorn, fragments of a contemporary Bildungstheorie are carved out. This allows to show the relation between protest and Bildung and the impact of authoritative-capitalistic influence on protest movements.The second part references on the firsts parts depiction of the influence of instrumentalization on society, Bildungswesen, -thinking and protest. The emergence of the unibrennt movement is elucidated. Elementary protest events and movement characteristic attributes are summarized chronological first and then analyzed critical. In the course of this it becomes obvious, that the activists could not establish their primary demands like free access to university or repression of neoliberal tendencies etc. A produktives Scheitern (productive failing), how the result of the protests are called summarizing, has to be stated. In addition to this failing it has shown, that abstracting perspectives as well as questions regarding the content of Bildung were of minor importance during the progress of the protests.