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Titelaufnahme

Titel
Analyse eines Perspektivenwechsels in der Rehabilitation aus der Sicht betroffener Eltern : am Beispiel einer regionalen sozialpolitischen Entwicklung (Integrationshilfeverordnung in Vorarlberg) / vorgelegt von Esther Schnetzer
Weitere Titel
Analysis of a change in perspective in the rehabilitation based on the view of concerned parents - using ; the example of a regional socio-political development. (enactment on support for integration in Vorarlberg)
VerfasserSchnetzer, Esther
Begutachter / BegutachterinHierdeis, Helmwart
GutachterStöger, Peter
ErschienenLorüns, Innsbruck, August 2016
UmfangX, 288 Blätter : 1 CD-ROM ; Illustrationen
HochschulschriftUniversität Innsbruck, Dissertation, 2016
Datum der AbgabeAugust 2016
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Menschenrechte / Behinderung / Gesetze / Behindertenhilfe / Eltern von Menschen mit Behinderung / Elterliches Empowerment / Normalisierung / Inklusion / Teilhabe / Chancengleichheit / Inklusion / Wissenschaft / Forschung
Schlagwörter (GND)Vorarlberg <Chancengesetz> / Vorarlberg <Integrationshilfeverordnung> / Kind / Behinderung / Inklusion <Soziologie> / Eltern / Vorarlberg <Chancengesetz> / Vorarlberg <Integrationshilfeverordnung> / Behinderter / Rehabilitation / Inklusion <Soziologie> / Eltern
URNurn:nbn:at:at-ubi:1-6129 Persistent Identifier (URN)
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Analyse eines Perspektivenwechsels in der Rehabilitation aus der Sicht betroffener Eltern [2.14 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Kurzzusammenfassung

Hintergrund: Das Ermöglichen von gleichwertigen Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung ist ein internationales Menschenrecht, das in der internationalen Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung (UN-BRK 2008) verfasst ist. Das Land Vorarlberg als Träger von Privatrechten ermöglicht mit seinem Gesetz zur Förderung der Chancengleichheit von Menschen mit Behinderung, dem sogenannten Vorarlberger Chancengesetz, gleichwertige Lebensbedingungen aller Menschen. Die notwendigen Details für die Umsetzung der Förderung von Chancengleichheit sind in der Integrationshilfeverordnung (Verordnung der Landesregierung über die Gewährung von Integrationshilfe) geregelt.

Ziel: In Anlehnung an die Gesetzeslage wird in vorliegender Arbeit die Umsetzung der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung anhand eines empowerment-orientierten Ansatzes kritisch hinterfragt. Dabei zielt die Arbeit darauf ab, inklusive Gestaltung der alltäglichen Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen theoretisch zu begründen und lösungsorientierte Konzepte für Inklusion, Chancengleichheit und Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu diskutieren.

Methodik: Die zentrale Fragestellung „Wie wird der Perspektivenwechsel in der Rehabilitation am Beispiel der Integrationshilfeverordnung in Vorarlberg aus der Sicht betroffener Eltern wahrgenommen?“ wird im Rahmen einer Handlungsforschung mit Hilfe von Elternforschungsrunden näher beleuchtet. Zugleich sollen in den Gesprächsrunden die Bedürfnisse nach ausführlichen Informationen und Beratungsangeboten im Kontext der Behindertenhilfe untersucht werden. Im Fokus liegt die Betrachtung, ob und inwiefern Maßnahmen der Integrationshilfeverordnung Vorarlberg zur Umsetzung für ein selbstbestimmtes Leben und zur Teilhabe in der Gesellschaft beitragen.

Ergebnisse: In der Studie zeigt sich, dass die Integrationshilfeverordnung unter den betroffenen Eltern nur wenig bekannt ist und ein Perspektivenwechsel nur langsam vonstattengeht. Zudem verdeutlicht die Studie, dass die Integrationshilfeverordnung mit ihren Maßnahmen vielmehr als Möglichkeit zur Familienentlastung wahrgenommen wird und weniger der konkreten Umsetzung von Integration dient. Es kristallisieren sich drei Dimensionen heraus, die einen bedeutenden Anteil an der Entwicklung von Integration und Inklusion haben: Elterliches Empowerment, Kooperation mit den Fachkräften und individuelle Ressourcen & Antreiber.

Diskussion: Durch die Analyse von zusammenhängenden Begründungsmustern wie denen von Lebensbedingungen, subjektiven Bedeutungen und Verhaltensweisen wird ersichtlich, dass unterschiedliche Bedeutungen für die Betroffenen aufgrund subjektiver Sichtweisen vorhanden sind. Zwar können kurzzeitig Schlüsse über verschiedene Begründungen und Handlungen gemacht werden. Bei der Beantwortung der zentralen Frage des Forschungsprojekts wird jedoch klar, dass die betroffenen Eltern über die Nützlichkeit und Umsetzung von Maßnahmen zur Integrationsförderung ihrer Kinder im Einzelnen entscheiden. Ob und inwieweit hier eine gesetzliche Maßnahme wie die der Integrationshilfeverordnung einen Wandel im Bereich der Inklusion und Teilhabe bewirken kann, unterliegt der Klärung vielfältiger Einflüsse.

Zusammenfassung (Englisch)

Analysis of a change in perspective in the rehabilitation based on the view of concerned parents - using the example of a regional socio-political development. (Enactment on support for integration in Vorarlberg)