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Titelaufnahme

Titel
Menschen mit geistiger Behinderung in Katastrophen- und Notfallsituationen / Sarah Vanessa Güthler
VerfasserGüthler, Sarah Vanessa
Betreuer / BetreuerinJuen, Barbara
ErschienenInnsbruck, 14.09.2016
Umfangiii, 57 Seiten : Illustrationen
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Masterarb., 2016
HochschulschriftUniversität Innsbruck, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Datum der AbgabeOktober 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Menschen mit Behinderung / geistige Behinderung / Katastrophe / Notfall
Schlagwörter (EN)people with disabilities / mental disability / disaster / emergency
Schlagwörter (GND)Geistig Behinderter / Notfall / Katastrophe / Katastrophenhilfe / Krisenintervention
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-4724 Persistent Identifier (URN)
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Menschen mit geistiger Behinderung in Katastrophen- und Notfallsituationen [1.07 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Menschen mit Behinderung sind in einer Katastrophen- bzw. Notfallsituation besonders ge-fährdet. Eine adäquate Vorbereitung auf solche Ereignisse kann helfen. die Vulnerabilität die-ser Bevölkerungsgruppe zu verringern. Studien legen allerdings nahe, dass einerseits Men-schen mit Behinderung schlechter vorbereitet sind als Menschen ohne Behinderung. Anderer-seits scheinen Notfallmanager und -helfer unzureichend auf die Inklusion von Personen mit Beeinträchtigung vorbereitet zu sein.

Während einer Katastrophe bzw. einem Notfall werden die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung häufig nicht ausreichend erkannt und berücksichtigt. Personen mit Beeinträchti-gungen sind im Zuge eines solchen Ereignisses gefährdeter, Komorbiditäten zu entwickeln oder traumatisiert zu werden. Ferner ist ihre Rehabilitation meist komplizierter und langwie-riger als bei Menschen ohne Behinderung.

Mit Hilfe der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring sind Richtlinien, Handbücher, Tools, Practice Examples und Trainingsmanuale zum Thema "Menschen mit Behinderung in Kata-strophen- bzw. Notfallsituationen" untersucht worden. Auf Basis dieser Analyse sind Kern-empfehlungen für Menschen mit Beeinträchtigungen in Katastrophen- bzw. Notfall-situationen herausgearbeitet worden.

Die Ergebnisse umfassen Kernempfehlungen für Katastrophen- bzw. Notfallmanager sowie für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige, Betreuer und Helfer. Des Weiteren sind Kernempfehlungen für spezifische Gruppen ermittelt worden.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Vorbereitung aller Beteiligten von großer Bedeutung ist. Da-mit während einer Katastrophe oder einem Notfall Personen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen nicht im Gefahrengebiet zurückgelassen werden, gilt es den Informations- und Evakuierungsprozess sowie die Notunterkünfte barrierefrei zu gestalten.

Ferner ist es notwendig, Rehabilitations- und Nachsorgeangebote an die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung anzupassen. Bei psychologischen Interventionen für Menschen mit geistiger Behinderung gilt es, deren Entwicklungsstand zu berücksichtigen. Vor allem in Bezug auf Personen mit kognitiven Behinderungen sind jedoch weitere Forschungen nötig, um ein umfassenderes Bild über die Bedürfnisse vor, während und nach einer Katstrophen- oder Notfallsituation zu erhalten.

Zusammenfassung (Englisch)

People with disabilities are at particular risk in a disaster or an emergency. An adequate prep-aration for such an event can strengthen given resources and lead to a decreased level of vul-nerability. However, literature suggests that people with disabilities are less prepared than people without disabilities. On the other hand disaster- and emergency managers and relief workers seem to be poorly prepared for the inclusion of people with special needs.

The needs of people with disabilities are often deficient identified and met during a disaster or an emergency. People with impairments are at an increased risk for developing a comorbid disease or trauma. Moreover, their rehabilitation is more complicated and takes a longer time than it does for people without disabilities.

With the help of methods of Qualitative Content Analyses of Mayring Guidelines, Hand-books, Tools, Practice Examples und Training manuals were examined with regard to people with disabilities in disasters or emergencies. Based on these analyses key recommendations have been worked out.

The results include key recommendations for disaster and emergency managers and helpers as well as for people with impairments and their caregivers and family members. Furthermore, key recommendations for special groups have been gathered.

The results show that the preparation of all people concerned is an important step. In this way the level of mortality and morbidity of people with special needs during a disaster or an emer-gency can be decreased. The evacuation process as well as the shelters should be barrier-free to ensure that people with physical or mental disabilities aren't left behind in case of a disaster or an emergency.

It is necessary to adapt rehabilitation and follow-up care with regards to the requirements of people with disabilities. In psychological interventions the development level of individuals with mental disabilities should be considered. In particular with respect to people with cogni-tive disabilities further research is necessary. Thus a broader picture about the needs of this population group before, during and after a disaster or an emergency can be achieved.