Titelaufnahme

Titel
Erwerber- und Verbraucherschutz als ein dem Wohn- und Immobilienrecht immanentes Rechtsprinzip? : Analyse anhand ausgewählter Rechtsinstitute / eingereicht von: Mag. iur. Christian Steiner, BSc
Weitere Titel
Erwerberschutz und Verbraucherschutz als ein dem Wohnrecht und Immobilienrecht immanentes Rechtsprinzip?
Consumer protection as a principle of law in Austrian real estate and property law?
VerfasserSteiner, Christian
GutachterPittl, Raimund ; Markl, Christian
ErschienenInnsbruck, September 2016
UmfangXII, 384, XX Seiten : Illustrationen
HochschulschriftUniversität Innsbruck, Dissertation, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers
Datum der AbgabeSeptember 2016
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Verbraucherschutz / Natürlicher Rechtsgrundsatz / Mietrecht / Wohn- und Immobilienrecht / Wohnungseigentumsgesetz / Bauträgervertragsgesetz / MRG / WEG / BTVG / Radbruch / Gerechtigkeit / Privatautonomie
Schlagwörter (GND)Österreich / Wohnungsrecht / Verbraucherschutz / Mietrecht / Bauträgervertrag / Privatautonomie
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Zusammenfassung (Deutsch)

vorliegende Dissertation gibt einen detaillierten Überblick über die Bedeutung des Erwerber- und Verbraucherschutz im Wohn- und Immobilienrecht. Analysiert wird, ob sich ein rechtsimmanentes Prinzip oder ein natürlicher Rechtsgrundsatz des Verbraucherschutzes aus dem Wohn- und Immobilienrecht ableiten lässt und wie dieses Prinzip im Verhältnis zur Privatautonomie und Vertragstreue steht. Eine allgemeine Definition und Annäherung an die Begriffe „Gerechtigkeit“, „Privatautonomie“, „Vertragstreue“ sowie „Erwerber- bzw. Verbraucherschutz“ bietet die Grundlage für eine tiefergehende Analyse des Wohn- und Immobilienrechts. Das moderne Verbraucherschutzrecht ist insbesondere durch marktkonforme Maßnahmen geprägt, umfasst aber auch ein Mindestmaß an Gerechtigkeit. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Radbruchsche Regel analog auf die Vertragsgerechtigkeit Anwendung findet. Unter Berücksichtigung dieses Ergebnisses werden die relevantesten Bestimmungen des MRG, des WEG, des BTVG sowie verwandter Materiengesetze einer tiefgehenden Analyse unterzogen und auf die Übereinstimmung mit verbraucherrechtlichen Grundsätzen untersucht. In Summe weisen lediglich die Vorschriften zum Schutz des Erwerbers eine primär verbraucherrechtliche Färbung auf; ein Rechtsgrundsatz „Verbraucherschutz“ konnte dem Wohn- und Immobilienrecht in Gesamtbetrachtung nicht entnommen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

doctoral thesis gives a detailed overview about the significance of consumer protection in real estate and property law. It is analysed whether a “consumer protection”-axiom of law can be derived from the provisions of Austrian real estate law and in which relation this principle might stand to the principles of “freedom of contract” and “pacta sunt servanda”. The first part of the thesis constitutes a theoretical inquiry into definitions of “justice”, “freedom of contract”, “pacta sunt servanda” and “consumer protection”. In the second part, the Austrian Tenancy Code (MRG), the Austrian Condominium Act (WEG), the Austrian Property Developer Contract Act (BTVG) and other real estate Acts are analysed with a view to the definitions reached in the first part. The core question is, whether these provisions are in accordance with contemporary consumer protection principles. In conclusion, only the provisions concerning the protection of real estate buyers can be seen as consumer protection laws; a general principle of consumer protection within Austrian real estate and property law was not identifiable.