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Titelaufnahme

Titel
Dispositive des Lernens : Eine Analyse der Formierung schulischer Lernprozesse in der Spätmoderne unter ideologiekritischen Aspekten
VerfasserBrandmayr, Michael
Begutachter / BegutachterinSchrittesser, Ilse
GutachterWolf, Maria
Erschienen2016
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2016
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeOktober 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Diskurs um Lernen / Schulreformen / wissenssoziologische Diskursanalyse / pädagogische Leitbilder / ideales Lernen
Schlagwörter (EN)discourse on learning / school reforms / Sociology of Knowledge Approach to Discourse / guiding conceptions of pedagogy
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-6721 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Dispositive des Lernens [1.37 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit ist eine diskursanalytische Untersuchung eines schulpädagogischen Leitbildes von idealem Lernen. Dies bezieht sich auf Deutungsmuster, nach welchen Prinzipien Lernsettings gestaltet sein sollten, damit ideal und effektiv gelernt werden sollte.

In der Untersuchung wurden im ersten Schritt Dokumente von offiziellen Funktionsträgern (Bundes-, und Landesbehörden, Ausbildungseinrichtungen, Berufsvertretungen usw.) analysiert, um ein gegenwärtig bestimmendes Leitbild zu beschreiben, das sich durch Reformmaßnahmen in den vergangenen zehn Jahren stark gewandelt darstellt. Nach der Präsentation des Standes der Forschung und dem wissenschaftlichen Anschluss, werden methodologische Überlegungen der Untersuchung (warum schulische Praxisformen als Resultat eines gesellschaftlichen Diskurses um Schule gesehen werden können, was die Reichweite dieses Diskurses ist usw.) sowie die konkrete methodische Vorgehensweise dargestellt. Im zweiten Teil werden empirisch inhaltliche Deutungen dieses Leitbild aus drei Diskurssträngen rekonstruiert und auch ausgewählte diskursive Formierungsprozesse, die für die Interpretation dieses Leitbilds bedeutsam sind. Über die Neuordnung von Praktiken des Lernens werden auch spezifische Positionen von Subjektivität neu strukturiert, welche die Institution Schule ihren AkteurInnen bereitstellt. Auch auf den Zusammenhang zwischen Deutungen von Lernen und Subjektpositionen soll abschließend Bezug genommen, und die Funktion der Schule bei der ideologischen Reproduktion der Gesellschaft beleuchtet werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis presents the main findings of a discourse analyses, the examined guiding conceptions of ideal learning. The study centered the dominant interpretative schemes within this conceptions in order to question the guiding principles deciding, how learning environments should be designed, in order to learn effectively and ideally.

In the study, documents of officials (federal and provincial authorities, education facilities, professional representations) have been analysed to identify the guiding conceptions, which have been strongly changed within the past ten years due to reforms in schools. In the articles first part, the methodological framework of the study (regarding considerations, why practices in schools can be described as a result from a discourse, what is the range of this discourse etc.) and the used methods are being described. In the second part, the contents and meanings of guiding conceptions are being presented as well as certain processes of modifications and regulations within the discourse, which are crucial for the interpretation of the conceptions. It is pointed out then, that the discourse of learning not only tends to regulate learning environments, but also provides positions of subjectivity to stakeholders in schools. The paper therefore intends to highlight the relationship between interpretations schemes of ideal learning and positions of subjectivity.

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