Titelaufnahme

Titel
Die Rechte des Beschuldigten im europäischen Strafverfahren / eingereicht von Désirée Bond
VerfasserBond, Désirée
Begutachter / BegutachterinMurschetz, Verena ; Flora, Margarethe
Betreuer / BetreuerinMurschetz, Verena
Erschienen2014
Umfang187, XVIII Bl.
HochschulschriftInnsbruck, Univ., Diss., 2014
Datum der AbgabeMai 2014
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Europäisches Strafverfahren / Beschuldigter / Beschuldigtenrechte / Verfahrensgarantien
Schlagwörter (EN)European criminal proceedings / rights of suspects and accused / procedural rights
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Strafverfahrensrecht / Beschuldigter / Faires Verfahren / Staatshaftung
Zugriffsbeschränkung
 Das Dokument ist ausschließlich in gedruckter Form in der Bibliothek vorhanden.
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Durch die Mobilisierung der Bevölkerung in der Europäischen Union und durch die Entwicklung der Personen- und Warenverkehrsfreiheit wurde der transnationalen Kriminalität Türen und Tore geöffnet. Das Prinzip der gegenseitigen Anerkennung gerichtlicher Urteile und Entscheidungen und das gegenseitige Vertrauen der EU-Mitgliedstaaten in die Einhaltung von Verfahrensgarantien für Beschuldigte in Strafverfahren sind die wesentlichsten Kriterien, um dieser zunehmenden Kriminalität in der Europäischen Union entgegenzuwirken. In dieser Arbeit wird die bisherige Entwicklung des Rechts auf Dolmetschleistungen und Übersetzungen, des Recht auf Rechtsbelehrung und Unterrichtung über die Beschuldigung, des Rechts auf Akteneinsicht, des Rechts auf Rechtsbeistand, des Rechts auf Benachrichtigung eines Dritten bei Freiheitsentzug und des Rechts auf Kommunikation mit Dritten und mit Konsularbehörden während des Freiheitsentzugs dargelegt; insbesondere setzt sie sich mit den bereits geltenden EU-Richtlinien zur Erreichung eines EU-weit einheitlichen Mindeststandards in europäischen Strafverfahren auseinander. Diese sind die Richtlinie 2010/64/EU über das Recht auf Dolmetschleistungen und Übersetzungen, die Richtlinie 2012/13/EU über das Recht auf Belehrung und Unterrichtung und die Richtlinie 2013/48/EU über das Recht auf Zugang zu einem Rechtsbeistand und Kontaktaufnahme mit Dritten und Konsularbehörden bei Festnahme. Ein Vergleich dieser EU-Maßnahmen mit der österreichischen Strafprozessordnung unter Heranziehung der Europäischen Menschenrechtskonvention, der Charta der Grundrechte der Europäischen Union und des Wiener Übereinkommens über konsularische Beziehungen zeigt im Zuge dieser Untersuchung auf, inwieweit die EU-Richtlinien zu einer Weiterentwicklung der Rechte des Beschuldigten in Österreich beitragen.

Zusammenfassung (Englisch)

Due to the ongoing globalisation and the continuous increase of criminals in an international context, the prevention of transnational crime within the European Union progresses rapidly. The European Judicial Cooperation in Criminal Matters is based on mutual recognition and mutual trust. However, mutual trust can only exist as long as all Member States of the European Union comply with fundamental procedural safeguards in criminal proceedings throughout the European Union. Therefore the European Union is now developing directives to strengthen the rights of suspects and accused in criminal proceedings. The thesis intends to present the ongoing development of minimum standards of fundamental procedural rights within the European Union on the basis of the newly adopted directives proposed by the "Roadmap for Strengthening Procedural Rights of Suspected or Accused Persons in Criminal Proceedings" concerning the right to interpretation and translation, the right to information, the right of access to a lawyer and the right to inform and communicate with third persons and consular authorities upon arrest and during detention. This thesis compares the new directives with other legal acts concerning procedural rights of suspects and accused at the level of Public International, European and National Law. More detailed, the analysis encompasses additionally to the directives of the European Union the European Convention on Human Rights, the Charter of Fundamental Rights of the European Union, the Vienna Convention on Consular Relations and the Austrian Code of Criminal Procedure. The legal comparison demonstrates how far the new measures of the European Union are capable to contribute to a further development of the fundamental procedural rights of suspects and accused in criminal proceedings.